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Netzhoppers wollen am Wochenende punkten

By 18. Dezember 2020No Comments
Einen richtig straffen Zeitplan muss derzeit Volleyball-Bundesligist Netzhoppers KW-Bestensee bewältigen. Nachdem das Dahmeland-Team am vergangenen Mittwoch eine 1:3-Niederlage (17:25, 20:25, 25:22, 18:25) beim amtierenden deutschen Meister und Pokalsieger BR Volleys kassierte, ist es am kommenden Samstagabend erneut in der Bundesliga gefordert. Um 18 Uhr ist der Tabellenzehnte Helios Grizzlys Giesen in der Landkost-Arena zu Gast.
Netzhoppers-Coach Christophe Achten plagen vor diesem Duell gegen die Niedersachsen ordentliche Bauchschmerzen. Bereits bei der Niederlage in Berlin musste er auf seinen Mittelblocker James Weir verzichten, der wegen Oberschenkelproblemen nicht eingesetzt werden konnte. „James war am Donnerstagvormittag bei unserem Teamarzt Kai Dragowsky zur Behandlung. Aber ob diese ausgereicht hat, um James bis zum Anpfiff fit zu bekommen, kann ich derzeit noch nicht sagen“, so Achten. Wegen Problemen mit der Schulter musste Jan Jalowietzki sich ebenfalls die Begegnung bei den Hauptstädtern von der Bank aus ansehen. „Auch bei Jan weiß ich aktuell nicht, ob er gegen Giesen wieder mit im Kader stehen kann“, sagt der belgische Coach der Netzhoppers weiter. Anders als bei den beiden Akteuren war es beim kanadischen Zuspieler Byron Keturakis, der nach einem Gesichtstreffer von einem BR-Spieler bei der Erwärmung für das Match gegen die Volleys die Zähne zusammengebissen hatte und die gesamte Partie über auf der Platte stand. „Byron klagte darüber, dass er auf dem rechten Ohr nichts hören konnte und er berichtete auch von etwas Gleichgewichtsproblemen. Aber ich denke, gegen Helios wird er wieder komplett der Alte sein“, ist sich Achten sicher.
Der Netzhoppers-Coach weiß ganz genau, wie wichtig ein Heimerfolg gegen die Mannschaft aus dem Stadtteil von Hildesheim wäre. „Gegen Giesen haben wir ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel vor der Brust. Helios rangiert in der Tabelle auf Platz acht liegend drei Zähler hinter uns. Aus diesem Grund wäre ein Heimersieg für mein Team umso wichtiger, damit wir uns ein wenig von den Gästen absetzen können. Es ist auch etwas Wiedergutmachung für die Niederlage in Berlin angesagt“, kündigt der Netzhoppers-Trainer an.
In der Sommervorbereitung testete seine Mannschaft zweimal gegen die Niedersachsen. In Hildesheim setzte es eine deutliche 0:4-Packung, im Rückspiel erreichte das Dahmeland-Team ein 2:2-Unentschieden. „Diese Ergebnisse sind für das Spiel am Samstag für mich nicht maßgebend. Wir haben genug Qualität in den Reihen, um einen Erfolg, der drei Zähler bringt, gegen die Grizzlys einzufahren“, weiß Achten. Besonders warnt der Belgier vor Helios-Außenangreifer Stijn van Tilburg, der einer der Leistungsträger im Team der Niedersachsen sei. „Auf ihn müssen wir besonders acht geben. Er kann unheimlich viel Druck von der Außenposition ausüben.“
Bei der Niederlage am vergangenen Mittwoch bei den BR Volleys konnten die Netzhoppers in den ersten beiden Sätzen nicht die Leistung abrufen, die sie zum Beispiel in den letzten drei Durchgängen beim 3:2-Erfolg im Halbfinale des DVV-Pokals in Potsdam gegen die WWK Volleys Herrsching gezeigt hatten. „Ein Grund war sicherlich dafür, dass Byron nach seinem Treffer ins Gesicht nicht seinen besten Tag auf der Zuspielposition erwischte. Hinzu kam, dass die Volleys bei ihren Aufschlägen sehr viel Druck ausgeübt haben, sodass wir ordentlich Probleme bei der Annahme hatten. Uns gelang es deshalb in den ersten beiden Durchgängen nur selten, unser eigenes Angriffsspiel aufzubauen“, resümiert Achten.
Überragender Aufschläger bei den Berlinern war der brasilianische zweifache Vizeweltmeister Éder Carbonera, dem insgesamt sechs Aufschlag-Asse in diesem Berlin-Brandenburg-Derby gelangen. „Völlig zurecht wurde er auch mit der Goldmedaille für den wertvollsten Spieler ausgezeichnet“, lobt Achten den 2,05 Meter großen Mittelblocker. Die silberne Plakette bekam bei den Gästen Karli Allik, der sonders im dritten Abschnitt mit seinen Aufschlägen ordentlich Druck ausübte. Das war auch der Satz, in dem die Netzhoppers gezeigt haben, dass sie durchaus in der Lage sind, mit Spitzenteams aus der Bundesliga mitzuhalten. „Ich habe nach dem Gewinn des Abschnittes in einige ängstliche Augen der Berliner geguckt, die nicht noch einmal gegen uns verlieren wollten“, berichtet Achten, der ganz genau wusste, warum der vierte Satz wieder an die Gastgeber ging. „Die Volleys legten mit einem schnellen 5:1-Start die frühe Grundlage, um auch diesen Abschnitt erfolgreich zu beenden. Mir fehlten nach den Verletzungen von Weir und Jalowietzki etwas die Alternativen, um noch einmal für frischen Wind auf der Platte zu sorgen.“
Das letzte Spiel des Jahres bestreiten die Netzhoppers KW-Bestensee am kommenden Dienstag, dem 22. Dezember, um 17 Uhr beim VfB Friedrichshafen, gegen den das Dahmeland-Team im Hinspiel zu Hause eine deutliche 0:3-Niederlage kassierte. „Wir fahren an den Bodensee, um dort auch alles zu geben, um etwas Zählbares auf unseren Gabentisch zwei Tage vor Weihnachten zu legen“, kündigt Achten an. Diese Begegnung wird live im Internet bei „sporttotal-tv“ gezeigt.

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