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Netzhoppers unterliegen bei den Helios Grizzlys

Von 20. Februar 2020Keine Kommentare
Volleyball-Bundesligist Netzhoppers KW-Bestensee hat es verpasst, sich durch einen Sieg mit drei Punkten bei den Helios Grizzlys Giesen am vergangenen Mittwochabend in der Tabelle an Rottenburg (20 Punkte) und Düren vorbei (22) auf den siebten Rang vorzuarbeiten. Nach der 1:3-Niederlage (16:25, 25:13, 20:25, 21:25) beim ehemaligen Ligavorletzten bleiben die Dahmeländer fünf Partien vor dem Ende der regulären Saison weiterhin auf Rang neun hängen (20).  Mit 14 Zählern haben jetzt sogar die Giesener noch die große Chance, im Kampf um den letzten Play-off-Platz acht ein dickes Wörtchen mitzureden.
Das wusste nach dem Heimsieg auch Helios-Akteur Robert Schramm, der in der Saison 2016/2017 auch schon bei den Netzhoppers unter Vertrag stand: „Wir hatten das Ziel Play-off-Teilnahme nie komplett abgehakt. Jetzt haben wir auf alle Fälle den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Mal sehen, was in den kommenden Spielen noch alles so geht.“ Netzhoppers-Coach Mirko Culic hat den Kampf um Tabellenplatz acht ebenfalls noch lange nicht aufgegeben. „Wir haben es noch selbst in der Hand, mindestens Rang acht zu erreichen, denn wir spielen unter anderem auch noch beim TV Rottenburg, der derzeit Achter ist. Aktuell sieht es nicht so gut für uns aus. Das kann sich aber noch in den nächsten Begegnungen aber ganz schnell ändern“, sagte der Trainer der Netzhoppers nach dem Match.
Er und seine Mannschaft sind extra einen Tag eher nach Hildesheim gereist, um sich so optimal wie möglich  auf die so wichtige Partie bei den Grizzlys vorzubereiten. Nur der Chilene Simon Guerra kam erst am Spieltag nach, da er einige Tage vor dem Match an einer Magen-Darm-Grippe erkrankt war. Vor 1240 Zuschauern in der Volksbank-Arena gingen die Brandenburger durch Theo Timmermann zwar mit 1:0 in Führung, doch anschließend lief bei ihnen nicht allzu viel zusammen. Durch zu viele leichte Fehler in der Annahme und ungenaue Aktionen im Angriff zogen die Giesener schnell auf 8:2 davon.  Angetrieben von einem sehr starken Helios-Kapitän Hauke Wagner – der im gesamten Match bei seinen Angriffsaktionen kaum zu stoppen war – bauten die Hausherren ihre Führung kontinuierlich aus (16:8). Zwar gelang den Netzhoppers noch etwas Ergebniskosmetik, am 25:13-Satzerfolg der Grizzlys konnten sie aber nichts mehr ändern. „Wir agierten in einigen Situationen viel zu kopflos. Man hat auch gemerkt, dass die Giesener unbedingt diesen ersten Durchgang erfolgreich beenden wollten“, erkannte Culic.
Im zweiten Abschnitt waren es die Dahmeländer, die wie ausgewechselt auf der Platte agierten und von Anfang an in Führung lagen (8:4, 16:8, 21:10) und diese auch bis zum Ende des Satzes nicht mehr hergaben (25:13). „Wir haben einfach gut aufgeschlagen“, äußerte sich Culic zum einzigen Satzgewinn in der Begegnung gegen die Grizzlys. Giesen konnte zu keinem Zeitpunkt an die starke Leistung des bärenstarken ersten Durchganges anknüpfen. „Warum wir im zweiten Satz völlig von der Rolle waren, kann ich gar nicht so richtig sagen. Vielleicht dachten wir nach dem Gewinn des ersten Durchganges, der Rest des Spiels wird ein Selbstläufer“, so Schramm, der anschließend zusammen mit seinen Teamkollegen in den folgenden zwei Abschnitten wieder das Match und den Gegner total im Griff hatte.
Wie bereits im ersten Abschnitt dominierten die Gastgeber die letzten beiden Durchgänge von Anfang bis zum Ende. In Satz drei kamen die Netzhoppers zwar bis auf 16:17 und 18:19 heran, doch durch gute getimte Blockaktionen gegen die Schmetterbälle von Casey Schouten, Jan Jalowietzki und Luke Herr gelang es Helios, nach einem Ausball von Timmermann Satz drei mit 25:20 zu gewinnen.
Der letzte Abschnitt entwickelte sich in der Anfangsphase noch recht ausgeglichen (6:6). Doch nach einer weiteren Schwächephase des Gastteams zog Giesen nach einem kurzen Zwischenspurt bis auf 14:8 davon. Das lag sicherlich daran, dass es dem Netzhoppers-Block nur sehr selten gelang, die Abschlüsse von Magliore Mayaula und Wagner konsequent zu stoppen. „Den beiden gelangen viel zu einfache Punkte. Unsere Gegenwehr war viel zu schlecht“, erkannte Culic. Auf der anderen Seite war es Mayaula, der den entscheidenden Schmetterball von Schouten zum 25:21 mit seinen langen Armen stoppen konnte.
„Wir haben gegen Giesen verdient verloren, weil wir einfach zu viele leichte Fehler gemacht haben. Kein Spieler hat so richtig seine Normalform gefunden“, ärgerte sich Culic, der auch gleich voraus blickte, denn am kommenden Samstag ist der Tabellensechste SVG Lüneburg in der Landkost-Arena zu Gast (18 Uhr). „Erneut geht es für uns gegen eine Mannschaft, die eine sehr gute Saison spielt. Ich hoffe, dass wir in unserer Halle einfach besser auftreten werden, als es gegen Giesen der Fall war. Wir müssen gegen Lüneburg an die guten Auftritte vom Januar anknüpfen.“

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