BundesligaNetzhoppers

Netzhoppers stehen im Pokal-Viertelfinale

By 8. November 2020No Comments
Durch einen schwer erkämpften, aber verdienten,  3:2-Erfolg (18:25, 19:25, 25:20, 25:18, 15:10) gegen die SWD powervolleys Düren im Achtelfinale des DVV-Pokals hat Volleyball-Bundesligist Netzhoppers KW-Bestensee am späten Sonntagnachmittag das Viertelfinale des diesjährigen Wettbewerbs erreicht. In diesem treffen die Dahmeländer am Mittwoch, dem 25. November, um 19.30 Uhr in der Schmeling-Halle auf Titelverteidiger BR Volleys. Düren, die in der vergangenen Saison im Pokal-Endspiel standen,  entwickeln sich so langsam zum Lieblingsgegner der Netzhoppers in eigener Halle, denn neben dem Sieg am Sonntag konnten sie die beiden Spiele zuvor am 26. Januar 2019 (3:0) und am 18. Januar 2020 (3:1) gegen das Team aus Nordrhein-Westfalen gewinnen.
„In den ersten beiden Sätzen war ich mit der Leistung meines Teams überhaupt nicht zufrieden. Es hat nicht das umgesetzt, was wir im Vorfeld besprochen haben“, sagt Netzhoppers-Coach Christophe Achten, der dann auch noch viel Lob für seine Mannschaft übrighatte. „Was die Jungs in den letzten drei Durchgängen gezeigt hatten, das war teilweise allererste Sahne. Es wurde um jeden Ball gekämpft, um doch noch den Einzug ins Viertelfinale zu schaffen. Diese Leistung meines Teams gegen Düren macht mich unheimlich stolz.“ Auch für die Spieler, die nicht auf der Platte zum Einsatz kamen, hatte der Belgier sehr viel Lob übrig. „Da die Begegnung ohne Zuschauer ausgetragen werden musste, fehlte uns die Unterstützung der Fans. Was aber die Reservespieler für eine lautstarke Stimmung in der Halle verbreiteten, habe ich in so einer Form noch nicht erlebt. Es war Wahnsinn, wie uns die Jungs auf der Bank nach vorne gepeitscht haben.“
Dabei lief es in den ersten beiden Abschnitten überhaupt nicht gut für die Brandenburger. Düren begann sehr konzentriert und konnte die ersten beiden Sätze relativ souverän mit 25:18 und 25:19 gewinnen. Außenangreifer Theo Timmermann, dem elf Punkte gegen die SWD powervolleys gelangen, wusste auch genau woran es lag, dass die Netzhoppers zuerst nicht an die guten Auftritte bei den Siegen gegen die United Volleys und Lüneburg anknüpfen konnten. „Wir haben einfach zu nervös begonnen und unsere Fehlerquote in der Annahme und beim Abschluss war viel zu hoch. Ich selbst konnte mich im Angriff nicht so durchsetzen, wie es zum Beispiel beim Match gegen Frankfurt noch der Fall war.“
Vor dem dritten Durchgang appellierte Achten an sein Team, noch einmal alles reinzuhauen, um doch noch für eine Überraschung zu sorgen. Von Anfang an gaben die Netzhoppers Vollgas und konnten beim 10:9 durch Johannes Mönnich das erste Mal nach langer Zeit selbst in Führung gehen. Düren fand zwar kurzzeitig noch einmal zurück in den Durchgang, doch nach dem zwischenzeitlichen 13:12 für die Gäste drehten die Hausherren so richtig auf. Ein Aufschlag-Ass von James Weir brachte einen Zwei-Punkte-Vorsprung (17:15), der bis zum Ende des Abschnittes auch nicht mehr hergegeben wurde. Nach 27 hochspannenden Minuten schafften die Brandenburger beim 25:20 den 1:2-Satzanschluss.
Man merkte den Netzhoppers-Spielern in der kurzen Wechselpause an, dass mit ihnen auch im vierten Durchgang zu rechnen ist. Mit der Einwechslung von Jakub Kovac für Karli Allik gelang Achten ein richtig guter Schachzug, denn der Slowake  zeigte mit sehr starken Abschlüssen, warum ihn die Netzhoppers in der Sommerpause unbedingt verpflichten wollten. Kovac gelang beim 1:1-Ausgleich der erste Punkt für sein Team in diesem Satz und mit einem krachenden Schmetterball in die Dürener Hälfte, der sein Ziel nicht verfehlte, machte er beim 25:18 den Sack auch zu. „Jakub hat  bewiesen, wie wichtig er für uns sein kann. Ich denke, wir werden in den zukünftigen Partien noch sehr viel Freude an ihm haben“, so Achten zur Leistung des slowakischen Nationalspielers.
Wie schon beim 3:2-Erfolg in Lüneburg agierten die Netzhoppers im alles entscheidenden Tie-Break vom ersten Ballwechsel an hoch konzentriert. Bis zum 5:5 konnten die Powervolleys noch einigermaßen mithalten. Auch die Einwechslung vom ehemaligen Netzhoppers-Spieler Björn Andrae brachte keine Wende mehr. Punkt für Punkt zogen die Dahmeländer davon. Als Kovac beim 12:8 ein Aufschlag-Ass gelang, war die Vorentscheidung gefallen. Den letzten Punkt für die Brandenburger besorgte Timmermann, als sein Schmetterball von Sebastian Gehren zwar noch abgewehrt werden konnte, doch das Spielgerät nach der Blockaktion noch Kontakt mit der Hallendecke in der Landkost-Arena hatte.
Fotos zum Spiel gibt es bei Dagmar Jaschen.

Leave a Reply

+ 86 = 92

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.