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BundesligaNetzhoppers

Netzhoppers holen Satz gegen Berlin

By 31. Oktober 2021No Comments

Um 17.30 Uhr empfängt am Samstagabend in der Volleyball-Bundesliga Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys. Diese Begegnung wird nicht wie sonst üblich in der Bestenseer Landkost-Arena, sondern in der Potsdamer MBS-Arena ausgetragen. Team-Managerin Britta Wersinger erklärt den Grund für die Spielverlegung: „Wir haben nur noch für diese Spielzeit Bestandsschutz in der Landkost-Arena, da die Deutsche Volleyball-Liga für uns eine größere Halle fordert. Aus diesem Grund haben wir uns erneut für die MBS-Arena entschieden, um dort auch zu zeigen, was zuschauertechnisch möglich wäre, wenn wir in einer größeren Halle spielen würden. Gerade Partien gegen die BR Volleys waren ja bei uns mit bis zu 1000 Zuschauern in der Vergangenheit echt gut besucht“, sagt Wersinger, „das ist auch ein Grund, warum wir uns für Potsdam entschieden haben, denn wir wollen in Corona-Zeiten so vielen Fans wie möglich die Gelegenheit bieten, bei diesem Brandenburg-Berlin-D

Das Berlin-Brandenburg-Derby in der Volleyball-Bundesliga zwischen Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee und den BR Volleys, das in der Potsdamer MBS-Arena ausgetragen wurde, hatte es so richtig in sich. Zwar verloren die Dahmeländer nach einem harten Kampf gegen den Deutschen Meister am Ende mit 1:3-Sätzen (23:25, 25:19, 19:25, 25:27), schafften es aber als erstes Team in dieser Saison überhaupt, den Hauptstädtern einen Satz abzunehmen. Am Ende standen die Netzhoppers auch kurz davor,die BR Volleys in den Tie-Break zu zwingen,doch vier Aufschlagfehler in Folge führten zum Ende des Durchganges hin zu einem knappen 27:25-Erfolg für die Berliner.

„Es war unser Matchplan, mit viel Druck bei den Angaben zu agieren, um die Volleys vor größere Probleme zu stellen. Das gelang uns über weite Phase der Partie ganz gut, nur leider zum Schluss nicht. Trotzdem bin ich stolz auf die gezeigte Leistung meines Teams, das wirklich einen ganz tollen Auftritt zeigte. Auf diesen lässt sich in den kommenden schweren Aufgaben aufbauen“, so Coach Thomasz Wasilkowski. Viel Lob für die Leistung der Netzhoppers gab es auch von seinem Gegenüber Cedric Enard: „Insgesamt war es das erwartet schwere Spiel, weil die Netzhoppers wirklich gut aufgetreten sind. Die Mannschaft wird in dieser Saison noch eine starke Rolle spielen.“

Vor 678 Zuschauern entwickelte sich der erste Durchgang, der über die gesamte Distanz auf Augenhöhe geführt wurde, zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Keiner Mannschaft gelang es in den 26 Minuten, sich von der anderen abzusetzen (8:7, 14:16). Pech hatte Kapitän Mario Schmidgall, als sein Block im Aus landete, sodass die BR Volleys den ersten Satz mit 25:23 für sich verbuchten.

Im folgenden Durchgang setzten sich die Gäste zwar auf 8:6 ab, doch die Netzhoppers erhöhten die Schlagzahl und gingen ihrerseits mit 11:9 in Führung. Dieser Vorsprung wurde mit zunehmender Spieldauer immer mehr ausgebaut. Als Theo Timmermann mit zwei Assen in Folge zum 23:18 die Weichen auf Satzgewinn stellte, machte Brandon Rattray mit einem punktgenauen Abschluss zum 25:19 die erste Satzniederlage für die Hauptstädter perfekt. „Auf verlorene Sätze gucken wir überhaupt nicht, da wir ja immer noch unsere weiße Weste in der Liga behalten haben. Es war ja auch klar, dass wir irgendwann einmal einen Durchgang abgeben werden“, sagte BR-Nationalspieler Ruben Schott. So sah es auch sein Teamkollege Samuel Tuia: „Wichtig sind die drei Punkte, obwohl wir den einen Abschnitt verdientermaßen abgegeben haben.“

Wie wichtig Schott für die Berliner ist, zeigte er im dritten Durchgang, als der 27-jährige Außenangreifer mit einem Ass zum 13:11 seinen Farben mit zwei Punkten in Führung brachte. Mit der ganzen Routine eines Deutschen Meisters spielten die BR Volleys diesen Satz sehr abgezockt zu Ende. Tuia sorgte mit dem Punkt zum 25:19 für eine 2:1-Führung. Von der Spannung und Dramatik her war der vierte und letzte Abschnitt kaum zu überbieten. Kein Team führte in diesem mit mehr als zwei Punkten.  Die Netzhoppers kämpften mit tollem Einsatz um jeden Ball und wollten mit aller Macht den fünften Tie-Break in Folge in dieser Saison schaffen. Diese lag auch im Bereich des Möglichen, doch die vier folgenden Aufschlagfehler von Jose Jardim, Timmermann, Stefan Kaibald und Brandon Leeson verhinderten die Sensation. So war es der wertvollste Spieler der Partie (MVP) Benjamin Patch, der erst hart servierte und anschließend mit seinem punktgenauen Abschluss den erfolgreichen Schlusspunkt zum 27:25 setzte.

„Wir haben ja heute gezeigt, dass wir gut aufschlagen können. Zum Schluss waren es halt die Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten. Wir wollen in diesem Moment zu viel und machten so die Fehler. Wir können zwar stolz auf unsere Leistung sein, trotzdem war es am Ende sehr ärgerlich, dass wir uns nicht wenigstens mit einem Punkt belohnten, der sicherlich drin war“, sagte Timmermann etwas frustriert nach der Niederlage gegen die BR Volleys.

Bilder zum Spiel bei Dagmar Jaschen.

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