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BundesligaNetzhoppers

Netzhoppers unterliegen in Frankfurt

By 23. Dezember 2021No Comments
Leider wurde es nichts mit einem vorzeitigen  Weihnachtsgeschenk für Blake Leeson vom Volleyball-Bundesligisten Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee. Er und seine Teamkollegen kassierten am Mittwochabend eine deutliche Niederlage im Nachholspiel bei United Volleys Frankfurt am Main. Nach nur 65 Minuten mussten sich die Dahmeländer beim Team ihres ehemaligen Trainers Christophe Achten mit 0:3-Sätzen (19:25, 18:25, 17:25) geschlagen geben. Bereits das Hinspiel verloren die Netzhoppers nach einem deutlich besseren Auftritt knapp mit 2:3-Sätzen.
„Wir haben im ersten Durchgang wirklich gut begonnen, konnten den Schwung jedoch nicht in die folgenden Abschnitte mitnehmen. Wir haben derzeit kein richtiges Selbstbewusstsein. Aus diesem Grund gelingt es uns aktuell einfach zu selten, die einfachen Dinge gut zu machen. Daran müssen wir in den kommenden Partien unbedingt arbeiten, dann werden wir auch wieder erfolgreich sein“, schätzt Mittelblocker Blake Leeson die Begegnung in der Ballsporthalle ein.
Für ihn persönlich lief es am Mittwoch ebenfalls nicht wirklich gut, denn er konnte keinen einzigen Blockpunkt für seine Mannschaft erzielen. Das sah in den Partien zuvor schon viel besser aus, denn im Ranking der Volleyball-Bundesliga aller Mittelblocker belegt der 26-Jährige mit zwölf Blockpunkten aktuell den fünften Platz. Von seinen Qualitäten am Netz schwärmte vor ein paar Wochen auch schon Ex-Netzhoppers-Spieler Björn Andrae vom Ligakonkurrenten SWD Powervolleys Düren, der in dieser Woche bereits zum vierten Mal in seiner langen Karriere zum „Spieler des Jahres“ gewählt wurde. „Mit Leeson ist den Netzhoppers vor dieser Saison ein wahrer Glücksgriff gelungen, denn er ist unheimlich abwehrstark und zudem ein richtig guter Aufschläger“, lobt der 40-Jährige, der insgesamt 280 Mal für Deutschland spielte, den 2,03 Meter großen US-Amerikaner im Trikot der Brandenburger. Auch Teamkollege Dirk Westphal, der zusammen mit Andrae im Nationalteam agierte, ist von seinem Mitspieler sehr begeistert: „Blake ist ein großer Mittelblocker, der sehr gute Offensivelemente hat und noch jede Menge Entwicklungspotenzial mitbringt.“
Leeson hat die Partie in Frankfurt jedenfalls schon abgehakt und das Weihnachtsfest im Kopf, das er nicht das erste Mal nicht in seiner bisherigen Sportlaufbahn in seinem Heimatort Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin feiern kann. „Bereits zu meiner Zeit in Finnland und in der Schweiz war ich Weihnachten nicht zu Hause. Das ist halt der Preis, den man als Sportprofi zahlen muss“, sagt Leeson, dem die traditionellen Gebräuche aus seiner Heimat schon etwas fehlen. „Zu Hause gehen wir immer am Weihnachtstag in die Kirche, die Geschenke gibt es dann bereits am Abend, nicht wie sonst in den USA üblich am ersten Feiertag“, erzählt er. „Aufgrund von Corona wird niemand von meiner Familie Weihnachten bei mir zu Gast sein. Aber meine Eltern haben sich zum Ende der Saison angekündigt, da sie noch nie in Deutschland waren.“ Ganz alleine wird er die Feiertage nicht verbringen müssen, denn zusammen mit einigen Mitspielern und seiner Freundin wird er in Berlin einen Weihnachtsmarkt besuchen. „An Heiligabend werden wir zusammen Essen und sicherlich auch etwas spielen. Wir wollen die Zeit zusammen genießen und etwas Spaß haben in der aktuell sehr schwierigen Zeit.“
Leeson wurde am 7. Juni 1995 in Milwaukee in den USA geboren. Mit dem Volleyball hat er recht spät begonnen, denn erst mit 17 Jahren lernte er die Regeln dieser Ballsportart. Seine erste Vereinsstation war die Ohio State University. 2019 wechselte der 26-Jährige nach Europa, wo er bei Club Raison Loimu in Turku (Finnland) anheuerte. Nur ein Jahr später folgte der Wechsel zum Volleyball Club Lausanne UC, der in der Schweiz beheimatet ist. Seine dritte Auslandsstation sind seit dieser Spielzeit die Netzhoppers, wo er sich nach einigen Monaten immer noch pudelwohl fühlt. „Es war schon immer ein großer Traum von mir, in Deutschland Volleyball zu spielen. Dieser wurde im Sommer wahr. Ich genieße die Zeit bei den Netzhoppers sehr, denn wir sind wirklich ein tolles Team, in dem mir das Spielen sehr viel Spaß macht“, erzählt der US-Amerikaner, der mit Brandon Rattray und Max Chamberlain noch zwei Landsmänner in der Netzhoppers-Truppe hat.
Bereits nach Weihnachten stehen noch zwei wichtige Partien in der Landkost-Arena für die Dahmeländer auf dem Programm. Am Dienstag (28. Dezember) empfangen sie um 18 Uhr Herrsching und zwei Tage später ist ebenfalls um 18 Uhr Ligaschlusslicht Haching München zu Gast. „Wir wollen schon mit etwas Zählbarem das Sportjahr beenden“, wünscht sich Leeson für die letzten beiden Begegnungen 2021.

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