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BundesligaNetzhoppers

Netzhoppers ohne Punktgewinn

By 20. Februar 2022No Comments

Einen enttäuschenden Auftritt zeigte Volleyball-Bundesligist Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee im fünften Zwischenrundenspiel. Vor 100 Zuschauern in der Landkost-Arena verloren die Dahmeländer gegen Tabellenführer SVG Lüneburg nach nur 75 Minuten mit 0:3-Sätzen (20:25, 18:25, 20:25). Kein Spieler erreichte annähernd die Form vom Heimspiel zuvor, bei dem Helios Grizzlys Giesen deutlich mit 3:0 in die Schranken gewiesen wurde. Besonders die Leistungsträger wie Theo Timmermann und Brandon Rattray blieben mit jeweils sechs Punkten weit unter ihren Möglichkeiten.

So war es auch nicht groß verwunderlich, dass Netzhoppers-Trainer Tomasz Wasilkowski keine Erklärung hatte, warum sein Team innerhalb von sieben Tagen zwei verschiedene Gesichter zeigte. „Ich kann diese Leistung meiner Mannschaft wirklich nicht erklären. Sie hat gut trainiert und ich hatte außer Dirk Westphal alle Mann an Bord. Im Spiel hat bei uns aber nicht wirklich viel funktioniert“, erkannte er.
 Zufrieden mit dem Auftritt seines Teams war jedenfalls SVG-Trainer Stephan Hübner, der mit Lüneburg als Zwischenrunden-Erster in die entscheidende Saisonphase gehen wird: „Wir sind hoch konzentriert in die Begegnung gestartet und haben den Gegner absolut ernst genommen. Mein Team hat zudem sehr diszipliniert gespielt und die Dinge umgesetzt, die wir vorher besprochen haben. Unser Sieg war aus diesen Gründen absolut verdient.“
Im Gegensatz zu den Netzhoppers hatte er bei seiner Aufstellung leichte Personalprobleme, denn kurzfristig fiel Libero Tyler Koslowski für das Match aus. „Seine Tochter wurde positiv auf Corona getestet. Deshalb haben wir vorsichtshalber auf ihn verzichtet. Sein Vertreter Tim Stöhr hat Tyler jedenfalls gut ersetzt“, freute sich Hübner, der eine Anfangsphase des ersten Satzes erlebte, in der seine Mannschaft ständig einem Rückstand hinterher rannte. Die Gastgeber erwischten einen guten Start und setzten sich schnell auf 5:2 ab. In dieser frühen Phase der Partie hatten die Netzhoppers den Gegner noch gut im Griff, der sich noch zu viele leichte Fehler leistete. Erst nach einem 3:0-Lauf zum 12:12 war die SVG so richtig in der Partie. Der anschließende starke Block von Dalton Solbrig zum 13:12 brachte die erste Lüneburger Führung, die auch bis zum Ende des Durchganges Bestand hatte. Das lag sicherlich auch daran, dass bei vielen guten Möglichkeiten der Netzhoppers (Timmermann, Rattray) klare Bälle im Aus landeten. Wasilkowski reagierte noch einmal und wechselte beim Stand von 17:21 Denys Kaliberda für Max Schulz ein, doch dieser Tausch zahlte sich nicht mehr aus, denn den Satz sicherten sich die Niedersachsen mit 25:21, nachdem ein Aufschlag von Kaliberda ebenfalls viel zu lang war.
Der folgende Satz ähnelte zu Beginn etwas dem zuvor, denn die Brandenburger führten schnell mit 5:2. Durch zu viele leichte Fehler beim Aufschlag und in der Annahme hatten die Lüneburger anschließend leichtes Spiel, beim 7:6 übernahmen sie die Regie auf der Platte. Angetrieben von einem bärenstark auf der Außenposition agierenden Jordan Ewert (13 Zähler), der bei seinen Abschlüssen kaum zu stoppen war, zog das Hübner-Team Punkt um Punkt davon (11:7, 16:10, 22:14). Die Netzhoppers schafften es nicht mehr, den Lauf der Gäste in irgendeiner Form zu stoppen. Erneut war es Kaibald, der mit einem weiteren Aufschlagfehler zum 18:25 den Satzgewinn für die Lüneburger perfekt machte.
Die Fehlerquote bei den Netzhoppers wurde auch im dritten Durchgang zu einem entscheidenden Faktor. So richtig unglücklich agierte der nach seiner Lebensmittelvergiftung wieder genesene Stefan Kaibald, dem drei Annahmefehler in Folge unterliefen. Diese Schwäche nutzte die SVG-Mannschaft unter anderem so richtig gnadenlos aus, sodass nach 23 Minuten nach einem erfolgreichen Abschluss von Ewert ein 25:20 auf der Anzeigetafel zu lesen war.
Zu einem richtigen Endspiel um den zweiten Zwischenrunden-Platz kommt es am kommenden Sonntag, dem 27. Februar, um 15 Uhr, wenn die Netzhoppers (12 Punkte) beim derzeitigen Zweiten WWK Volleys Herrsching (14) das letzte Match vor den Play-offs spielen müssen. „Uns hilft nur ein Erfolg mit drei Zählern, wollen wir Herrsching im Ranking noch überholen“, ist sich Wasilkowski über die schwierige Aufgabe im Münchener Audi Dome bewusst.

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