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Bundesliga

Die SerienMOERSer

By 26. Januar 2011No Comments

Vier Siege in Folge wären dann doch des Guten zu viel gewesen. Für die tolle Serie der NETZHOPPERS KW-Bestensee hatten die Gäste aus Moers wohl auch keinen Sinn, als sie Mittwochabend in die Landkost-Arena kamen, um mit einem 3:1 (21; 28:26; 23; 18) wieder von dannen zu ziehen.

 

Überraschend fix passte sich das Geschehen in der Halle den meteorologischen Begebenheiten vor der Landkost-Arena an: Das Duell NETZHOPPERS vs. MSC ließ sich stürmisch an:

Die Adler aus Moers hinterließen dabei jedoch von Beginn an den besseren Eindruck, was sich trotz cleveren Aufschlagspiels der Culic-Truppe in einer beständigen Führung bemerkbar machte. Immer wieder waren es die Mittelblocker Jairo Hooi und Henning Wegter (späterer MVP), die dem Spitznamen ihres Teams in puncto Handlungshöhe alle Ehre machten. Bei hoher Fehlaufschlagquote auf beiden Seiten des Netzes war es schließlich nicht verwunderlich, dass die Gäste aus dem Westen der Republik schnell davonzogen und den Satzgewinn (21:25) eintüteten. Lediglich Libero Sebastian Prüsener, der sich aufgrund der ausgesprochen grazilen Ausübung seines Amtes durchaus als „Beckenbauer des Volleyballes“ rühmen könnte, sorgte schon für Glanztaten bei den gastgebenden NETZHOPPERS KW-Bestensee.

Doch der Gastgeber mit Wut im Bauch und dem vorher fehlenden Glanz im Sinn: Nur das fehlerhafte Aufschlagspiel behinderte mehr als eine 2-Punkte-Führung. Wiederholt erklang Sido‘s „Mein Block“ in der Brandenburger Hölle – Ursache einmal mehr „Krakenmann“ Gavra Meduric, der seine Hände zwischen Moerser Angriff und eigenes Feld zu bringen vermochte. Glücklicherweise fand nun auch Matthias Böhme zu seinem Spiel und so steuerten die Dahmeländer bis zum Stande von 22:19 dem Satzausgleich entgegen. Knapper als erhofft und nach Rallyes, die pure Werbung für Bundesligavolleyball machten und in denen Arvid Kinder nach Kollision mit dem Netzpfosten nur knapp dem Exitus entrann, konnte dieser dann auch realisiert werden (28:26).

5:1 zu Beginn des dritten Satzes! Das erheiterte die 400 Anwesenden schon. Auf gut Deutsch gesagt die „Schnauze voll“ hatte wohl Oranje-MSC‘ler Jairo Hooi, der zwar Beine wie Streichhölzer, dafür aber einen Armzug wie ein Hubschrauber hat – die Mannschaft von Chang-Cheng Liu zur technischen Auszeit wieder in Front (7:8). Gleichauf gingen die Kontrahenten in die Endphase des Satzes (19:19), bevor der Moerser SC glücklich triumphierte (23:25).

Auch zu Beginn des abschließenden Durchganges blieben die Moerser kaum einen Beweis ihrer Klasse schuldig. Die beeindruckende Sicherheit im Annahmeriegel der Gäste, die dem NETZHOPPERS-Block schon den ganzen Abend über Mühsalen bereitet hatte sowie einige vermeidbare Fehler auf Seiten der Hausherren verursachten rasch einen Vorsprung von 5-6 Zählern für den MSC.

Spätestens als Marvin Prolingheuer seinem Trainer Chang-Cheng Liu mit seinem Block zur 8-Punkte-Führung das Mienenspiel eines Weihnachtsmannes auf sein Mittwochabendgesicht zauberte, war das Spiel entschieden. Die NETZHOPPERS samt Anhang protestierten nochmals heftig, nachdem Gäste-Libero Óscar Rodriguez den Ball bei seinem Feldzuspiel ähnlich lange gehalten hatte wie „Harry Potter“ seine Führungsposition in sämtlichen Bestsellerlisten, doch auch mehrere Wechsel von Trainer Culic konnten dem Lauf der Männer vom Niederrhein nichts anhaben. Das 18:25 spiegelte die tatsächlichen Kräfteverhältnisse des Abends nicht wieder.

Ähnlich wie Juliane Stoffregen, die als Showact nach Spielende „When love takes over“ zum Besten gab, verkauften sich die NETZHOPPERS lange gut. Dies befand auch Kapitän Manuel Rieke, der Moers zwar eine „gute Leistung“ und vor allem einen hervorragenden Schnellangriff bescheinigte, aber auch kritisierte, dass man nach dem „durch eine strittige Schiedsrichterentscheidung unglücklichen Verlust“ des dritten Satzes nicht hätte „einbrechen“ dürfen.

Die Chance auf den Start einer neuen Serie bietet sich den Dahmeländern schon in drei Tagen, wenn man kommenden Samstag auswärts auf Tabellennachbar VC Gotha trifft. Ab ca. 19:45 Uhr berichten die NETZHOPPERS live per Ticker auf „www.netzhoppers.org“.

 

Paul Hofmann
Kommunikation NETZHOPPERS

 

Weitere Bilder findet ihr hier.

 

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