Bundesliga

Aus einer anderen Liga

Von 28. November 2010Keine Kommentare

Anfangs schien es, als könnten sich die NETZHOPPERS KW-Bestensee am ersten Advent ihrem vermeintlich übermächtigen Pokalkontrahenten vom Bodensee erwehren. Letztlich ließ der Serienmeister der letzten Jahre jedoch keine Zweifel an seiner Überlegenheit. So wurden die Zuschauer Zeugen eines 0:3 (24; 14; 13), mit dem die Volleyballgiganten vom VfB Friedrichshafen ins Viertelfinale des DVV-Pokals einziehen.

Dabei schickte VfB-Erfolgstrainer Stelian Moculescu eine „1b-Sechs“ auf das Parkett der Landkost-Arena. Das Unterfangen, dieser möglichst große Gegenwehr zu leisten, startete überaus erfolgreich: Die Dahmeländer wussten sich immer wieder zielstrebig gegen den Block der Gäste durchzusetzen und bereiteten deren Annahmeriegel durch den nötigen Aufschlagdruck einen alles andere als sanften Start ins Spiel. So hielt man ein beständiges Polster von 3-4 Punkten. Die Häfler um Kapitän Joao José jedoch blieben den Nachweis, eine Spitzenmannschaft zu sein, nicht schuldig und glichen beim 17:17 erstmals wieder aus. Beide Mannschaften bewegten sich im Gleichschritt einem spannenden Satzende entgegen, ehe Eduardo Nunes per Fehlaufschlag und Adrian Gontariu mit seinem Angriff dem Rekordmeister einen knappen Satzgewinn ermöglichten (24:26).

Eingangs des zweiten Satzes standen sich beide Teams in puncto Blockstärke und Aufschlagfehler in nichts nach. Der VfB Friedrichshafen schien allerdings keineswegs Lust zu verspüren, einen ähnlich knappen Satz wie den ersten zu bestreiten, setzte sich peu à peu ab und bescherte dem Heimteam so zweimal 30 Sekunden mit seinem Trainer Culic (12:18 und 13:21). Dass sich der Serienmeister einen derartigen Vorsprung nicht nehmen lassen würde, bewies spätestens Diagonalspieler Adrian Gontariu mit Sprungaufschlägen, die (einer Naturgewalt ähnelnd) die NETZHOPPERS-Punktetafel bei 14 stehen ließ.

Unbeirrt und präzise wie ein Schweizer Uhrwerk setzten die Häfler auch in Satz Nummer 3 ihr Spiel fort. Die Stände von 5:8 zur ersten technischen Auszeit, 7:14 sowie 10:20 unterstrichen die Dominanz des Meisters, der den Druck im Aufschlagspiel hielt und die Angriffe der Gastgeber allzu oft schon per Block unterband. Mit einem 13:25 sicherte sich die Truppe vom Bodensee letztlich absolut verdient den Einzug in die nächste Runde des DVV-Pokals.

Die erwartete Niederlage kommentierte NETZHOPPERS-Trainer Mirko Culic anschließend eher lakonisch: „Friedrichshafen ist einfach zu gut.“, ehe er weiterhin anmerkte: „Die spielen in ihrer eigenen Liga. Das ist ein Niveau, das wir bei weitem nicht erreichen. Wir haben im ersten Satz stark begonnen, da wir gut aufgeschlagen und unsere Annahme gehalten haben. Mit zunehmender Spieldauer fand der VfB endgültig zu seinem Spiel und wir waren die klar unterlegene Mannschaft.“

Im Gegensatz zu diesem Pokalauftritt geht es am Mittwoch (ab 19 Uhr) im „4-Punkte-Spiel“ gegen den CV Mitteldeutschland für das gastgebende Team um Kapitän Manuel Rieke darum, sich nach den ernüchternden letzten Wochen wieder Punkte und Selbstvertrauen zu holen.

Paul Hofmann

Kommunikation NETZHOPPERS

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