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BundesligaNetzhoppers

Überraschung in Düren

By 6. Februar 2017No Comments

„Jetzt gebe ich den Jungs erst einmal einen aus“, kündigte Netzhoppers-Coach Mirko Culic sofort nach Spielschluss an, nachdem das Team an seinem 54. Geburtstag einen im Vorfeld sicherlich nicht so zu erwartenden 3:1-Erfolg (20:25, 25:23, 25:22, 25:20) beim Tabellenvierten SWD Powervolleys Düren einfahren konnte. „Wir haben heute großartig gespielt und hatten vielleicht das Glück, dass wir Düren an einem sehr schlechten Tag erwischt haben“, so Culic weiter, der sich ein breites Grinsen an seiner alten Wirkungsstätte nicht verkneifen konnte, als er auf dem Weg zur Pressekonferenz war.

Ihm war es gelungen, seine Jungs auf die heimstarken Westfalen hervorragend einzustellen. Immerhin konnten diese in eigener Halle bereits einen 3:0-Erfolg gegen den VfB Friedrichshafen in der laufenden Saison verbuchen. Düren-Coach Tommi Tiilikainen wollte die schlechte Leistung der Powervolleys nicht damit begründen, dass sie nur einen Tag zuvor bereits gegen den VCO Olympia Berlin, die Mannschaft der Netzhoppers SolWo Königspark KW saß mit im Publikum,  im Einsatz war (3:0-Sieg): „Ich hätte meine Jungs gegen die Brandenburger einfach noch besser vorbereiten müssen. Deshalb waren wir auch nicht für die Show bereit.“ Sein Mittelblocker Michael Andrei fügte hinzu: „Wir haben heute nicht unser Spiel gespielt. Die Netzhoppers waren wirklich gut und haben das eiskalt ausgenutzt. Vielleicht war die Niederlage ein Weckruf zur rechten Zeit. Wir können solche Spiele nicht einfach so im Vorbeigehen gewinnen. Das sollte heute jedem klar geworden sein.“

Mit einer wahren Meisterleistung zogen die Netzhoppers den Gastgebern frühzeitig im Match den Zahn. Die 1423 Zuschauer, darunter mit Jenny, Romina und Brian Päplow sowie Patrick Grieppentrog auch  vier Fans aus Königs Wusterhausen, sahen eine Brandenburger Mannschaft, die in den Elementen Angriff, Aufschlag und Abwehr einen bärenstarken Auftritt hinlegte, der wohl beste in dieser Saison überhaupt.

Im ersten Durchgang erwischten die Gäste aus dem Dahmeland einen Traumstart. Schnell lagen die Netzhoppers mit 7:4 vorn. Die Powervolleys benötigten eine Zeit, um sich auf die schnelle und direkte Spielweise der Brandenburger einzustellen. Nach einem erfolgreichen Block von Blankenau lag Düren überhaupt das erste Mal mit 10:9 vorn. Bis zum 18:18 agierte das Culic-Team weiterhin mit den Gastgebern auf Augenhöhe, musste aber aufgrund einiger Abstimmungsprobleme in der wichtigen Endphase noch den Satz mit 20:25 an die Powervolleys abgeben. In den nächsten drei Durchgängen ließen die Netzhoppers SolWo Königspark KW nichts mehr anbrennen. Immer wieder angetrieben durch Kapitän Björn Andrae, der völlig zu recht zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt wurde, wurden diese Sätze mit 25:23, 25:22 und 25:20 konzentriert zu Ende gespielt. Der Kapitän wusste nach Spielschluss ganz genau, worauf dieser Erfolg in Düren zurückzuführen war: „Ich glaube, wir haben überdurchschnittlich gut und sehr stabil gespielt, was ja bei den Powervolleys nicht so einfach ist. Ich hatte zwar einen guten Tag, aber mein Kompliment geht an die ganze Truppe, die einen super Job gemacht hat“, so Andrae, „wir sind sehr froh über die drei Punkte, die für uns unheimlich wichtig sind. Auf diese Leistung können wir in den kommenden Partien sicherlich aufbauen.“

Gelegenheit dazu haben die Netzhoppers bereits am kommenden Sonntag, dem 12. Februar, wenn es um 16 Uhr das zweite Mal in dieser Spielzeit in der Bestenseer Landkost-Arena gegen Rekordmeister VfB Friedrichshafen geht. Im Pokalhalbfinale kassierten die Dahmeländer eine klare 0:3-Niederlage gegen die Mannschaft vom Bodensee.

 

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