BundesligaNetzhoppers

Netzhoppers treten gegen United Volleys an

By 8. Januar 2021No Comments

Bereits das zweite Rückrundenspiel bestreitet Volleyball-Bundesligist Netzhoppers KW-Bestensee am Samstagabend. Um 19.30 Uhr ist das Dahmeland-Team in der Fraport-Arena bei den United Volleys aus Frankfurt am Main zu Gast. Gegen die Hessen konnten die Brandenburger das Hinspiel am 24. Oktober 2020 klar und deutlich mit 3:0-Sätzen gewinnen. In der Tabelle bieten sich beide Mannschaften derzeit einen echten Fight, denn nur zwei Punkte hinter den Netzhoppers (13) liegt United auf dem siebten Rang (11). Bereits am 28. Februar sehen sich beide Teams erneut wieder, wenn es in der Mannheimer SAP-Arena im Endspiel des deutschen DVV-Pokals um den Titelgewinn geht.

„Mit einem 3:0- oder 3:1-Sieg können wir den Abstand in der Tabelle auf fünf Punkte gegenüber Frankfurt vergrößern. Das wäre schon ein wichtiger und großer Schritt im Kampf um einen guten Play-off-Platz“, weiß Netzhoppers-Coach Christophe Achten, der einige turbulente Wochen außerhalb des Volleyballsports hinter sich zu liegen hat. Am 21. Dezember 2020 kam seine Tochter Estée zur Welt, die ihn und seine Ehefrau Stephanie van Bree seit diesem Tag so richtig auf Trap hält. „An geregelten Schlaf war nur sehr selten zu denken, da unsere Tochter alle drei Stunden die Flasche benötigte. Stephanie und ich haben uns da immer fair abgewechselt“, berichtet der Belgier, der trotzdem ein paar ruhige Feiertage verleben durfte. „Weihnachten haben meine Frau, Estée und ich zuhause verbracht. Wir hatten nur die Schwiegereltern zu Besuch, weil in Belgien ähnliche strenge Auflagen wegen des Coronavirus wie in Deutschland gelten. Auch den Jahreswechsel haben wir ganz besinnlich daheim gefeiert.“

Bereits seit dem vergangenen Sonntag ist er wieder zurück im Dahmeland, um das Team auf das schwere Match bei den Volleys vorzubereiten. „Vom 28. bis zum 30. Dezember leitete mein Co-Trainer Florian Grüschow die Einheiten mit dem Team. Ich habe mich nach drei freien Tagen für die Mannschaft ab dem 3. Januar um die körperliche Fitness der Jungs gekümmert“, berichtet Achten, „das Team hat echt gut mitgemacht, super trainiert und brennt auf das Spiel gegen die United Volleys.“ Leider muss der Belgier auf den verletzten Außenangreifer Jan Jalowietzki verzichten, der aufgrund von Schulterproblemen nicht mit nach Hessen gereist ist. „Ich hoffe, dass Jan beim Heimspiel gegen Lüneburg in einer Woche wieder mit von der Partie ist, da er bis zu seiner Verletzung doch echt gut trainiert hat“, so Achten.

Vor der Frankfurtern hat er im Vorfeld der Begegnung gehörigen Respekt. „Ich erwarte eine kampf- und spielstarke Frankfurter Mannschaft, die sich sicherlich für die Hinspielniederlage revanchieren möchte. Das Pokalfinale ist für beide Teams noch sehr weit weg. Wir fokussieren uns jedenfalls voll auf die Liga, da wie in dieser noch einige Punkte benötigen. Ich werde kein Risiko eingehen, sondern meine stärksten Spieler auf die Platte schicken, um etwas Zählbares zu holen“, informiert der Netzhoppers-Coach.

Eine allzu besondere Vorbedeutung will United-Coach Juan Manuel Serramalera der Bundesligapartie ebenfalls nicht beimessen: „Ein Pokal-Endspiel ist dann doch immer noch einmal etwas ganz anderes.“ Er muss es ja wissen, denn schließlich konnte der Argentinier kurz vor seinem Wechsel nach Frankfurt mit seinem Club Obras de San Juan sensationell den Pokalsieg in seinem Heimatland feiern. Mit einem größtenteils jungen und unerfahrenen Team gelang ihm dort darüber hinaus etwas, was er ebenfalls nur allzu gern mit den United Volleys wiederholen würde. Nach einem schlechten Saisonstart wurde die Mannschaft in der Rückrunde immer stärker und legte eine Aufholjagd hin, die sie bis ins Play-off-Finale führte, welches erst im allerletzten Spiel im Tiebreak verloren wurde.

Auch die United Volleys sind etwas vom Verletzungspech geplagt, denn ihr erster Zuspieler Matthias Valkiers fällt ebenfalls für das Match gegen die Netzhoppers aus. „Das könnte schon ein kleiner Vorteil für uns sein“, sagt Achten, der seinen verletzten belgischen Landsmann natürlich aus dem Effeff kennt. „Mit Mario Schmidgall hat Frankfurt noch einen zweiten guten Zuspieler, der ebenfalls seine Qualitäten besitzt und in den vergangenen Partien schon gehörig Spielpraxis bei den Volleys sammeln konnte.“

Unmittelbar nach dem Spiel in Frankfurt düst Achten mit dem Auto in seinen belgischen Wohnort Ranst in der Region Flandern unweit von Antwerpen, um seine Familie abzuholen. „Stephanie und Estée begleiten mich nach Königs Wusterhausen, wo sie in den nächsten Wochen bei mir leben werden. Ich freue mich sehr, beide wieder bei mir zu haben.“

Leave a Reply

57 + = 61

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.