BundesligaNetzhoppers

Netzhoppers KW-Bestensee überzeugen im Heimspiel

Nach vier Niederlagen in Folge – die teilweise sehr unglücklich waren – ist Volleyball-Bundesligist Netzhoppers KW-Bestensee wieder ein Sieg gelungen. Vor 524 Zuschauern in der Landkost-Arena besiegten die Brandenburger SWD powervolleys Düren aus Nordrhein-Westfalen total verdient mit 3:1-Sätzen (29:27, 25:22, 22:25, 25:23). Dementsprechend gute Laune hatte Netzhoppers-Coach Mirko Culic nach der 119 Minuten dauernden Begegnung. „Es hat mich sehr gefreut, dass meine Jungs die sehr gute Leistung vom Match zwei Tage zuvor bei den BR Volleys gegen Düren bestätigen konnten. Dieser Erfolg war heute unheimlich wichtig, da wir jetzt im Rennen um Play-off-Platz acht wieder mit dabei sind“, so Culic, der vor seiner Anstellung bei den Netzhoppers von 2006 bis 2008 auch schon Trainer in Düren war.
Nicht so gute Laune hatte mit Björn Andrae ein ehemaliger Netzhoppers-Akteur (2016 – 2018), der sich die Rückkehr in seine alte Wirkungsstätte sicherlich etwas anders vorgestellt hätte. „Wir wollten hier schon etwas Zählbares mitnehmen. Man muss aber auch ehrlich sagen, dass die Netzhoppers eine richtig gute Leistung gegen uns zeigten. Im Hinblick auf das Pokalfinale gegen die BR Volleys in Mannheim am 16. Februar müssen wir uns noch deutlich steigern, um dem Deutschen Meister ein heißes Endspiel zu liefern“, so der 280-fache Nationalspieler.
Die Gastgeber starteten sehr konzentriert in das Spiel und führten schnell mit 4:2. Düren zeigte sich nur kurz geschockt, denn nach einem kurzen Zwischenspurt konnte sich die Mannschaft von Coach Stefan Falter auf 10:7 absetzen. Bis zum 18:18 lagen die powervolleys in Front. In den folgenden Minuten wechselte die Führung ständig. Mit einem krachenden Schmetterball zum 28:27 sorgte Theo Timmermann für eine kleine Vorentscheidung. Luke Herr, der schon wie in Berlin eine hervorragenden Leistung als Zuspieler zeigte, machte mit einem starken Block endgültig den Sack zu – 29:27 (36 Minuten).
Der zweite Abschnitt ähnelte in der Anfangsphase dem des ersten. Durch konzentrierte Abschlüsse und sehr starke Annahmesituationen setzten sich die Hausherren bis auf 6:2 ab. Düren zeigte jedoch sehr viel Kampfgeist und kämpfte sich auf 8:8 heran. Nachdem die Netzhoppers sich wieder eine kleine Führung erspielten (13:10), reagierte Gästetrainer Stefan Falter und brachte seinen 38-jährigen Routinier Björn Andrae unter dem lautstarkem Applaus der Zuschauer erstmals in die Partie. Auch die Erfahrung des dreifachen Volleyballer des Jahres reichte nicht aus, um den Netzhoppers noch den zweiten Satz streitig zu machen. Dirk Westphal nutzte den zweiten Satzball zur 2:0-Führung aus (25:20, 28).
Der dritte Durchgang wurde ebenfalls von beiden Teams total auf Augenhöhe geführt. So richtig gelang es in der Anfangsphase keiner Mannschaft, sich einen kleinen Vorsprung zu erspielen (4:4, 6:6). Anschließend setzten sich die Dahmeländer auf 9:6 ab, doch zeigte das Team dann eine kleine Schwächephase, die von den powervolleys eiskalt ausgenutzt wurde. Nach einem 9:2-Lauf konnte Düren mit 15:11 in Führung gehen. Diesen Vorsprung verwalteten die Westdeutschen bis zum Schluss des Satzes (25:22, 26).
Auch der vierte Abschnitt war von beiden Bundesligisten sehr hart umkämpft, denn nach einer 5:2-Führung der Netzhoppers konnte Düren beim 7:7 den Ausgleich herstellen. Wie schon in den drei Durchgängen zuvor wechselte die Führung ständig (7:8, 14:13, 17:16, 18:19). In der spielentscheidenden Phase, man merkte dem Culic-Team an, dass es nicht wie in den drei Begegnungen zuvor in den Tie-Break gehen wollte, konnten die Brandenburger noch einmal an ihre absolute Leistungsgrenze gehen. Düren lag zwar kurz vor dem Satzende mit 23:22 in Front, doch zwei starke Abschlüsse von Theo Timmermann und Kapitän Casey Schouten sorgten für den ersten Matchball. Mit einem krachenden Aufschlag genau auf die Außenlinie sorgte Luke Herr für einen 25:23-Erfolg im vierten Abschnitt, der drei wichtige Punkte in der Tabelle brachte.
Selbst Gästecoach Falter lobte die Angabe von Herr nach dem Spiel „Vor dem Matchball, einem knallhart servierten Aufschlag, musste man den Hut ziehen“, sagte Falter, der ganz genau wusste, warum seine Mannschaft am Ende mit leeren Händen die Heimreise antreten musste: „Wir haben das Duell in Aufschlag und Annahme ganz einfach verloren. Da waren die Netzhoppers besser. Das muss man anerkennen.“ Wertvollste Spieler der Partie wurden Theo Timmermann (Netzhoppers, Goldmedaille) und Tim Broshog (Düren, Silber), der in der Saison 2007/2008 auch schon bei den Netzhoppers aktiv war.
Am kommenden Wochenende haben die Dahmeländer spielfrei. Das nächste Heimspiel bestreiten die Dahmeländer am Sonnabend, den 1. Februar, um 18 Uhr in der Landkost-Arena gegen die Volleyball Bisons Bühl. „Bühl war für uns in der Vergangenheit immer ein sehr unangenehmer Gegner. Nur wenn wir es schaffen, unser Niveau beim Aufschlag und in der Annahme zu halten, dann können wir auch gegen die Bisons einen Sieg einfahren“, weiß Culic im Vorfeld der Partie am ersten Samstag im Februar.
Fotos zum Spiel gibt es von Wolfgang Purann

 

Hinterlasse einen Kommentar

57 − = 54

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.