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Bundesliga

Netzhoppers kriegen Grenzen aufgezeigt

By 20. März 2010No Comments

Vor dem Spiel hatte Trainer Mirko Culic bescheidene Ziele ausgegeben. Der Meister sollte ein wenig geärgert und die Sätze möglichst lange offen gestaltet werden. Dieses Vorhaben gelang leider nur in Ansätzen.

Wer dachte, dass der VfB Friedrichshafen nur halbherzig gegen die Netzhoppers KW agieren würde, wurde eines Besseren belehrt. Der Meisterschaftsfavorit bot von Beginn an seine erste Sechs auf und untermauerte sogleich seine Ausnahmestellung in dieser Saison. Die Gastgeber präsentierten sich vor 1000 Zuschauern in der Landkost-Arena Bestensee zwar mit viel Einsatz und großem Kampfgeist, aber der VfB war in allen Spielbereichen eine Klasse besser. Durch das fast fehlerfreie Spiel des Favoriten gab es für die Netzhoppers in diesem Satz nichts zu holen und sie verloren ihn mit 16:25.

Eine Lehrstunde ereignete sich im zweiten Satz. Der VfB begann furios und lag schnell mit 11:6 in Führung. Nach einer Aufschlagserie von Lima Martins Idner Faustino war die Gegenwehr der Netzhoppers endgültig gebrochen und Mirko Culic verschaffte allen seinen Spielern Einsatzzeit. Die Gäste vom Bodensee ließen sich davon nicht irritieren und zogen ihr Spiel souverän durch. Letztlich wurden die Netzhoppers mit 10:25 ganz klar in ihre Schranken verwiesen.

Culic fand nach dem Spiel treffende Worte: „Friedrichshafen hat zwei Sätze lang auf einem Niveau gespielt, dass wir nicht haben und auch kaum ein anderer Verein. Sie haben uns in jeder Hinsicht beherrscht und wir hatten keine Idee, wie wir uns wehren können.“

Nach der Demontage im zweiten Spielabschnitt war der 10:5-Auftakt für den Meister im dritten Satz erwartungsgemäß. Danach mussten sich einige Zuschauer allerdings die Augen reiben. Sebastian Krause erzielte einen spektakulären Punkt zum 6:10 und setzte den VfB anschließend mit starken Aufschlägen unter Druck. Angeführt von einem furios aufspielenden Außenangreifer Krause waren die Netzhoppers wie im Rausch. Die Halle tobte und der haushohe Favorit geriet tatsächlich ins Wanken. Der Satz war zum Ende auf Messerschneide (21:21, 24:24, 29:29). Leider wurde dieser spannende Durchgang mit einer laut Culic „unglücklichen Schiedsrichterentscheidung“ unrühmlich beendet. Der erfolgreiche Netzhoppers-Block landet auf der Linie, wird jedoch vom Schiedsgericht Aus gegeben. So triumphierte der VfB in diesem Satz hauchdünn mit 31:29.

Die deutliche Leistungssteigerung im dritten Satz führte Culic vor allem auf die Einstellung seines Teams zurück: „Unser Team hat Charakter gezeigt. Wir wollten uns vor eigenem Publikum nicht komplett abschießen lassen. Sebastian Krause hat den Satz mit einer Energieleistung für uns gedreht.“

Trotz der Niederlage bleiben die Netzhoppers auf dem siebten Tabellenplatz, mit dem Mirko Culic nicht unzufrieden ist. Somit treffen die Brandenburger in der ersten Play-off Runde auf Generali Haching. Aufgrund der schlechteren Platzierung in der Hauptrunde müssen die Netzhoppers zuerst auswärts bei den Bayern antreten. Voraussichtlicher Spieltermin ist am 28.03.2010 um 16 Uhr.

Bilder vom Spieltag

 

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