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BundesligaNetzhoppers

Netzhoppers kehren mit Silbermedaille zurück

By 28. Februar 2021No Comments

Am Ende hat es nicht gereicht: Volleyball-Bundesligist Netzhoppers KW-Bestensee hat am Sonntag das DVV-Pokalfinale in der leeren Mannheimer SAP-Arena gegen Ligakonkurrent United Volleys aus Frankfurt am Main verloren.

Nach einer Spielzeit von nur 79 Minuten unterlag das Dahmeland-Team den Hessen mit 0:3 (23:25, 21:25, 22:25). „Trotz der Niederlage bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft, die eine hervorragende Pokalsaison leider nicht mit dem Titel gekrönt hat. Ich muss aber auch sagen, Frankfurt hat es gut gemacht.

Glückwunsch an die United Volleys, die verdient gewonnen haben“, sagte ein enttäuschter Netzhoppers-Coach Christophe Achten nach dem Match. „Jetzt haben wir am kommenden Samstag eine schwere Bundesliga-Partie in Giesen. Aus diesem Grund heißt es, die Niederlage schnell aus den Köpfen zu bekommen, dass wir nicht auch noch die Teilnahme an den Playoffs verpassen.“

Der Belgier konnte im Finale auf Kapitän und Zuspieler Byron Keturakis bauen, der rechtzeitig für die Begegnung nach seinen Rückenproblemen wieder fit war.

Am Anfang des ersten Satzes merkte man dem Kanadier jedoch an, dass er vor dem Endspiel nur zwei Trainingseinheiten mit seinen Mitspielern absolviert hatte, sodass die Abstimmung noch nicht passte. Frankfurt nutzte die schwache Anfangsphase der Brandenburger gnadenlos aus und setzte sich schnell mit 5:1 ab. Die Netzhoppers zeigten jedoch Kampfgeist und konnten nach einem Ausball von Noah Baxpöhler zum 11:11 ausgleichen. In den folgenden Minuten war es das Achten-Team, das das Spielgeschehen auf der Platte dominierte. Punkt für Punkt setzen sich die Brandenburger ab. Der vierte Zähler von Karli Allik im ersten Durchgang brachte eine eigentlich beruhigende 19:14-Führung für die Netzhoppers, die dann viel zu nervös agierten und zu fahrlässig mit ihren Möglichkeiten umgingen. United gab sich nicht geschlagen und war beim 22:22 wieder zurück im Spiel. Als dem kurz zuvor eingewechselten Kanadier James Jackson ein Aufschlagfehler unterlief, hatten die Volleys den ersten Satz im Sack (25:23).

Netzhoppers-Präsident Edmund Ahlers wusste, warum dieser Abschnitt noch an Frankfurt ging. „Man darf sich in so einer entscheidenden Phase nicht zu viel mit den Schiedsrichterentscheidungen beschäftigen, sondern einfach weiterspielen. Den ersten Abschnitt müssen die Jungs einfach gewinnen, dann sieht das Endresultat sicherlich auch anders aus“, so Ahlers, der das Team vor Ort in der Arena unterstützte.

Im folgenden Durchgang konnte sich keine Mannschaft in der Anfangsphase einen größeren Vorsprung herausspielen, die Führung wechselte fast im Minutentakt. Erst beim Stand von 14:12 lagen die Netzhoppers erstmalig mit zwei Punkten vorn. Wie schon im Satz zuvor gelang es der Mannschaft nicht, diese Führung ins Ziel zu retten. Angetrieben von einem ganz stark spielenden Jochen Schöps gelang es dem Bundesliga-Tabellensechsten in der Schlussphase des Abschnittes, selbst in Front zu gehen (18:17). Die etwas cleverer spielenden Hessen waren es dann, die mit dem 25:21 nach einem schönen Schmetterball von Daniel Malescha auch den zweiten Durchgang für sich entschieden. „Leider ist bei Byron Mitte des Satzes die alte Rückenverletzung zurückgekehrt. Aus diesem Grund quälte er sich mit Schmerzen durch den Rest des Spiels. Das war der Grund, warum seine Zuspiele nicht mehr mit der nötigen Präzision kamen“, informierte Achten.

Mit einem angeschlagenen Zuspieler war es dann nicht mehr möglich, der Partie noch die entscheidende Wende zu geben, wie es schon in den Pokalspielen gegen Düren, BR Volleys und Herrsching der Fall war, als die Netzhoppers alle drei Begegnungen noch nach 0:2-Satzrückständen gewannen. Frankfurt legte im letzten Abschnitt des Pokalendspiels einen traumhaften Start hin, denn nach wenigen Minuten führte das Team deutlich mit 9:4. Die Netzhoppers gaben noch einmal alles und kämpften sich noch bis auf 19:20 heran. Mehr war jedoch nicht mehr drin, denn Schöps nutzte den dritten Matchball zum 25:22 sehr routiniert aus. Ausschlaggebend für den Verlust des letzten Satzes waren sicherlich die zu vielen Aufschlagfehler der Netzhoppers in der Mitte des Durchganges, als nacheinander Allik, Weir, Keturakis und Mönnich ihre Angaben nicht im gegnerischen Feld unterbringen konnten.
„Ich glaube, es war schwer für die Jungs, wenn man noch nie in einem Endspiel gestanden hat, so ein Finale zu spielen. Bei Frankfurt waren viele endspielerfahrene Akteure in den Reihen. Das hat sicherlich den kleinen Unterschied ausgemacht“, sagte Ahlers. „Es war ein tolles Spiel, ich bin stolz auf das Team.“

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