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Netzhoppers erringen Heimsieg gegen Frankfurt

By 25. Oktober 2020No Comments
Netzhoppers-Coach Christophe Achten riss nach dem gewonnenen Matchball seines Teams jubelnd die Arme in die Höhe und ließ seinen Gefühlen freien Lauf. Anschließend drückte er seine Frau Stephanie, die extra für das Spiel der Netzhoppers gegen die United Volleys aus ihrer belgischen Heimat angereist war. „Sie sollte wohl öfter mal zu einem Spiel meines Teams kommen“, sagt Achten nach dem total verdienten 3:0-Erfolg (25:19, 27:25, 25:19) gegen das Volleyball-Bundesliga-Spitzenteam aus Frankfurt am Main. Stephanie van Bree, die selbst als Volleyballerin in ihrem Heimatland und Spanien aktiv war, lobte die Leistung der Netzhoppers. „Die Jungs haben ein ganz starkes Spiel gemacht und das Match gegen Frankfurt total verdient gewonnen.“
Auch ihr Mann war voll des Lobes für sein Team: „Wir haben unter der Woche nicht wirklich gut trainiert. Umso erstaunter war ich, was meine Mannschaft für ein Feuerwerk gegen Frankfurt abgebrannt hatte. Jeder hat für jeden gekämpft und vollen Einsatz gezeigt. Ich habe diese Leistung im Vorfeld nicht erwartet, aber durchaus gehofft, dass wir einen Punkt gegen die Volleys holen“, so der Netzhoppers-Coach, „auf diesen Auftritt lässt sich bei den nächsten Spielen sicherlich aufbauen. Einen großen Dank von meiner Seite  auch an unsere Fans in der Halle, die uns großartig unterstützt und nach vorne gepeitscht haben. Man hat nicht gemerkt, dass nur 100 Zuschauer aufgrund der strengen Hygieneregeln wegen des Coronavirus erlaubt waren.“
Eine kleine Hiobsbotschaft musste Achten vor dem Match gegen die Volleys verkraften, denn Routinier Dirk Westphal zog sich bei der Erwärmung eine Rückenverletzung zu, die einen Einsatz von Anfang an nicht zuließ. So nahm Theo Timmermann den Platz von Westphal ein und wusste seine Chance zu nutzen. Der 24-jährige Außenangreifer zeigte einen richtig bärenstarken Auftritt und wurde für diesen nach dem Match zum wertvollsten Spieler der Partie (MVP) gewählt.  Doch nicht nur Timmermann wusste gegen die Hessen zu überzeugen. Mit knallharten Aufschlägen und erfolgreichen Angriffsbällen zogen die Netzhoppers den Gästen frühzeitig den Zahn.  „Theo war heute stark. Obwohl er nicht wirklich gut trainiert hatte, wollte ich ihm das Vertrauen gegen Frankfurt schenken. Er hätte sowieso heute angefangen, denn ich hätte für ihn Karli Allik erst einmal draußen gelassen. Aufgrund der Verletzung von Dirk fing Karli doch an“, berichtet Achten.
Allik rechtfertigte seinen Einsatz mit starken Aufschlägen, die unter anderem dazu führten, dass die Dahmeländer sich im ersten Satz einen kleinen Drei-Punkte-Vorsprung erspielen konnten (8:5). Insgesamt gelangen dem Esten acht Zähler im Match gegen die Frankfurter. Dieser Vorsprung konnte durch eine konzentrierte Vorstellung bis auf sieben Zähler ausgebaut werden (17:10). Nach 25 Minuten stand ein 25:19 für die Netzhoppers auf der Anzeigetafel der Landkost-Arena. Es war für die Dahmeländer der erste Satzgewinn in eigener Halle gegen die Hessen seit zwei Jahren, denn in den letzten beiden Begegnungen zogen die Netzhoppers jeweils mit 0:3-Sätzen den Kürzeren.
Der zweite Durchgang verlief deutlich ausgeglichener, denn die Gäste wollten nicht auch diesen noch verlieren. Zwischenzeitlich lag Frankfurt mit 14:11 in Führung. Die Netzhoppers steckten jedoch die Köpfe nicht in den Sand und konnten sich wieder herankämpfen. Ein Aufschlag-Ass von Timmermann brachte den 15:15-Ausgleich. Anschließend führte ein krachender Schmetterball ins gegnerische Feld von Johannes Mönnich zur ersten Führung für die Gastgeber in diesem Abschnitt (20:19). Nach vier abgewehrten Satzbällen der Frankfurter zog Achten seinen Joker. Er wechselte Westphal für Allik ein – ein Schachzug, der sich auszahlte. Westphal blockte mit seiner ersten Aktion den Schmetterball von Daniel Malescha zum 27:25, so dass auch der zweite Durchgang an die Brandenburger ging.
 „Ich wusste, wie die Volleys ihren Angriff gegen uns vortragen werden. Aus diesem Grund hatte ich Dirk ins Spiel gebracht. Natürlich war da etwas Glück dabei, dass Dirk den Abschluss der Frankfurter blocken konnte. Man muss das Glück aber auch etwas erzwingen“, freut sich Achten über den kurzen Auftritt seines Spielers. Erst im dritten Durchgang brachte Gästecoach Juan Manuel Serramalera Routinier Jochen Schöps auf die Platte. Zwar brachte der 2,00 m große Champions-League-Sieger (2007 mit dem VfB Friedrichshafen) sein Team mit zwei Angriffsaktionen mit 2:0 in Führung, doch die Netzhoppers fanden auch im letzten Satz die richtige Antwort.
Zwei Aufschlag-Asse in Folge von Zuspieler Byron Keturakis führten nach eine brisanten Anfangsphase zu einer 9:7-Führung, die die Brandenburger auch bis zum Ende des Durchganges nicht mehr aus den Händen gab. Karli Allik verwandelte den dritten Matchball sehr abgezockt zum 25:19-Erfolg. „Wir haben uns gegen die Netzhoppers schon etwas mehr vorgenommen“, so der 318-fache ehemalige Nationalspieler von United Jochen Schöps, „wir haben es jedoch nicht geschafft, gegen die guten Aufschläge der Gastgeber ein Rezept zu finden. Der Sieg der Brandenburger geht in Ordnung. Wir haben jedenfalls nach zwei Niederlagen in Folge noch sehr viel Arbeit vor uns“, so der United-Akteur.
Am kommenden Sonnabend, dem 31. Oktober, müssen die Netzhoppers KW-Bestensee auswärts in der Reppenstedter Gellersenhalle bei SVG Lüneburg ran. Anpfiff ist um 19 Uhr.  Die Partie kann liver auf sporttotal.tv verfolgt werden. Fotos dieser Begegnung gibt es bei Dagmar Jaschen.

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