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Netzhoppers empfangen Vize-Meister

Von 8. November 2019 Keine Kommentare
Mit einem Lächeln im Gesicht wird Arvid Kinder, Sportlicher Leiter des Volleyball-Bundesligisten Netzhoppers KW-Bestensee, morgen Mittag zum Flughafen Tegel fahren, um den chilenischen Neuzugang Simón Guerra abzuholen. Anschließend geht es auf dem direkten Wege in die Landkost-Arena, in der um 18 Uhr die Dahmeländer den Deutschen Rekordmeister und amtierendne Vizemeister VfB Friedrichshafen empfangen.
„Nach einem wochenlangen Kampf haben wir endlich für Simon am vergangenen Mittwoch ein Visum erhalten. Wir hatten ja schon vor dem Beginn der Saison einen Einjahresvertrag mit dem 23-jährigen Mittelblocker abgeschlossen, aber aufgrund des fehlenden Visums konnte er nicht nach Deutschland reisen. Jetzt bin ich froh, dass wir ihn endlich in unserem Team begrüßen können“, so Kinder. Mit der Verpflichtung des chilenischen Nationalspielers, der in der vergangenen Saison beim portugiesischen Erstligisten Castelo de Maia Ginasio Clube unter Vertrag stand, ist die Kaderplanung für diese Saison endgültig abgeschlossen.
Guerra wird im Match gegen Friedrichshafen seine neuen Teamkollegen noch von Außen anfeuern, denn in der Kürze der Zeit ist es den Verantwortlichen der Netzhoppers nicht gelungen, eine Spielgenehmigung für ihn zu bekommen. „Der Transfer läuft durch mehrere Verbände und es müssen diverse Gelder bezahlt werden. Das war einfach aus Zeitgründen nicht zu realisieren“,ärgert sich Geschäftsstellenleiterin Britta Wersinger.
Nach seiner Krankheit kann Coach Mirko Culic wieder auf Jonathan Erdmann in der Begegnung gegen die Mannschaft vom Bodensee zurückgreifen, dafür steht hinter dem Einsatz von Kapitän Casey Schouten noch ein dickes Fragezeichen. Der Kanadier war beim Pokalspiel gegen die BR Volleys mit dem linken Fuß umgeknickt und musste ausgewechselt werden. „Casey hat sich einen kleinen Kapseleinriss im linken Sprunggelenk zugezogen, das ergab die MRT-Untersuchung“, informiert Kinder, „laut Aussage unseres Teamarztes Kay Dragowsky könnte er mit einem dicken Tapeverband spielen, ob es Casey auch macht, das muss er ganz alleine entscheiden.“
Der VfB Friedrichshafen hat in dieser Saison seine bisherigen Partien gegen Eltmann (3:0), Bühl (3:1), Lüneburg (3:1) und Frankfurt (3:1) gewonnen und somit einen super Saisonstart hingelegt. „Friedrichshafen ist schon ein richtig bärenstarker Gegner, gegen den wir in unserer bisherigen Bundesliga-Geschichte noch nicht gewinnen konnten. Wir müssen schon über alle Durchgängen ans Maximum gehen, um den haushohen Favoriten etwas zu ärgern“, weiß Kinder, „es könnte ein kleiner Vorteil für uns sein, dass der VfB im Sommer einen großen Umbruch vollzogen hat und die Mannschaft zum jetzigen Zeitpunkt sich noch finden muss. Dieser Umstand könnte unsere Minimalchance sein, die Baden-Württemberger etwas zu ärgern.“