BundesligaNetzhoppers

Die Entspannung entlud sich unmittelbar nach dem Matchball:

Netzhoppers-Coach Mirko Culic reckte die Faust in die Luft, seine Jungs tanzten derweil auf dem Parkett der Friedrich-Albert-Lange Sporthalle, die mit 400 Zuschauern bei weitem nicht ausverkauft war, und feierten ausgelassen den 3:0-Erfolg (25:21, 25:17, 25:20) bei den Solingen Volleys, der nach exakt 75 Minuten feststand. Es war der erste Sieg nach fünf Partien in Folge, die allesamt verloren wurden.

Dementsprechend gute Laune hatte Mirko Culic nach dem Ende der Begegnung: „Endlich haben sich meine Jungs in einem Pflichtspiel für ihre guten Trainingsleistungen belohnt. Besonders im Aufschlag und in der Annahme hat meine Mannschaft eine tadellose Leistung gezeigt. Ich denke aber auch, dass wir Solingen auf dem falschen Fuß erwischt haben, denn nach zwei Wochen ohne ein Match zu bestreiten waren die Volleys wohl total aus dem Rhythmus. Das haben meine Jungs irgendwie gespürt und deshalb sehr konsequent ihre eigenen Aktionen am Netz zu Ende gespielt.“

Im ersten Satz legten die Gäste aus dem Dahmeland, die ohne den erkrankten Matthias Penk angereist waren, einen soliden und sicheren Start hin. Über die Stationen 8:6 und 16:14 und 19:17 konnte Abschnitt eins nach nur 22 Minuten mit 25:21 erfolgreich beendet werden. Im folgenden Durchgang zeigten die Netzhoppers wohl ihre bisher beste Saisonleistung. Bis zum 6:6 konnten die Volleys noch einigermaßen mithalten, doch dann drehte das Culic-Team so richtig auf. Besonders der Block stand wie eine Mauer. Insgesamt sieben Punkte holten Timmermann, Sprung und Co. mit einer hervorragenden Blockarbeit. Hinzu kamen sichere und genaue Aufschläge, die die Hausherren überhaupt nicht in den Griff bekamen. Nach 25 Minuten ging auch dieser Abschnitt völlig zurecht mit 25:17 an die Brandenburger.

Auch die anschließende zehn minütige Pause brachte die Netzhoppers im dritten Satz nicht aus dem Konzept. Nur kurzzeitig konnten die Volleys so etwas wie Hoffnung schöpfen, als sie nach einer 2:0-Führung der Netzhoppers diese in ein 3:2 aus ihrer Sicht umwandelten. Doch die Jungs um Kapitän Björn Andrae schüttelten sich kurz und schraubten abermals einen Gang nach oben. Besonders Libero Kamil Ratajczak gab keinen Ball verloren und konnte mit guten Reaktionen einige Punktgewinne der Gastgeber verhindern. Nicht zu unrecht wurde der 31-jährige Pole vom Trainer der Hausherren, Justin Wolff, zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt. „Wir sind es eigentlich gewöhnt, dass Kamil so eine Leistung auf sehr hohem Niveau abrufen kann“, so Culic. Hinzu kam eine ganz starke Angriffsleistung von Filip Gavenda, der mit seinem präzisen Schmetterbällen immer wieder ins „Schwarze“ traf. „Filip hatte eine Angriffsqoute von 65 Prozent, das ist für einen Diagonalspieler ungewöhnlich gut“, lobte Culic die Leistung des Slowaken, der sich im Hinspiel noch den kleinen Finger der linken Hand gebrochen hatte. Mit dem zweiten Matchball beendeten die Netzhopps den dritten Durchgang nach 28 Minuten. Am kommenden Wochenende stehen gleich zwei Heimspiele auf dem Programm. Am Freitag, 13. Januar, geht es um 19 Uhr in der Landkost-Arena gegen VCO Berlin. 24 Stunden später ist dann der TSV Herrsching zu Gast. „Ein Sieg gegen VCO ist Pflicht, gegen Herrsching wird dieses vorhaben sicherlich nicht einfach werden“, weiß Culic.

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