
Nach zwei Saisons an der Seitenlinie der Energiequelle Netzhoppers KW endet zur kommenden Saison 2026/27 eine prägende Ära: Cheftrainer Liam Sketcher verlässt den Klub aus Königs Wusterhausen. Der 41-jährige Australier übernahm das Team im Sommer 2024 und führte die Netzhoppers in beiden Jahren bis in die Playoffs der Volleyball Bundesliga. Wohin den Trainer sein Weg führt, ist derzeit noch offen.
Sketchers Amtszeit begann in einer schwierigen Phase des Vereins. In der Saison zuvor lagen die Netzhoppers auf dem letzten Platz der Liga. Umso bemerkenswerter ist, was das Team in den beiden Spielzeiten unter seiner Führung erreichte. Gleich in seiner ersten Saison 2024/25 qualifizierten sich die Netzhoppers für die Playoffs und trafen im Viertelfinale auf den deutschen Rekordmeister BR Volleys. Während das Auswärtsspiel in der mit über 4.000 Zuschauern gefüllten Max-Schmeling-Halle mit 0:3 verloren ging, lieferten die Brandenburger im Rückspiel vor erstmals ausverkaufter Paul-Dinter-Halle eine starke Leistung ab. Erst nach fünf Sätzen musste sich das Team dem späteren Meister geschlagen geben und zwang den Favoriten damit über die volle Distanz.
In der Saison 2025/26 setzte die Mannschaft ihren Weg fort. Mit Platz 7 in der Hauptrunde sicherte sie sich erneut das Playoff-Ticket und traf wieder auf den Titelverteidiger aus Berlin. Nach einer kämpferischen Leistung endete die Reise abermals im Viertelfinale, doch das Team verabschiedete sich mit erhobenem Haupt. Über die gesamte Spielzeit hatte es gezeigt, dass es mit jedem Gegner mithalten, gegen Spitzenteams Sätze gewinnen und wichtige Punkte sammeln kann.Diese Entwicklung macht Mut und bildet das Fundament für eine sportlich weiterhin erfolgreiche Zukunft.
Worte zum Abschied von Liam Sketcher:
Auf die Frage, welcher Moment ihm in den vergangenen zwei Jahren am meisten bedeutet habe, blickt Sketcher auf das Viertelfinale 2025 gegen Berlin zurück. Der Einzug in den fünften Satz habe gezeigt, dass die Mannschaft zu außergewöhnlichen Leistungen fähig sei. Den letzten Schritt habe man zwar nicht machen können, doch plötzlich seien all die Dinge, über die man gesprochen hatte, greifbar real geworden.
Die Zeit bei den Netzhoppers habe ihn als Trainer und als Mensch weitergebracht, sagt Sketcher. Die Arbeit mit Spielern und Staff sei ein großer Schritt in seiner Entwicklung gewesen. Besonders dankbar ist er Geschäftsführer Dirk Westphal.Seine Unterstützung und Rückhalt für seine Vision des Teams hätten ihm viel bedeutet.
Seine Zeit in Königs Wusterhausen fasst der Australier in drei Worten zusammen: herausfordernd, bestätigend – und „Others“, wohlmöglich eine Hommage an all die „Anderen“, die seine Zeit bei den Netzhoppers geprägt haben.
Für die Zukunft des Klubs findet Sketcher klare Worte. Er glaube fest an das, was die Netzhoppers anstreben, und sei stolz, Teil eines Vereins gewesen zu sein, der sich um Menschen kümmert und Verantwortung übernimmt, während er ein Umfeld für Erfolg und Leistung schafft. Die nächsten Schritte seien nicht immer leicht – je höher man steige, desto härter werde es –, doch er freue sich darauf, den Klub über das hinauswachsen zu sehen, was in den vergangenen zwei Saisons gelungen ist.
Ein besonderer Dank gilt den Fans, allen voran den „Netzinos“, dem offiziellen Netzhoppers-Fanclub. Es hätte ihn sehr glücklich gemacht, ihnen ein Stück Freude zu bringen.
„Once a Netzhopper, Always a Netzhopper.“ – Liam Sketcher, 2026
Worte zum Abschied von Dirk Westphal:
„Liams Engagement war sehr prägend die letzten zwei Jahre für die Entwicklung des Vereins und der Mannschaft. Ich bin ihm wirklich unfassbar dankbar für alles, was er geleistet hat. Wegen ihm, konnten wir den positiven Aufwärtstrend weiter fortsetzen.“, äußert sich Westphal und blickt positiv auf die Zusammenarbeit mit Sketcher zurück. „Es war immer ein sehr, sehr angenehmes Arbeiten mit ihm, sehr pragmatisch, sehr, sehr zielorientiert, sehr problemlösend. Das ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich.“
Westphal und das gesamte Netzhoppers-Team wünschen Liam alles Gute auf seinem persönlichen und sportlichen Weg. Sie hoffen, dass er seine Ziele weiter so entschlossen verfolgt, wie er es bisher getan hat, und dass ihm nur Gutes in Zukunft widerfahren wird.
