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Fünf-Satz-Krimi zum Saisonauftakt

By 22. Oktober 2026No Comments

Die Energiequelle Netzhoppers sind mit einem intensiven Duell in die Bundesliga-Saison 2026/27 gestartet. Vor 612 Zuschauern in der stimmungsvollen Paul-Dinter-Halle musste sich das Team von Trainer Constant Tchouassi nach 162 Minuten den Helios Grizzlys Giesen mit 2:3 (27:25, 18:25, 21:25, 25:18, 10:15) geschlagen geben. Trotz eines gelungenen Auftakts in den Tiebreak blieb die Mannschaft am Ende ohne Punkte.

Die Netzhoppers erwischten vor heimischem Publikum einen umkämpften Start in die neue Spielzeit. Im ersten Satz begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, wobei sich die Gastgeber in der entscheidenden Phase behaupteten und den Durchgang mit 27:25 für sich entschieden. Giesen antwortete im zweiten Satz mit druckvollen Aufschlägen und setzte sich mit 25:18 durch. Auch im dritten Durchgang fanden die Netzhoppers nur schwer Lösungen gegen die Gäste, die sich mit 25:21 die Satzführung sicherten.

Die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Im vierten Satz steigerten sie sich erneut, fanden besser ins Spiel und überzeugten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Mit einem deutlichen 25:18 erzwangen die Netzhoppers den Tiebreak und hielten die Hoffnung auf einen erfolgreichen Saisonauftakt am Leben.

Entscheidung fällt im Tiebreak

Im entscheidenden fünften Satz erwischten die Netzhoppers zunächst den besseren Start. In der Schlussphase fehlte jedoch die nötige Konsequenz, um den Vorsprung in einen Sieg umzumünzen. Giesen nutzte die Fehler der Gastgeber und entschied den Tiebreak mit 15:10 für sich.

Außenangreifer Theo Timmermann ordnete die Partie anschließend ein: „Ich denke, dass heute über weite Phasen beide Teams auf Augenhöhe waren. Man hat auf beiden Seiten gemerkt, dass es das erste Ligaspiel war und dass es einige Feinheiten gibt, an denen noch gefeilt werden muss. Wir haben uns in der ersten Hälfte etwas schwer mit den Float-Aufschlägen getan und aus Out-of-System-Situationen wenig gute Lösungen gefunden.“

Zudem betonte Timmermann, wie entscheidend der Aufschlag für den Spielverlauf war: „Wenn wir es geschafft haben, Druck im Aufschlag auszuüben, ist es uns immer wieder gelungen, in Serie zu punkten, aber andersherum war es genauso. Im Tiebreak waren es dann etwas zu viele unglückliche Aktionen, die in dieser Spielphase nicht passieren dürfen.“

Individuelle Akzente und Blick nach vorn

Auch wenn es am Ende nicht für einen Sieg reichte, zeigten einzelne Spieler überzeugende Leistungen. Theo Timmermann setzte mit vier Assen Akzente im Aufschlag und überzeugte mit einer Annahmeeffizienz von 62 Prozent. Mittelblocker Max König zeigte sich im Angriff besonders effektiv und verwandelte zehn seiner zwölf Angriffe, was einer Angriffseffizienz von 83 Prozent entspricht.

Trotz der knappen Niederlage nimmt die Mannschaft wichtige Erkenntnisse aus dem ersten Saisonspiel mit. „Alles in allem war es aber eine solide Mannschaftsleistung, die das Potenzial dieses Kaders aufgezeigt hat. Wir wissen, was möglich ist und woran wir noch arbeiten müssen, um uns zu steigern und Spiele zu gewinnen“, resümierte Timmermann.

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt den Netzhoppers nicht. Bereits am Freitag, den 23. Oktober, steht das nächste Auswärtsspiel an. Um 19:30 Uhr trifft die Mannschaft in der SWH.arena auf die Cerebricks VolleyGoats. Dort wollen die Netzhoppers an die positiven Ansätze aus dem Saisonauftakt anknüpfen und die nächsten Punkte der neuen Spielzeit einfahren.