
Was für ein Volleyballabend am Halloween-Wochenende! In der gefüllten SPACETECH ARENA lieferten sich die Energiequelle Netzhoppers und der VfB Friedrichshafen einen packenden Fünf-Satz-Krimi. Vor rund 1.000 Zuschauern mussten sich die Netzhoppers nach großem Kampf knapp mit 2:3 (21:25, 17:25, 25:23, 25:23, 14:16) geschlagen geben. Trotz der Niederlage nehmen die Brandenburger einen wichtigen Punkt und neues Selbstvertrauen mit nach Hause.
Die Netzhoppers erwischten einen vielversprechenden Start und erspielten sich im ersten Satz früh eine 6:2-Führung. Die Gastgeber vom Bodensee ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und arbeiteten sich Punkt für Punkt zurück. In der entscheidenden Phase übernahm Friedrichshafen beim Stand von 21:20 die Führung und ließ sich diese nicht mehr nehmen. Mit 25:21 ging der erste Durchgang an die Häfler.
Auch im zweiten Satz fanden die Gastgeber zunächst besser ins Spiel. Mit druckvollen Aktionen setzten sie sich auf 16:10 ab. Trotz guter Lösungen auf Seiten der Netzhoppers gelang es den Gästen nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Friedrichshafen sicherte sich den Durchgang mit 25:17 und ging damit mit 2:0 in Führung.
Starke Reaktion bringt die Netzhoppers zurück
Doch die Netzhoppers gaben sich nicht geschlagen. Im dritten Satz fand die Mannschaft zurück zu ihrem Spiel und erspielte sich zunächst eine 10:5-Führung. Friedrichshafen kämpfte sich erneut heran und verkürzte zwischenzeitlich auf 19:20. In einer spannenden Schlussphase behielten die Brandenburger jedoch die Nerven und verwandelten ihre Chancen konsequent. Mit 25:23 sicherten sie sich den ersten Satzgewinn des Abends.
Auch im vierten Durchgang bewiesen die Netzhoppers großen Kampfgeist. Nachdem Friedrichshafen mit 10:5 in Führung gegangen war, arbeiteten sich die Gäste Schritt für Schritt zurück und erzwangen beim Stand von 14:14 den Ausgleich. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, doch die Netzhoppers blieben konzentriert und belohnten sich erneut mit einem 25:23.
Entscheidung fällt erst in der Verlängerung
Spannender hätte der entscheidende fünfte Satz kaum beginnen können. Beide Teams punkteten zunächst abwechselnd, sodass es mit einem ausgeglichenen 8:8 in die entscheidende Phase ging. Auch danach blieb die Partie völlig offen. Beim Stand von 13:14 wehrten die Netzhoppers den ersten Matchball der Gastgeber ab und erzwangen mit dem 14:14 die Verlängerung. Schließlich gelang es Friedrichshafen jedoch, den entscheidenden Punkt zu erzielen und den Tiebreak mit 16:14 für sich zu entscheiden.
Kapitän und Zuspieler Hannes Gerken zog trotz der knappen Niederlage ein positives Fazit: „Der Punkt heute war für uns sehr wertvoll. Nach dem schwierigen Saisonstart mit starken Gegnern und teilweise nicht ganz zufriedenstellenden Ergebnissen können wir viel Selbstvertrauen aus dieser Partie mitnehmen. Besonders die Art und Weise, wie wir als Mannschaft aufgetreten sind und im vierten Satz zurückgekommen sind, macht mich stolz. Jetzt müssen wir diese Leistung so oft und so konstant wie möglich wiederholen.“
Auch Außenangreifer Theo Timmermann hob die Entwicklung innerhalb der Mannschaft hervor: „Heute haben wir sehr gut als Einheit funktioniert und von Punkt zu Punkt gespielt. Man hat gemerkt, dass wir auf dem Feld immer mehr zusammenfinden. Diese Entwicklung wollen wir im Training und in den kommenden Spielen fortsetzen. Neben etwas mehr Konstanz im Aufschlag hat am Ende auch das Quäntchen Glück gefehlt. Ich hoffe, dass jeder von uns viel Positives aus diesem Spiel mitnimmt und daran wächst.“
Nächste Herausforderung bereits am Dienstag
Mit dem gewonnenen Punkt und einer kämpferisch überzeugenden Mannschaftsleistung im Gepäck richtet sich der Blick der Netzhoppers bereits auf die nächste Aufgabe. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht, denn am Dienstag, den 3. November, empfangen die Brandenburger die SWD powervolleys Düren zum nächsten Heimspiel in der Paul-Dinter-Halle. Anpfiff ist um 19:00 Uhr.
Dort wollen die Netzhoppers an die gezeigte Leistung vom Bodensee anknüpfen und gemeinsam mit den heimischen Fans die nächsten Punkte ins Visier nehmen.
