
Der erste Brandenburger VolleyDay 2026 ist Geschichte und wird vor allem als emotionales und verbindendes Volleyballfest in Erinnerung bleiben. In der gut gefüllten MBS Arena kamen Teams, Nachwuchs und Fans aus ganz Brandenburg zusammen, um den Sport zu feiern. Während sich der SC Potsdam in einem packenden 5-Satz-Spiel einen Punkt gegen den RC Sorpesee sichern konnte, mussten sich die Energiequelle Netzhoppers am Abend dem VfB Friedrichshafen klar mit 0:3 (17:25, 16:25, 16:25) geschlagen geben.
Dabei begann die Partie aus Sicht der Netzhoppers durchaus ordentlich, doch gegen das konstant druckvolle Aufschlag- und Blockspiel der Gäste fanden die Brandenburger über weite Strecken kein wirksames Mittel. Friedrichshafen setzte früh Akzente, hielt das Niveau hoch und ließ den Netzhoppers nur wenig Raum zur Entfaltung, sodass alle drei Sätze am Ende verdient an die Gäste gingen.
Trotz der sportlichen Niederlage stand der Tag insgesamt klar im Zeichen des Volleyballs. Vizepräsident des Brandenburgischen Volleyball-Verbands Bernd Stasik zog ein durchweg positives Fazit: „Der erste Brandenburger VolleyDay hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen, weil unser Ziel, hier die Brandenburger Volleyball-Familie zusammenzubringen und die kleinen und großen Erfolge gemeinsam zu feiern, voll aufgegangen ist.“ Besonders bewegend sei für ihn gewesen, wie die Jugendmannschaften die Atmosphäre aufgenommen und selbst geprägt haben. Auch die Stimmung im Publikum und die große Beteiligung aus ganz Brandenburg hob er hervor. Sein Fazit: „Das machen wir wieder.“
Auch Netzhoppers-Geschäftsführer Dirk Westphal zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung: „Ich bin natürlich sehr froh, dass der VolleyDay als solches so gut stattgefunden hat und dass so viele unserer Einladung gefolgt sind. Es war schön zu sehen, auf welchem Level Volleyball in Brandenburg gespielt wird.“ Sportlich habe man zwar nicht das aufs Feld gebracht, was man sich vorgenommen hatte, dennoch zog er ein positives Gesamtfazit zur Saison: „Wenn man zurückblickt, haben wir uns wieder gesteigert und mit Platz 7 einen weiteren Schritt gemacht. Die Zeichen zeigen in die richtige Richtung.“
Zuspieler Sean Hüttig fand nach dem Spiel klare Worte zur Partie: „Das war eine bittere 0:3-Niederlage gegen den VfB Friedrichshafen. Wir sind zwar ordentlich gestartet, haben aber gegen deren konstantes Aufschlag- und Blockspiel nie richtig Zugriff bekommen.“ Gleichzeitig betonte er die Unterstützung von den Rängen: „Die Kulisse in der MBS Arena war stark und hat uns trotz allem gepusht.“ Der Blick gehe nun klar nach vorne auf die Playoffs.
Auch Außenangreifer Theo Timmermann sah die Belastung der vergangenen Tage als einen wichtigen Faktor: „Leider hat man uns heute angemerkt, dass wir eine physisch und mental anstrengende Woche hinter uns hatten.“ Gegen die „überragenden Häfler“ sei es schwer gewesen, in einen guten Rhythmus zu finden. Für die kommenden Spiele gelte es nun, die Situation abzuschütteln und sich neu zu fokussieren.
Nun richten die Netzhoppers den Blick auf die Playoffs, in denen mit den Berlin Recycling Volleys ein Topgegner wartet. Dort will das Team noch einmal alles investieren und an die positiven Entwicklungen der Saison anknüpfen.
