In Bundesliga, Netzhoppers

Auf die Bundesliga-Volleyballer der Netzhoppers SolWo Königspark KW wartet das nächste Top-Spiel. Am Sonnabend (19 Uhr, Landkost-Arena Bestensee) empfangen sie die United Volleys Rhein-Main, die nach vier Spieltagen ohne Niederlage auf Rang zwei der Tabelle stehen. Damit sind die Frankfurter die ärgsten Verfolger von Titelverteidiger Berlin, das ebenfalls ungeschlagen Tabellenführer ist. Sechs Plätze hinter den United Volleys stehen die Netzhoppers, die Rollen für die Partie dürften damit klar verteilt sein.

Magie der „Brandenburger Hölle“

In der Rolle als Underdog fühlt man sich bei den Brandenburgern aber anscheinend ganz wohl. „Für unser Team und unsere Entwicklung ist es das Beste, sich mit solchen Spitzenteams zu messen. Da kommen wir in jedem Ballwechsel an unsere Grenzen und müssen das ganze Spiel über alles geben“, erzählt Robin Hafemann. Der 21-jährige vertrat in den vergangenen Spielen den Sommer-Neuzugang Filip Gavenda auf der Diagonalposition und machte das teilweise richtig gut. Der Slowake Gavenda hatte unterdessen beim Auswärtsspiel in Friedrichshafen bereits wieder einige Kurzeinsätze und wird nach seinem Fingerbruch Stück für Stück wieder an das Bundesliga-Niveau herangeführt.

„Filip hat jetzt einige Einheiten mit einer Spezialschiene absolviert, die den gebrochenen Finger stabilisiert. Er hatte beim Schmettern überhaupt keine Probleme, so dass ich auch nicht wirklich Bedenken gegenüber einem Einsatz für die Begegnung in Friedrichshafen hatte. Filip ist durch und durch Profi, der ganz genau weiß, was er seinem Körper antut. Ich musste ihn ja schon unmittelbar nach seiner Verletzung bremsen, weil er sofort wieder spielen wollte“, sagte Mannschaftsarzt Kai Dragowsky. Wann Gavenda wieder voll einsatzfähig ist und ohne Probleme spielen kann, müssen die Netzhoppers aber noch abwarten. So lange wird wohl Hafemann, eigentlich gelernter Außenangreifer, auf der Position weiter agieren.

Es gilt, den Liga-Topscorer zu stoppen

Das macht Netzhoppers-Coach Mirko Culic aber wenig Sorgen. „Robin kann auch diese Position spielen und macht unser System dadurch flexibler“, erzählt Culic, der sein Team gezielt auf das nächste Heimspiel vorbereitet. „Wenn wir es schaffen, konstant gut zu spielen und unser Niveau zu halten, dann werden die Zuschauer ein gutes Spiel sehen. Wir werden mutig auftreten und unsere Chancen gegen einen so guten Gegner suchen.“ Vor allem gilt es, Christian Dünnes beim Gegner zu stoppen. Der ehemalige Nationalspieler erzielte bisher im Schnitt allein 5,5 Punkte pro Satz – das ist der aktuelle Bundesliga Top-Wert. Die Netzhoppers wollen ihre Chancen suchen, in dem sie selbst den Gegner unter Druck setzen.

„Wenn uns das gelingt, können wir gegen jedes Tam in der Liga bestehen – erst Recht bei einem Heimspiel“, erklärt Hafemann. Nachdem sein Team nun nacheinander die Top-Mannschaften der Liga bespielte (Düren, Friedrichshafen, Frankfurt), geht es nur einen Tag später gegen den VC Olympia Berlin. Keine 24 Stunden nach dem Heimspiel treffen die Netzhoppers am Sonntag (18 Uhr) im Sportforum Berlin auf die Junioren-Nationalmannschaft.

In der Woche darauf schon geht es weiter mit dem nächsten Spitzenspiel. Dann wartet mit dem Pokal-Halbfinale am 24.11. das größte Spiel der Vereinsgeschichte, bei dem die Netzhoppers in der Bestenseer Landkost-Arena erneut auf den Supercup-Sieger VFB Friedrichshafen treffen. Der Verein bietet dafür sogar ein Kombiticket für beide Spitzenspiele zum fairen Preis an: So werden für die Karten im Vorverkauf für beide Spiele nur 12 Euro statt sonst 16 Euro fällig. Informationen zu dem Ticketangebot gibt es auch hier auf unserer Ticket-Seite für das Pokal-Halbfinale.

Das nächste Heimspiel: Samstag, 19. November gegen United Volleys

 

Foto: Gerold Rebsch (beachpics.de)

 

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