In Bundesliga, Netzhoppers

„Ich freue mich riesig auf das Match“, sagt Björn Andrae, der mit seinem neuen Verein, den SWD powervolleys Düren, am Samstagabend um 19 Uhr in der Volleyball-Bundesliga bei den Netzhoppers SolWo Königspark antreten muss. Für den 37-Jährigen ist diese Partie ein ganz besondere, schließlich spielte der Berliner von 2016 bis 2018 zwei Jahre für die Dahmeländer.

„Ich hatte dort eine tolle Zeit und in dieser viele Freunde gefunden. Ich spiele jetzt aber in Düren und will mithelfen, dass wir die Heimniederlage gegen Herrsching vom vergangenen Mittwoch vergessen machen“, so der ehemalige 280-fache Nationalspieler, der die Gefahr kennt, die Netzhoppers in der Landkost-Arena zu unterschätzen. „Die Halle ist ein richtiger Hexenkessel, in der es die gegnerischen Teams immer schwer gehabt haben, die Zähler zu entführen. Obwohl KW aktuell ein wenig schwächelt, gehe ich davon aus, dass wir auf gehörige Gegenwehr stoßen werden. Die Netzhoppers haben gegen uns nichts zu verlieren“, sagt der Außenangreifer weiter.

Seit Ende November ist Andrae in Düren und hat sich dort mit seiner Erfahrung zu einer echten Stammkraft entwickelt. „In den vergangenen drei Spielen stand ich in der Startaufstellung und hoffe natürlich, dass es auch heute Abend der Fall ist. Mit dem Match in Bestensee haben wir drei Partien in fünf Tagen absolviert, sodass jeder mal ran muss. Wir sind aber eine super ausgeglichene Mannschaft, die sehr viel Potenzial in ihren Reihen hat“, berichtet Andrae. Zum derzeitigen Zeitpunkt weiß der dreifache Volleyballer des Jahres (2004, 2005, 2006) noch nicht, ob die Begegnung gegen die Brandenburger sein letzte als Sportler in der Landkost-Arena sein wird. „Es kann alles passieren. Ob ich noch ein weiteres Jahr ranhängen werde, entscheide ich nach der Saison. Entscheidend wird sicherlich sein, wie ich mich dann körperlich fühlen werde.“

So eine gute zweite Reihe wie die powervolleys hätte Netzhoppers-Coach Mirko Culic vor der Partie gegen seinen ehemaligen Verein – von 2006 bis 2008 war er Trainer in Düren – sicherlich sehr gerne. Großes Kopfzerbrechen bereitet ihm schon seit dem verlorenen Spiel in Lüneburg die Frage, wer gegen die Westdeutschen als Libero fungieren soll. Aus Krankheitsgründen steht Kamil Ratajczak auch gegen die Dürener nicht zur Verfügung. In Lüneburg übernahm seinen Part Jan Jalowietzki, dem die Unerfahrenheit auf dieser Position deutlich anzumerken war. Trotzdem ist davon auszugehen, dass er erneut als Libero von Culic eingesetzt werden wird.

Auf ein neues Gesicht im Dress der Netzhoppers können sich die Fans auf alle Fälle freuen, denn der Wechsel von Zuspieler Martin Krüger vom VfB Friedrichshafen ist perfekt. Der 24-jährige gebürtige Hallenser übernimmt die Rolle von Sascha Kalleck, der mit einem Kreuzbandriss noch monatelang ausfallen wird. Außerdem soll Krüger für mehr Abwechslung beim Zuspiel sorgen. „Die Freigabe der Liga haben wir für Martin am Donnerstagabend bekommen. Jetzt fehlt für ihn nur noch eine Wohnung“, informiert Geschäftsstellenleiterin Britta Wersinger.

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