In Bundesliga, Netzhoppers

Die Sorgenfalten bei Netzhoppers-Coach Mirko Culic vor dem Volleyball-Bundesliga-Auswärtsspiel am morgigen Mittwoch, den 9. Januar, um 19 Uhr beim Tabellensechsten United Volleys Frankfurt (Liveübertragung im Internet unter Sporttotal.tv) werden immer größer. Am Montagabend teilte ihm Mannschaftsarzt Kay Dragowsky mit, dass das Kreuzband im rechten Knie von Sascha Kaleck gerissen ist. Der zweite Zuspieler zog sich diese Verletzung bei der 1:3-Heimniederlage gegen den VfB Friedrichshafen zu. Kaleck muss laut Dragowsky nicht operiert werden. Er wird jedoch sechs Wochen eine Knieschiene tragen und in dieser Spielzeit keine Partie mehr für die Dahmeländer bestreiten können.

Aufgrund dieser Verletzung werden die Netzhoppers noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, um mit einem zweiten Zuspieler die restlichen Begegnungen bestreiten zu können. Heißester Kandidat ist derzeit Martin Krüger vom VfB Friedrichshafen, der beim Team vom Bodensee nur die Nummer drei auf dieser Position ist. Der 24-Jährige wechselte erst im vergangenen Mai vom TSV Herrsching zum VfB, konnte sich aber dort keinen Stammplatz erkämpfen. Mit Krüger könnten die Netzhoppers weitere Qualität in ihr Team holen, denn der starke Sprungaufschlag des gebürtigen Hallensers ist in der gesamten Bundesliga bekannt.

Sollte der Wechsel von Krüger nach Bestensee nicht klappen, könnten sich die Fans auf einen ehemaligen Spieler freuen, denn Kandidat Nummer zwei, Philipp Jankowski, trug bereits von 2011 bis 2013 das grüne Trikot der Netzhoppers. Nach seiner Zeit in Brandenburg spielte er bei Generali Haching und dem TV Rottenburg. „Wir werden sicherlich bald einen neuen Spieler präsentieren können, denn die Zeit drängt“, so Britta Wersinger von der Netzhoppers-Geschäftsstelle, die derzeit den im Urlaub weilenden Manager Arvid Kinder bei Personalfragen vertritt.

In Vorbereitung auf die Begegnung bei den Hessen bestritten die Netzhoppers am Sonntagnachmittag ein Testspiel bei den Berlin Recycling Volleys, das 1:3 verloren wurde. „Das Ergebnis spielte dabei überhaupt keine Rolle. Ich wollte allen Akteuren die Möglichkeit geben, gegen so einen guten Gegner Spielpraxis zu sammeln“, informiert Culic. Auch Theo Timmermann kam gegen die Hauptstädter in der Annahme zum Einsatz, denn Springen am Netz ist für ihn weiterhin noch nicht möglich. „Theo wird auch in Frankfurt nur im Abwehrbereich spielen, alles andere käme für ihn noch viel zu früh“, so der Netzhoppers-Coach weiter.

Das Testmatch in der großen Halle des Horst-Korber-Sportzentrum diente noch einem weiteren Zweck. „Wir spielen bei United diesmal in der Fraport-Arena, die aufgrund ihrer Größe für unsere Verhältnisse eine richtige Herausforderung ist, weil wir die meisten Spiele in der Saison nur in kleinen Hallen austragen“, sagt Culic, der sich die 1:3-Heimniederlage der Frankfurter am vergangenen Sonntag gegen die SWD powervolleys Düren im Internet angesehen hatte.

„Es ist für uns leider kein großer Vorteil, dass die Frankfurter ihr Match gegen Düren verloren haben. Ich rechne stark damit, dass sie gegen mein Team vor ihrem Heimpublikum auf Wiedergutmachung aus sind“, ist sich Culic sicher, der auch die Stärken der Hessen bestens kennt. „Mit Moritz Karlitzek und Sascha Schwarz agieren dort zwei Annahme-Außenspieler, die zu den besten der Bundesliga gehören. Viel wird davon abhängen, in welcher Form sich diese beiden Akteure gegen uns präsentieren werden“, ist sich der 54-jährige  Serbe sicher, „mit Nationalmannschafts-Libero Julian Zenger verfügt Frankfurt über einen weiteren Spieler, der schwer zu überwinden ist.“

 

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