In Bundesliga, Netzhoppers

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat echt gut gespielt und über weite Strecken der Begegnung mit dem Tabellenführer auf Augenhöhe agiert“, sagte Trainer Mirko Culic nach der 0:3-Niederlage (22:25, 22:25, 21:25) der Netzhoppers SolWo Königspark KW bei den Hypo Tirol AlpenVolleys Haching. Mit  acht Zählern rangieren die Dahmeländer auf dem neunten Tabellenplatz, der am Ende der Saison nicht für die im Vorfeld erstrebte Play-Off-Teilnahme reichen würde.

Vor 800 Zuschauern in der Olympiahalle von Innsbruck konnte Hypo-Trainer Stefan Chrtiansky doch seinen Brasilianer De Leon Guimaraes einsetzen, der die Tage vor dem Duell gegen die Dahmeländern aufgrund von starken Bauchschmerzen nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen konnte. Chrtiansky wusste nach dem Erfolg gegen die Netzhoppers um die Wichtigkeit seines Außenangreifers: „Zum Glück war Hugo heute wieder fit, das war ganz wichtig für die Mannschaft gegen einen guten Gegner, der sehr viel riskiert hat. Dadurch hat er sich aber vor allem im Service einige Fehler geleistet. Nach der langen Winterpause in der Bundesliga haben wir uns zu Beginn schwer getan, so dass ich mit dem Kampfsieg gegen die Brandenburger ganz gut leben kann.“

Im ersten Durchgang entwickelte sich über die gesamten 28 Minuten ein Duell, das von beiden Mannschaften auf Augenhöhe geführt wurde. Erst beim 22:21 setzten sich die Hachinger leicht ab. Nachdem Casey Schouten – der bei den Gästen zum wertvollsten Spieler gewählt wurde (MVP) –  einen Schmetterball ins Aus setzte, konnten die Hausherren mit 1:0 in Front gehen (25:22).

Im folgenden Abschnitt brachte Culic seinen Außenangreifer Theo Timmermann von Beginn an, dem seine lange Verletzung noch etwas zu schaffen machte. „Theo war  deutlich anzumerken, dass er bei weitem noch nicht bei 100 Prozent nach seinem Bänderriss ist“ erkannte Culic, der eine ganz starke Anfangsphase seiner Jungs im zweiten Durchgang sah. Zeitweise mit vier Zählern (10:6) führten die Netzhoppers gegen die Hausherren. Nach einem kurzen Zwischenspurt und einem 8:2-Lauf konnten die Hachinger ihrerseits jedoch mit 14:12 in Führung gehen. Von dieser Aufholjagd des Liga-Spitzenreiters konnten sich die Netzhoppers nicht mehr so richtig erholen. Zwar gelang Schouten mit dem 20:20 in der Schlussphase des zweiten Satzes noch einmal der Gleichstand, doch die Fehler der Dahmeländer zum Ende des Abschnittes hin waren einfach viel zu groß. „Schade, dass die Jungs sich diesen Durchgang nicht geholt haben. Sie wirkten aber zum Schluss einfach zu nervös, um endgültig den Deckel draufzumachen. Sie zeigen eine echt gute Leistung, doch zum Ende hin war es, als wenn irgendjemand einen Schalter umgelegt hatte“, so Geschäftsstellenleiterin Britta Wersinger, die sich zusammen mit den Netzhoppers-Fans vom Fanclub „Netzinos“, Mario Wersinger, Jens und Angela Niefeld, die Partie live in der Olympiahalle angesehen hatte.

Im Schlussabschnitt zeigten die Alpenvolleys relativ schnell, wer diesen gewinnen will. Erst bei einem 2:7-Rückstand wachten die Brandenburger Gäste auf. Punkt um Punkt verkürzten sie den Rückstand auf die Gastgeber. Nach einem erfolgreichen Block von Schouten und Aaran Chambers, waren die Netzhoppers beim 16:16 wieder im Match drinnen. Doch wie schon in den vergangenen zwei Durchgängen zuvor waren es die Tiroler, die am Ende den Satzgewinn feierten. Ausschlaggebend dafür war auch ein sehr hohes Risiko des Culic-Teams beim Aufschlag, um den Gegner gehörig unter Druck zu setzen. Mit insgesamt 21 Fehlern bei der Angabe gegenüber zehn der Innsbrucker, war die Fehlerquote der Brandenburger einfach viel zu hoch, um wenigstens einen Satzgewinn bei einem Spitzenteam der Bundesliga einzufahren, denn dieser war nach der gezeigten Leistung der Netzhoppers durchaus im Bereich des Möglichen gewesen.

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