In Bundesliga, Netzhoppers

45 Volleyballfans fahren morgen um 14 Uhr mit einem Reisebus von der Landkost-Arena aus in die Volksbank-Arena Hildesheim, um die Netzhoppers SolWo Königspark KW bei ihrem Bundesligaspiel bei Aufsteiger Helios Grizzlys Giesen laustark zu unterstützen. „So viele Fans waren schon lange nicht mehr bei einem Auswärtsspiel mit dabei“, freute sich Mario Wersinger vom Fanclub „Netzinos“. „Ich hoffe, die Fahrt nach Niedersachsen lohnt sich für uns“, fügte Wersinger hinzu, der mit seiner Trommel und weiteren Fanclubmitgliedern für ordentlich Krach in der Landkost-Arena sorgt, wenn „seine“ Netzhoppers um Punkte in der höchsten Liga des Landes spielen.

Die Unterstützung der heimischen Zuschauer wird für die Netzhoppers auch dringend von Nöten sein, denn Aufsteiger Helios Grizzlys Giesen ist ein ziemlich unangenehmer Gegner. Das weiß auch Coach Mirko Culic: „Bis jetzt hat Giesen nur gegen Spitzenteams aus der Liga gespielt. Gegen den VfB Friedrichshafen sind die Grizzlys sogar über fünf Sätze gegangen.“ Neben dem Fünfsatz-Krimi gegen den deutschen Rekordmeister  erreichte die Truppe von Trainer Itamar Stein das Viertelfinale des DVV-Pokals. In der Runde der letzten Vier schied Giesen in eigener Halle nach einer 1:3-Niederlage gegen die SWD powervolleys Düren aus dem Wettbewerb aus.

Der Punktgewinn gegen den VfB Friedrichshafen war im bisherigen Saisonverlauf der einzige Zähler, den das Tabellenschlusslicht einfahren konnte. Genau aus diesem Grund stellt Helios-Manager Sascha Kucera die Wichtigkeit der kommenden Partien für seine Grizzlys noch einmal heraus: „In den nächsten vier Wochen ist für uns Money Time. Hier spielen wir mit Königs Wusterhausen, Rottenburg und Bühl gegen die drei direkten Tabellennachbarn und können und müssen die Grundlage für den Klassenerhalt legen. Zu Hause gegen die Netzhoppers und Rottenburg wollen wir unsere ersten beiden Heimsiege einfahren“, sagte Kucera auf der Homepage des Vereins.

„Der aktuelle Tabellenrang von Helios spiegelt nicht das wahre Leistungsvermögen von Giesen wieder“, so Culic, der vor einigen wichtigen Akteuren beim heutigen Gegner warnt: „Der französische Außenangreifer Jerome Clere ist ein ganz starker Spieler. „Mit dieser Aussage hat der Netzhoppers-Coach recht, denn Clere belegt derzeit Platz sechs in der Rangliste der wertvollsten Spieler der Liga. Inklusive der Pokalspiele wurde er bereits einmal mit der goldenen und vier Mal mit der silbernen MVP-Medaille ausgezeichnet. Im MVP-Ranking steht er somit vor vielen etablierten Nationalspielern. „Wir müssen aber nicht nur auf den Franzosen aufpassen“, warnte Culic im Vorfeld des Spiels, „mit Magloire Mayaula Nzeza hat Giesen einen 2,02 m Mittelblocker, der schwer zu überwinden ist. Von seinen Qualitäten konnten sich meine Jungs in der vergangenen Saison überzeugen, in der der Kongolese noch für die Volleyball Bisons Bühl unter Vertrag stand.“ Zudem gibt es ein Wiedersehen mit Robert Schramm, der in der Spielzeit 2016/2017 das Trikot der Dahmeländer trug. Seit einem Jahr spielt der Storkower in Hildesheim und stieg mit dem Team nach dem Ende der abgelaufenen Saison in die Bundesliga auf. „Ich freue mich, Robert wieder einmal zu treffen“, sagte der Netzhoppers-Coach.

Ein wenig Bauschmerzen plagen Culic noch vor der Partie beim Liga-Neuling, denn Ex-Nationalspieler Dirk Westphal konnte unter der Woche kaum am Mannschaftstraining teilnehmen. Dem Sommerneuzugang plagten bereits beim 3:0-Heimerfolg gegen Bühl Schmerzen im rechten Kniegelenk. Sofort nach dem Match wurde er von Physiotherapeut David Ewald noch in der Halle behandelt. Am vergangenen Donnerstag unterzog sich Westphal eine MRT-Untersuchung, von der zurzeit noch keine Ergebnis vorliegt. „Ich gehe ganz stark davon aus, dass Dirk spielen kann. Er wäre nach Timmermann ein weiterer wichtiger Ausfall, den wir nicht so schnell kompensieren könnten“, weiß der erfahrene Trainerfuchs.

Die Rückkehr von Timmermann steht in den nächsten Wochen nach seiner Bänderverletzung bevor, denn bereits seit Donnerstag nimmt  der 22-jährige Außenangreifer am Teamtraining ohne Springen teil. Ein Einsatz beim Berlin-Brandenburg-Derby gegen die BR Volleys am Sonnabend, den 15. Dezember, um 19 Uhr in der Landkost-Arena kommt für Timmermann sicherlich noch zu früh. Aber in der Partie sieben Tage später in Herrsching könnte mit dem Königs Wusterhausener durchaus zu rechnen sein.

Das letzte Spiel in diesem Jahr bestreiten die Netzhoppers dann am  Samstag, den 29. Dezember, um 19 Uhr in der Landkost-Arena gegen den VfB Friedrichshafen. Doch vorher findet noch das alljährliche Weihnachtssingen am 20. Dezember 2018 um 18 Uhr in der Landkost-Arena statt.

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