In Bundesliga, Netzhoppers

Vor einem sehr schwierigem Auswärtsmatch in der Volleyball-Bundesliga stehen die Netzhoppers SolWo Königspark KW am  Mittwochabend. Um 19 Uhr müssen die Dahmeländer  beim Tabellenvierten SVG Lüneburg antreten. In der heimischen Gellersenhalle sind die Niedersachsen eine wahre Macht, denn alle ihre fünf Heimbegegnungen konnte die Truppe von Coach Stefan Hübner in dieser siegreich beenden. Hinzu kam noch ein 3:2-Erfolg im Halbfinale des DVV-Pokals gegen den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys.

„In der flachen Halle der Lüneburger sahen wir in den vergangenen Jahren nie wirklich so richtig gut aus“, erinnert sich Netzhoppers-Coach Mirko Culic, „wir müssen aber trotzdem versuchen, an die Leistung der Partie beim Ligaspitzenreiter Hypo Tirol AlpenVolleys Haching anzuknüpfen, denn in diesem Spiel konnten wir lange Zeit die drei Sätze offenhalten.“ Eine wichtige Rolle in der Begegnung bei der SVG kommt Libero Kamil Ratajczak zuteil, der die harten Sprungaufschläge der Lüneburger kontrollieren und verarbeiten muss. „Mit Cody Kessel und Ryan Sclater haben sie zwei exzellente Spieler in ihren Reihen, die dir die Bälle so richtig um die Ohren hauen können“, so der Pole in Reihen der Dahmeländer, „trotzdem werde ich alles dafür geben, damit wir  mal wieder einen Satzerfolg gegen ein Liga-Spitzenteam erreichen können.“

Deutlich beschaulicher geht es für den gelernten Sportlehrer Ratajczak zu, wenn er zweimal in der Woche in der Waldkita Pätz zu Gast ist. „Ich habe dort zwei Gruppen mit insgesamt 18 Kindern, denen ich den Spaß und die Wichtigkeit des Sportes in spielerischer Form vermitteln will“, sagt der 32-Jährige, dem die Arbeit mit den Kids unheimlich viel Spaß und Freude bereitet.

„Es ist schön zu sehen, wie die Kleinen von Woche zu Woche immer mehr Fortschritte machen. Ich bringe ihnen unter anderem gymnastische Übungen bei, bei denen schon ganz früh die falsche Bewegungsgewohnheit festgestellt werden kann und dann durch mich natürlich korrigiert und verbessert wird.“

Auch die Arbeit mit dem eigentlichen Arbeitsgerät des Volleyballprofis kommt nicht zu kurz. „Wir spielen viel Volley-, Hand- oder auch Fußball. Hinzu kommen diverse Koordinationsübungen von Rennspielen bis hin zum Klettern“, berichtet Kamil Ratajczak, der  bestens vorbereitet für diese Arbeit in der Waldkita ist, denn neben seiner Zeit bei den Netzhoppers – für die er seit 2011 spielt – hat er  erfolgreich ein Studium Therapeutische Pädagogik mit Bewegungsrehabilitation abgeschlossen.

Auch die Kita-Leiterin Solveig Brandenburg ist sehr begeistert, für ihre Kinder diesen Sportunterricht –  den ihre Mitarbeiterinnen so in dieser Form nicht durchführen können –  anzubieten: „Ich finde es total gut, dass die Kleinsten außerhalb unserer internen Sportangebote jemanden von außerhalb haben, der  einen ganz anderen  Blick auf die Übungen wirft, als es meine Mitarbeiterinnen tun.“

Die Kita-Unterstützung von Ratacjzak ist erst durch einen Zufall entstanden. „Ich kenne Kamil von meinen regelmäßigen Besuchen bei den Heimspielen der Netzhoppers“, erzählt Brandenburg, „da er zudem seine Tochter in unserer Kita untergebracht hat, sind wir ins Gespräch gekommen. So ist die gemeinsame Idee entstanden, dass er Sportunterricht bei uns anbieten kann. Kamil ist mit richtigem Herzblut und Feuereifer dabei. Mit seinem fundierten Sportwissen ist er genau der richtige Mann für diese Aufgabe. Es ist ja jetzt schon so, dass alle Kinder einmal so werden möchten wie Kamil und später bei den Netzhoppers spielen wollen“, fügt die Kita-Leiterin lächelnd hinzu.

Brandenburg wird sich beim nächsten Treffen mit Ratajczak sicherlich aus erster Hand berichten lassen, wie das Spiel in Lüneburg gelaufen ist. Bleibt zu hoffen, dass der Libero ihr viel Positives von seinem Trip zusammen mit der Mannschaft in die Reppenstedter Gellersenhalle erzählen kann.

Recent Posts
Kontaktiere uns!