In Bundesliga, Netzhoppers

Ohne den am Kreuzband verletzten Sascha Kaleck – der in dieser Saison kein Spiel mehr machen wird – und dem angeschlagenen Außenangreifer Theo Timmermann kassierte Volleyball-Bundesligist Netzhoppers SolWo Königspark KW am letzten Hinrunden-Spieltag eine 0:3-Niederlage (19:25, 17:25, 22:25) beim Tabellenvierten United Volleys Frankfurt am Main. Mit weiterhin acht Zählern rangieren die Brandenburger nach dem Ende der ersten Saisonhälfte auf Rang neun, der am Ende der Spielzeit nicht für eine vor dem ersten Punktspiel ausgegebene Play-Off-Teilnahme reichen würde.

Eine Verbesserung der derzeitigen Tabellensituation ist momentan auch nicht in Sicht, denn die nächsten drei Gegner sind Spitzenreiter Hypo Tirol AlpenVolleys Haching, SVG Lüneburg (3. Platz) und am Sonnabend, den 26. Januar, um 19 Uhr in der Landkost-Arena die SWD powervolleys Düren (5.) mit Ex-Netzhoppers-Akteur Björn Andrae.

„Uns hat die letzte Konsequenz am Netz gefehlt. Da waren die Frankfurter einfach abgezockter“, erkannte Co-Trainer Peter Schwarz, „wir hatten zwar viele gute Aktionen dabei, konnten davon aber erst im dritten Durchgang profitieren.“ In diesem Satz führten die Dahmeländer vor nur 441 Zuschauern in der großen FraPort-Arena  durchweg mit zwei Zählern Vorsprung (13:11, 16:14, 20:18). Beim Stand von 21:20 jagte Maximilian Auste einen Aufschlag übers Feld. Die Gastgeber witterten ihre Chance und glichen zum 22:22 aus. Zwei weitere Aufschlagfehler von Jan Jalowietzki und Kenneth Rooney brachten den ersten Matchball für die Hausherren. Der folgende  Schmetterball von Auste landete anschließend im eigenen Netz, so dass die Hessen nach 85 Spielminuten ihren ersten Sieg im neuen Jahr feiern konnten.

„In dieser Phase der Partie hatten wir einfach zu viel Angst bei unseren Aktionen, ansonsten hätten wir den dritten Abschnitt auch gewonnen“, erkannte Schwarz.

Etwas anderer Meinung war United-Chefcoach Stelio DeRocco: „Wir haben nach zwei guten Abschnitten unnötig den Fuß vom Gas genommen und dadurch den Gegner ins Spiel kommen lassen. So etwas kann schnell bestraft werden. Aber am Ende hatten wir dann wieder ein paar wirklich starke Szenen, und darum geht es eben. Gerade dann, wenn der Druck größer ist, den unbedingten Willen zu haben und die entscheidenden Punkte zu machen.“

Mit der Goldmedaille zum wertvollsten Spieler (MVP) wurde bei Frankfurt Zuspieler Maksim Buculjevic geehrt, der sein erstes Spiel von Beginn an machte und erst im Dezember von United als Ersatz für den langzeitverletzten Leistungsträger Patrick Steuerwald unter Vertrag genommen wurde. Der serbische  Nationalspieler hatte einen ziemlich großen Anteil daran, dass seine Teamkollegen in den ersten beiden Durchgängen durchweg in Führung waren.

Die Brandenburger lagen im ersten Satz schnell mit 3:7 hinten und konnten durch einen erfolgreichen Schmetterball von Dirk Westphal (MVP-Silbermedaille) kurzzeitig auf 9:11 verkürzen. Die Volleys spielten jedoch abgezockt ihren Stiefel herunter und lagen nach 27 Minuten mit 1:0 in Front.

Der folgende Abschnitt ähnelt dem des ersten. Frankfurt agierte am Netz sehr stark, obwohl Netzhoppers-Libero Kamil Ratajczak viele Bälle noch retten konnte. Mit einer Annahme-Quote  von 47 Prozent absolvierte er ein ganz tolles Spiel. „Kamil spielte gut“, lobte Statistiker Immo Prussak die Leistung des Polen, „es ist nur schwer, als Libero zum wertvollsten Spieler gewählt zu werden.“ Bis zum 8:8 konnten die Dahmeländer mit den Gastgebern mithalten. Nach einem kleinen Zwischenspurt (17:11) sicherte sich United jedoch den Satz (25:17).

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