In Bundesliga, Netzhoppers

Wir fahren jedenfalls nicht nach Innsbruck, um uns dort den Schnee anzusehen und Schlitten zu fahren“, sagt Coach Mirko Culic vor dem Auswärtsspiel in der Volleyball-Bundesliga der Netzhoppers SolWo Königspark KW beim Tabellenführer Hypo Tirol AlpenVolleys Haching. Die Brandenburger gehen jedenfalls als krasser Außenseiter in die Begegnung, die am Samstag um 18 Uhr in der Olympiahalle Innsbruck von Schiedsrichter Jörg Kellenberger (Neulingen-Nußbaum) angepfiffen wird.

Das Hinspiel hatten die AlpenVolleys nach einem 0:1-Satzrückstand noch mit 3:1 gewinnen können. Überragender Akteur bei den Gästen aus Österreich war damals Hugo de Leon Guimaraes da Silva, der die Netzhoppers fast im Alleingang besiegte. Ob der Brasilianer von Hypo-Coach Stefan Chrtiansky am Abend eingesetzt werden kann, ist aktuell noch sehr fraglich, denn der 198m große Außenangreifer mussten wegen sehr starken Bauchschmerzen mit dem Training aussetzen. Auch Diagonalangreifer Thomas Hodges kann bei den Innsbruckern in nächster Zeit nicht eingesetzt werden. Der Australier reiste bereits am Samstag vor einer Woche zurück nach Australien und unterzieht sich in seiner Heimat einer Schulteroperation. Dennoch hat Headcoach Stefan Chrtiansky einige Optionen. So spielten Niklas Kronthaler und Youngster Jonas Sagstetter in der Champions League in Trento bärenstark. „Die beiden sind sicher eine Option  gegen die Netzhoppers“, sagte Chrtiansky, „da habe ich keine Bedenken“.

Bei den Netzhoppers hat sich die Personalsituation etwas entspannt, denn Theo Timmermann kann nach seiner Bänderverletzung wieder springen und wird in Österreich mindestens einen Satz lang zum Einsatz kommen. Unter der Woche trainierte Zuspieler Martin Krüger vom VfB Friedrichshafen bei den Netzhoppers mit, der den mit einem Kreuzbandriss bis zum Ende der Saison ausfallenden Sascha Kaleck ersetzen soll. „Krüger hat mich überzeugt, er würde in mein Konzept passen, da er über genug Erfahrung in der Bundesliga verfügt. Wir vermissen jedenfalls Sascha sehr“, so Culic, „mit Krüger hätten wir zudem auch im Training deutlich mehr Möglichkeiten, da wir dann sechs gegen sechs spielen könnten.“

Manager Arvid Kinder steht bereits seit einigen Tagen in intensiven Verhandlungen mit dem VfB Friedrichshafen: „Wenn wir uns einigen sollten, dann könnte Martin bereits beim Spiel in Lüneburg am kommenden Mittwoch im Kader stehen. Wir müssen für ihn auch eine Wohnung finden, diese Aufgabe ist ja auch nicht so leicht in der Kürze der Zeit zu stemmen.“

 

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