In Bundesliga, Netzhoppers

Volleyballsport vom Feinsten erlebten die 810 Zuschauer in der Landkost-Arena am vergangenen Samstag. Einen großen Anteil daran hatte der heimische Bundesligist Netzhoppers SolWo Königspark KW, der bei der 1:3-Niederlage (25:21, 19:25, 21:25, 20:25) gegen den Tabellenzweiten VfB Friedrichshafen es dem 13-fachen Deutschen Meister wirklich nicht leicht machte, die drei Punkte mit zum Bodensee zu nehmen.

Netzhoppers-Coach Mirko Culic war nach dem Spiel von der Leistung seines Teams richtig angetan, hatte aber auch gesehen, dass gegen das Liga-Spitzenteam auch etwas mehr drin gewesen wäre: „Meine Jungs haben einen echt starken Auftritt gegen den VfB gezeigt. Es war auch meiner Sicht etwas schade, dass wir uns für die gezeigte Leistung nicht mit einem Punkt belohnt haben, denn der war heute gegen Friedrichshafen durchaus im Bereich des Möglichen.“

Ein ganz besonderes Match war es  für Netzhoppers-Außenangreifer Jan Jalowietzki – der mit einem Muskelfaserriss im Hintern gespielt hatte – denn er wurde in Friedrichshafen geboren und durchlief den kompletten Nachwuchsbereich beim VfB. „Es war überhaupt das erste Mal, dass ich gegen meinen Heimatverein eine Partie in der Bundesliga bestritt. Trotz meiner im Training erlittenen Verletzung wollte ich es mir nicht nehmen lassen, gegen den VfB im Kader zu stehen. Ich denke, wir haben lange Zeit auf Augenhöhe agiert, nur in den entscheidenden Satzphasen zeigte sich die ganze Klasse von Friedrichshafen“, erkannte Jalowietzki.

Ihren stärksten Satz in der bisherigen Saison zeigten die Netzhoppers zu Beginn der Begegnung. Mit druckvollen Aufschlägen wurde Gästelibero Markus Steuerwald vor erheblichen Problemen gestellt. Bis zum 7:7 konnte sich kein Team so richtig absetzen. Dann jedoch nahmen die Dahmeländer mit der lautstarken Unterstützung ihrer Fans im Rücken das Zepter in die Hand und konnten sich über die Zwischenstände 11:9, 18:16 und 22:18 ihren ersten Satzball herausarbeiten. Diesen nutzte Kenneth Rooney zum 25:21 eiskalt aus. Der Kanadier hatte gegen den VfB eine 100-prozentige Angriffsquote zu verzeichnen, denn alle seine elf Versuche landeten erfolgreich im Feld der Baden-Württemberger.

Im zweiten Durchgang setzte sich die Mannschaft von Weltmeistercoach Vital Heinen beim 13:9 das erste Mal mit vier Zählern ab. Dieser Vorsprung wurde zum Ende hin auf fünf Punkte ausgebaut, sodass beim 25:19 der Satzausgleich hergestellt wurde. Den Beginn des dritten Spielabschnittes verschliefen die Gastgeber total. Innerhalb weniger Minuten setzten sich die Süddeutschen auf 9:2 ab. „In dieser Phase lief bei uns überhaupt nichts zusammen“, ärgerte sich Zuspieler Luke Herr. Mit einem enormen Kraftakt kamen die Netzhoppers zwar bis auf zwei  Punkte heran (20:22), doch mit ihrer ganzen Klasse verwalteten die Gäste im Stile einer Spitzenmannschaft ihren Vorsprung. Mit 25:21 holte sich das Heynen-Team Durchgang Nummer drei. Im vierten Satz mobilisierten die Brandenburger ihre letzten Kraftreserven. Bis zum 6:6 waren sie dem haushohen Favoriten noch ein ebenbürtiger Gegner. Doch dann häuften sich die eigenen Fehler am Netz und in der Annahme. Dadurch fiel es dem VfB relativ leicht, mit einer durchschnittlichen Leistung sich auch diesen Abschnitt mit 25:20 zu holen.

Bilder zum Spiel gibt es bei Wolfgang Purann.

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