In Bundesliga, Netzhoppers

Vor einer richtungsweisenden Partie steht Volleyball-Bundesligist Netzhoppers SolWo Königspark KW am Samstagabend. Um 19 Uhr muss die Truppe von Coach Mirko Culic bei WWK Volleys Herrsching antreten. Mit einem Sieg könnten die Brandenburger die Bayern in der Tabelle überholen. Doch so weit denkt Culic noch lange nicht: „Wir gehen als klarer Außenseiter in die Begegnung. In der Vergangenheit konnten wir nur selten in der Nikolaushalle der Gastgeber etwas Zählbares holen.“

Der Netzhoppers-Coach ist froh, dass er beim Duell mit den Süddeutschen wieder auf seinen Libero Kamil Ratajczak zurückgreifen kann. „Kamil ist fit und kann spielen“, informiert der Trainer, „ob es bei ihm für alle Sätze reichen wird, müssen wir abwarten.“ Auch Dirk Westphal wird in der Startformation der Netzhoppers stehen, obwohl er  sich schon seit Wochen mit einem dicken Knie herumplagt. „Dirk wird erneut die Zähne zusammenbeißen und alles geben, wie wir es von ihm gewohnt sind“, sagt Culic, der auch mitbekommen hat, dass Herrsching unter der Woche einen neuen (alten) Spieler für zwei Jahre unter Vertrag genommen hat.

Nach nur zwei Monaten in Südkorea kehrte Artem Sushko zu den Bayern zurück. Der Russe nahm im Sommer ein lukratives Angebot an, mit dem Herrsching nicht mithalten konnte. „Für uns war das damals natürlich auch sportlich eine klare Schwächung, denn Artem zählte zu dem Zeitpunkt zu den stärksten Akteuren in unserem Team“, so Teammanager Fritz Frömming auf der Homepage des Vereins.

Insbesondere die Angriffsgewalt des russischen Außenangreifers fehlte gerade in den jüngst vergangenen Spielen bei den Herrschingern. Doch ab sofort können sich die WWK Volleys wieder auf die Power von Sushko freuen, denn er läuft bereits im Duell mit den Netzhoppers wieder im Lederhosentrikot auf. „Artem war im Sommer gleich Teil unserer Familie hier, auch mit seiner Frau und seinem Kind – wir sind daher in Kontakt geblieben“, so Trainer Max Hauser. „Als er dann gesagt hat, dass der Vertrag in Korea aufgelöst wird und er wieder zurück nach Herrsching möchte, haben wir natürlich sofort reagiert und alle Hebel in Bewegung gesetzt.“

Und so holte Frömming Sushko höchstpersönlich vom Flughafen ab: „Da war ich gleich selber sehr gerührt, wenn so ein Zwei-Meter Mann vor einem steht und Freudentränen in den Augen hat, weil er froh ist, wieder in Deutschland zu sein.“ Sushko selber bezeichnet den Kurzaufenthalt von zwei Monaten in Korea als Erfahrung, die er nicht mehr so schnell wieder machen wolle. „Ich freue mich jetzt einfach, wieder da zu sein, bei meiner Mannschaft und auch wieder in der Nähe meiner Familie.“ Für Mirko Culic ist der Russe ein wichtiger Eckpfeiler beim heutigen Gegner: „Das Spiel wird größtenteils über ihn gehen. Deshalb müssen wir mit viel Kampf und Einsatz versuchen, Sushko nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.“

 

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