U18 erkämpft Medaille bei der Nordostdeutschen Meisterschaft!
Geschrieben von: Tom Schwenk Montag, den 19. April 2010 um 00:00 Uhr
Mit dem Wissen um eine schwierige Mission fuhren die jungen Sportler aus KWH am Samstagmorgen nach Bitterfeld, um die winzig kleine Chance zu suchen, sich für eine Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Dazu musste das Finale erreicht werden.
Die Auslosung verlief optimal. Man bekam mit dem Genthiner VV den Zweitplatzierten aus Sachsen-Anhalt in die Gruppe und mit dem SCC den Berliner Meister, der durch eine Zusammenlegung der Vereine TSC Rudow und SCC vollständig jetzt mit der Landesauswahl Berlin identisch ist und damit haushoher Favorit ist. Optimal deshalb, da dadurch der SCC als möglicher Halbfinalgegner ausfiel. Im ersten Spiel gegen den SCC spielte man deshalb völlig ohne jeden Druck und wie das meistens so ist, da spielt man am besten. Im ersten Satz konnte sogar eine 24:22 Führung herausgespielt werden, jedoch musste der Satz trotzdem mit 25:27 abgegeben werden. Der zweite Satz verlief etwas deutlicher, jedoch hatte sich die Mannschaft damit mehr als achtbar aus der Affäre gezogen. Jetzt kam gleich das wichtige Spiel gegen den Genthiner VV, das natürlich gewonnen werden musste, um das anvisierte Halbfinale zu erreichen. Die Mannschaft spielte schlecht. Der erste Satz wurde verloren und keiner schien auch nur kämpfen zu wollen. Bei 0:3 im zweiten Satz nach einer spieltypischen Aktion, als zwei Spieler sich wieder nur anschauten, als ein Ball zu Boden fiel, platze dem Trainer Tom Schwenk der Kragen. Er nahm eine Auszeit und stauchte die Mannschaft derart zusammen, wie sie es sicher in dieser Saison von ihm noch nicht erlebt hatten. Es half ! Aus 0:3 wurde ein 8:3 und der zweite und der dritte Satz wurden souverän gewonnen. Halbfinale…
Die Heimmannschaft aus Bitterfeld, fast identisch mit der Landesauswahl Sachsen-Anhalt, setzte sich gegen eine ungewöhnlich emotionslose Truppe aus Angermünde durch und war damit unser Gegner. Im ersten Satz dominierte die Heimmannschaft und der Satz ging klar mit 25:15 an sie. Im zweiten Satz erwachte dann der Kampfgeist. Allerdings erst nach 8:13. Eine kleine taktische Umstellung in der Annahme stabilisierte die Mannschaft und bei 16:16 war der Ausgleich geschafft. Jetzt ging es Kopf an Kopf. Bei 24:23 tatsächlich der erste Satzball. Bitterfeld konnte zum Ausgleich verwandeln und ging zum Aufschlag. Ausgerechnet die stabilisiert gedachte Annahme machte bei leichten Aufschlägen zwei direkte Fehler und der Satz und damit das Spiel gingen ruhmlos verloren.
Eine Chance vertan, aber ein dritter Satz hätte auch erst einmal gewonnen werden müssen. In dem folgenden Endspiel zeigten die beiden als Vereine getarnten Landesauswahlen gutes Volleyball und bestätigten ihre Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Wir werden es im nächsten Jahr wieder versuchen. Die Mannschaft konnte sich dann aber immerhin den dritten Platz sichern und eine Medaille mit nach Hause nehmen.
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