Netzhoppers - Mädchen beim 15. Jugendpokal in Bitterfeld
Geschrieben von: Peter Lehmann Donnerstag, den 28. April 2011 um 06:48 Uhr
Eine Woche vor Ostern, am Freitagnachmittag, machte sich ein Tross von 8 Spielerinnen nebst fast kompletter Elternschaft auf den Weg zum 15. Jugendpokal nach Bitterfeld-Wolfen. Nach Ankunft im BIG Gästehaus wurden die Zimmer verteilt und man ging nach einem gemütlichen Abendessen beim Italiener recht zeitig schlafen, denn am Samstag wurde man bereits um 9.00 Uhr zur Turniereröffnung in der Halle erwartet. Der Tag begann mit einem Ständchen für unser Geburtstagskind Sophie und nach einem reichhaltigen Frühstück ging es dann gemeinsam in die Halle. Dort angekommen erwarteten uns schon die erst am Spieltag angereisten Paul Hofmann als Trainer und Anne Klatt als Co.
Vielen Dank, dass ihr euer ganzes Wochenende für die Mädchen geopfert habt. Da unsere U16 Mannschaft (für die neue Saison) überwiegend aus Spielerinnen des Jahrgangs 98 bestand, waren unsere Erwartungen für dieses Turnier nicht allzu hoch. Die Mädchen standen teilweise zum ersten Mal zu sechst auf dem Feld. Unsere Zielsetzung lautete, nicht Letzter zu werden und das Erlernen des Läufersystems in der Praxis. Nebenbei sollte der Spaß am Volleyball auch nicht zu kurz kommen.
Nach der Eröffnung wurden die Vorrundengruppen eingeteilt.
Als Gegner wurden uns die Teams vom SV Lok Engelsdorf, USV Halle und Vasas SC Budapest zugeteilt. Nach einer kurzen Erwärmung ging es im ersten Spiel gegen Engelsdorf.
Wir erwischten einen guten Start und konnten das Spiel sehr ausgeglichen gestalten. Zum Ende des ersten Satzes zeigten die Mädchen eine tolle Moral, als sie drei Satzbälle des Gegners abwehrten und so den Satz mit 26:24 gewannen. Den zweiten Satz gewannen sie nach sehr guten Aufschlagserien sicher mit 25:18. Auch das in Theorie und Training geübte Läufersystem klappte schon recht gut. Mit diesem Auftaktsieg begann der Tag für die Mädchen und den Anhang doch sehr verheißungsvoll. Das sollte sich aber im nächsten Spiel schlagartig ändern. Die Spielpause, die bei schönstem Sommerwetter überwiegend im Freien verbracht wurde, sollte den Spielerinnen gar nicht gut tun. Gegen den USV Halle waren die Mädchen auf einmal wie ausgewechselt. Die Aufschläge landeten nun im Netz oder im Aus, die Annahme kam mit den druckvollen Aufschlägen der Hallenserinnen nicht zurecht und bekam die Bälle nicht mehr unter Kontrolle. Zudem waren alle auf einmal mehr mit ihren Positionen auf dem Spielfeld als mit Volleyball spielen beschäftigt.
Logische Folge war eine klare 2:0 (17:25, 16:25) Niederlage gegen Halle. Dann waren wir an der Reihe das Kampfgericht zu stellen und hatten anschließend wieder eine längere Pause.
Im letzten Vorrundenspiel ging es nun gegen die Mädchen aus Budapest. Die durchweg älteren ungarischen Mädchen zeigten uns ihre körperliche und auch spielerische (die konnten das Läufersystem schon) Überlegenheit recht deutlich. Nach einem kurzen Strohfeuer zu Beginn des ersten Satzes erhielten wir mit dem 0:2 (25:6, 25:6) eine kleine Lehrstunde. Damit beendeten wir die Vorrunde als Tabellendritter und spielten im weiteren Turnierverlauf um die Plätze 9-16. Gegner in der Zwischenrunde war der SV Hagenow aus Mecklenburg Vorpommern. Unsere Mädchen mobilisierten im letzten Spiel des Tages noch einmal alle Kräfte. Im ersten Satz zeigten sie sich sehr konzentriert und brachten diesen mit guten Aufschlägen mit 25:20 nach Hause. Im zweiten Satz leider viele Unkonzentriertheiten und leichte Fehler, 16:25 Satz verloren. Nach einem anstrengenden Tag und über 10 Stunden in der Halle(alle anderen Mannschaften waren schon weg), musste die Entscheidung über den weiteren Turnierverlauf der Teams im Tiebreak fallen. Beide Mannschaften gaben sich bis zum 11:11 keine Blöße.
Dann gingen unsere Mädchen an ihre letzten Kraftreserven und setzten sich angetrieben von den Eltern, die sich als siebenter Mann erwiesen, mit 15:11 durch und gewannen das letzte Spiel des Tages mit 2:1. Durch diesen Sieg hatten wir unser Ziel nicht Letzter zu werden schon erreicht. In den Spielen am morgigen Sonntag sollte es für uns um die Plätze 9-12 gehen. Nach dem Siegertänzchen und dem Danke an die Eltern ging ein langer erster Spieltag zu Ende. Es wurde auch Zeit, da das Essen beim Italiener schon bestellt war. Nach den Pizzen und der Dusche sanken die Spielerinnen erschöpft ins Bett.
Am Sonntag hieß es wieder früh raus, da wir bereits beim ersten Spiel um 8.30 Uhr das Kampfgericht stellen mussten. Danach mussten wir sehr lange auf unser erstes Spiel warten.
Aber kurz nach 11 Uhr konnten wir dann endlich an den Ball. Aufgrund der langen Wartezeit schienen die Mädchen noch nicht richtig wach und fit zu sein. Die Gegnerinnen der TSG Boxberg/Weißwasser nutzten unsere Unkonzentriertheiten und Schwächen in der Annahme und schlugen uns auch in der Höhe verdient mit 2:0 (12:25, 6:25). Aber Niederlagen haben auch etwas Positives. Einige Spielerinnen waren doch recht frustriert über die Art und Weise wie dieses Spiel verloren wurde.
Nach einer kurzen Bedenkzeit und der Motivation von Paul und Anne kam eine völlig neue Mannschaft aus der Kabine. Die Mädchen wollten in ihrem letzten Spiel zeigen, das sie doch Volleyball spielen können und das Turnier mit einem Sieg beenden. Im Match um Platz 11 standen uns die Gastgeberinnen des VC Bitterfeld-Wolfen gegenüber. Um es kurz zu machen, die Mädchen zeigten Volleyball mit Leidenschaft und Einsatz. Die Aufschläge fanden druckvoll und präzise ihr Ziel, die Annahme und Abwehr leistete sich kaum Fehler und sogar der Block machte den einen oder anderen Punkt. Auch das Läufersystem, welches zum ersten Mal unter Wettkampfbedingungen gespielt wurde, klappte schon recht gut. Nach zwei anstrengenden Tagen zeigten sich die Mädchen, lautstark vom Gästeblock angefeuert, das erste Mal als geschlossene Mannschaft und als Team. Das Ergebnis dieses letzten Auftritts war ein ungefährdeter 2:0 (25:20, 25:17) Sieg und Platz 11 beim 15. Jugendpokal. Nach der Jubelrunde auf dem Spielfeld ließen sich die Mädchen von den mitgereisten Eltern feiern.
Der Fanblock der Netzhoppers (am Sonntag kam noch ein Elternpaar nach) war mit Abstand der größte und lautstärkste in der Halle. An dieser Stelle vielen Dank an alle Beteiligten und auf ein neues im nächsten Jahr. Dann aber schon am 30.03./01.04.2012.
Nach diesem Match fuhren alle Mannschaften zur Brauereiturnhalle, wo das Turnier um den Jugendpokal der U18 Mädchen stattfand. Dort erlebten wir noch unsere U16 Landesauswahl im Spiel um Platz 5 und ein tolles Finalspiel der älteren Mädchen. Vor einer Kulisse von fast 500 Zuschauern spielten die SWE Volleys Erfurt gegen Zok Srem Mitrivica aus Serbien. Verdienter 2:0 Sieger wurden die Mädchen aus Thüringen.
Hier die Platzierungen: http://www.vc-bitterfeld-wolfen.de/node/722
Im Anschluss an das Finale fand vor großer Kulisse die Siegerehrung statt. Alle Mannschaften erhielten Sachpreise und Urkunden und die Siegerteams der verschiedenen Altersklassen bekamen Wanderpokale.
Nach zwei ereignisreichen und für die Spielerinnen hoffentlich auch lehrreichen Tagen ging es dann wieder nach Hause, wo für die Mädchen nach nur zwei Schultagen die verdienten Osterferien begannen.
Netzhoppers KW U16 weiblich: Sandra Szczepanski, Hannah Weidling, Sophie Lehmann
Laura Lietzke, Michelle Schnelle, Catherine Wersuhn,
Vera Sachse und Vanessa Scholz
Trainer: Paul Hofmann
CoTrainerin: Anne Klatt
Einige Bilder vom Jugendpokal findet ihr hier.
































































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