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Home Saison Nachwuchs U16 männlich Gegen alle Widerstände - sensationeller 6. Platz bei der DM U16
Wir bedanken uns bei den Unterstützern des Vereins und des Bundesligateams.
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Gegen alle Widerstände - sensationeller 6. Platz bei der DM U16

Es folgt ein langer Vorbericht der absolut notwendig ist, um das Folgende zu verstehen!
Alles begann im Juni 2010. Auf dem Beachplatz gab es die ersten Trainingseinheiten bei Spilli und Nicole. Theo Timmermann machte gleich in seiner ersten Trainingswoche bei der neuen Trainerin die neue Erfahrung des Einzeltrainings. Sprungaufschlag hießen die Einheiten. Lustige zwei Stunden am Stück wurde fleißig trainiert, bis die 8 am Stück erreicht waren. Mit Fragen, wie „Was hat er denn angestellt?“ gerieten wir in Erklärungsnot… Aus 10 Jahren Erfahrung im U16 Bereich weiß ich, Aufschlag ist eine Waffe. Aufschlag und Annahme entscheiden in dieser Altersklasse über Sieg und Niederlage. Also sollte unser U16 Team von Anfang an mit dem Aufschlagtraining einen klaren Schwerpunkt jeder Einheit über eine ganze Saison lang verfolgen. Leicht gesagt, schwer getan.

Dennoch es lief unsere erste Maßnahme in geringer Besetzung (5 U16 Spieler) auf dem allseits bekannten Turnier in Nienburg an. Paul Beisert, der nun mit der Aufgabe betraut wurde eine Mannschaft zu führen, musste ganz schön ackern, denn 60 % der Leistung erbrachte er allein. Unsere anderen Spieler schienen meilenweit weg von dieser Leistung zu agieren. Doch war es ein kleiner Einstieg mit einem, für mich, großen Ziel. Deutsche Meisterschaft! Ich habe eine Saison lang, mit dieser am Anfang doch recht schwachen Mannschaft, auf das Ziel Medaille bei der Deutschen Meisterschaft hin trainiert. Utopisch, wie viele meinten. Nein – ein Ziel! Ein schweres Ziel, für das man hart arbeiten muss. Und ich wollte hart arbeiten! Nun denn nach unserem ersten Einstand in Nienburg trainierten wir fleißig bis zur Sommerpause an grundtechnischen Elementen in Sand und Halle. Dann endlich die Sommerferien. Für mich zählt da natürlich immer nur die letzte Woche *grins* - Trainingslager. Hochmotiviert ging es nach Blossin. Bei großartigem Wetter, tollen Speisen, einer guten Halle und einem wundervollen See wurde nun trainiert. Kann sich noch jemand an die Tischtennisbälle erinnern oder an die Pappsonnenschilder? Aber von den 14 Spielern auf meiner Spielerliste waren nur Paul Beisert, Bastian Ellerkmann und Frieder Körlin dabei. Drei Spieler. Nur ein verrückter Theo Timmermann brach extra seinen Sommerurlaub ab, um noch ein paar Trainingstage dabei sein zu können. 4 Spieler um ein Mannschaftstrainingslager zu absolvieren. Puuuuh. Das Trainingslager an sich war ein voller Erfolg und hat riesen Spaß gemacht. Vor allem an die beiden Kajaktouren erinnern wir uns alle gern. Es war eine großartige Woche!
Nun hieß es ran an die Boulletten und schauen, wie wir in die Saison starten. Auch im Trainingsbetrieb war es nicht ganz einfach. Zweimal pro Woche Nicole, einmal pro Woche Tom und einige Spieler konnten nur ein oder zweimal davon dabei sein. Zusätzlich fand die ganze Saison über eine Trainingseinheit zusammen mit der U18 statt – die uns zum Glück ein Jahr irgendwie ausgehalten hat. Alles in allem nicht unbedingt günstig, um an eine Medaille bei der DM zu glauben. Ich tat es dennoch! Es hieß nun alle ins Boot zu bekommen, alle für dieses Ziel zu begeistern. Wir starteten in die Saison mit einer Niederlage. Unser Kapitän war nicht da, unser Zuspieler verletzt – Chaos. Nun denn, es sollte über sehr viele Monate die einzige Niederlage in unserer Altersklasse bleiben! Sechs Wochen später gab es den Team-Cup. Ein Wochenende, um als Mannschaft zusammenzuwachsen und eine Menge Spaß neben dem Feld zu haben. Aus dem Team-Cup wurde eine kleine gemütliche Runde mit 5 Sportlern. Teambuilding stellt man sich etwas anders vor. Im November gab es dann den prägnanten Trainerwechsel auf dem Chefsessel. Florian Grüschow führt seitdem die Geschicke des männlichen Jugendbereichs. Das hieß auch, wieder ein neuer Trainer, wieder neue Bedingungen. Im Dezember waren wir in Brandenburg klarer Favourit auf die Meisterschaft. Mit diesem Selbstbewusstsein im Gepäck starteten wir unseren Marathon von Maßnahmen. Direkt vor Weihnachten hieß es Taschen packen und auf nach Dresden. Viel, viel Schnee habe ich in Erinnerung. Chaos bei der Unterkunft und mit unserem Zeitplan (lag übringens nicht so ganz an uns). Dann hatten wir endlich unsere erste Bewährungsprobe gegen die stärksten Teams aus Deutschland, Österreich und Polen. Zu Beginn bekamen wir ganz schön Gegenwind, dann zeigten wir unsere Spitzenleistung zu diesem Zeitpunkt und schlugen jedes deutsche Team auf das wir trafen. Unter anderen auch den TuS Fürstenfeldbruck mit 2:0. Den Wert dieses Sieges sollten wir erst nach dem vergangenen Wochenende kennenlernen. Mit großer Motivation – es waren 10 Spieler dabei – ging es in die Weihnachtspause. Es folgten unsere Qualifikationen für die Meisterschaften U16 und U18 ohne Probleme. Dann hieß es auf zu unserer wohl spektakulärsten und abenteuerlichsten Maßnahme. Wir flogen in die Ukraine, spielten eine Woche lang gegen die Spitzenteams in der U16 aus den Ostblockstaaten: Moskau, Kiev und Co. Was für eine Chance, was für eine Möglichkeit sich sportlich weiterzuentwickeln und mit den deutschen Spitzenteams gleichzuziehen. Toller Plan soweit. Nur 5 Spieler kamen mit. Den Leistungssprung dieser Trainingswoche kann man kaum in Worte fassen. Knapp zwei Wochen später gewannen 5 der 7 mitgereisten Spieler im Stamm 7er den Brandenburger Meistertitel in der U18. Das war verheißungsvoll! Nun sollte auch unsere Landesmeisterschaft folgen und wurde nun mit 11 Spielern am Start mit dem verdienten Titel belohnt. Mehr als deutlich setzten wir uns selbst im Finale durch. Nun war klar – bei der NODM mussten wir weiterkommen. Also noch einmal alle Kräfte zusammensammeln und trainieren! Zwei Wochen später bereits das nächste Event. Auf dem Rita-Neise-Gedenkturnier trafen wir wieder auf Spitzenteams aus dem In- und Ausland. Wir konnten auch den Berliner TSC, den wir bei der Nordostdeutschen Meisterschaft treffen würden, dort schon 2x schlagen. Auch dem SCC nahmen wir einen Satz ab und gewannen nach Punkten. Auch auf diesem Turnier waren wir am Sonntag nur noch mit sieben Spielern am Start. Und trotzdem blieben wir ungeschlagen. Immer noch! Wieder zwei Wochen später starteten wir nach Halle. Mit sage und schreibe 13 Sportlern, also der ganzen Mannschaft, das war eine Premiere. Es war einfach toll. Wir waren heiß und wollten den Sieg. Wir blickten bis dato auf eine ziemlich perfekte Saison und wollten den verdienten Lohn. Nun denn, auf in den Kampf. Wir gewannen gegen den ersten Gegner recht klar und mussten dann gegen den BTSC ran. Wir hatten gerade einmal zwei Wochen zuvor gleich zwei Mal gewonnen. Was sollte also passieren. Ja, denkste. Eine völlig neue Mannschaft stand vor uns und bezwang uns knapp im Tie-break. Unsere erste Niederlage in Stammformation. War das bitter. Mit hängenden Köpfen ging es in die Kabine. Dann gingen wir aus Feld und ich wusste, was geschehen würde. Wir putzten SCC einfach vom Feld. Wir gewannen souverän das wichtigste Spiel des Tages und waren für die DM qualifiziert. Etappenziel Nummer 1 war erreicht. Nun mussten wir im Finale unbedingt gegen den BTSC gewinnen, um in die günstigere Vorgruppe zu kommen. Doch unsere Kräfte waren aufgebraucht, wir verloren. Von nun an wussten wir, Giesen, Friedrichshafen und Mömlingen heißen unsere ersten Gegner. Also mussten wir noch mehr tun. Ab ins Trainingslager. Wieder einmal nach Blossin – habe ich schon erwähnt, dass es dort wirklich sehr schön ist. Dieses Mal hatten wir mehr Spieler dabei, als beim ersten Mal. Acht Spieler und ein immerhin einmal am Tag trainierender Philipp Dorn, der sich dafür extra einige Stunden Busfahren pro Tag gönnte, waren dabei. Wieder hieß es Aufschlagen bis zum Abwinken. Und es wurde richtig gut. Im Anschluss fuhren wir direkt weiter nach Leipzig, um unseren Trainingsstand gegen echte Gegner zu prüfen. Auch Leipzig war bereits für die DM qualifiziert. Durch unseren sehr gut trainierten Aufschlag, gelang es uns gut die L.E. Volleys unter Kontrolle zu bekommen und wir gewannen die ersten drei Sätze. Erst am Ende des Tages mussten wir noch zwei Sätze abgeben, kämpfen aber noch einmal als Team. Das hatte ich so von uns nur bei der Regionalmeisterschaft gesehen. Die zwei Stunden Fahrt zurück nach Königs Wusterhausen endete mit Gesängen. Wir haben gesungen, einfach so, und damit irgendwie auch gefeiert. Es hat sich Alles einfach sehr gut angefühlt! Die DM würde großartig werden. Wir waren ein Team. Naja, einige von uns zumindest. Den letzten Schlagabtausch führten wir in Dresden gegen den VC Dresden aus. Zwei Wochen vor der DM spielten wir noch einmal gegen eines der besten deutschen Teams. Sie waren ein möglicher Viertelfinalgegner für uns. Und wieder waren wir nicht besonders viele. Vor allem das Fehlen von Kapitän Paul Beisert, machte das ganze Unterfangen mehr als schwierig, um nicht zu sagen entsetzlich! Wir verloren trotz hoher Führungen alle vier Sätze. Es war grauenvoll. Wir spielten weit unter dem was wir konnten. Einige nahmen das Spiel nicht ernst, andere dachten Paul wird’s schon richten, wenn er wieder da ist. Mmmmh. Und das war unsere letzte Bewährungsprobe. Jetzt hatten wir noch genau zwei Wochen Training um unsere Schwächen zu verbessern und unsere Stärken zu optimieren. Soweit der Plan. Am folgenden Dienstag war meine Tochter schwer krank. Kein Problem, ich fahre trotzdem mit ihr zum Training. Gefahren bin ich, aber nur bis auf die Autobahn, dann qualmte es eine Runde und bei 28° saß ich mit meinem schwerkranken Kind auf dem kleinen Grünstreifen an der Ausfahrt. 1 ½ Wochen vor der DM!!! Nun konnte es ja nur besser werden. Mittwoch endlich Training. Ganz normal. Basti, Paul, Philipp, Chrissi, Fabi, Jacob. Dreißig Minuten nach Trainingsbeginn waren wir endlich 6 Spieler. Drei Stammspieler fehlten. Freitag dann wieder Ersatztraining bei Tommy, dieses Mal konnte Florian nicht. Wenigstens gab es ein freies Wochenende, nach so vielen Spieltagswochenenden. Dann ging es in die wichtigste Woche der ganzen Saison. Dienstag waren sogar fast alle dabei. Nach einem sehr guten Start, ging bei den Spielformen dann leider nicht mehr viel und mir wir wurde Angst und Bange. Dann kam Mittwoch unser Abschlusstraining vor dem Turnierbeginn. War ich erleichtert. Nur zwei Stammspieler fehlten. Daraus ließ sich etwas machen. Mit einem sehr guten Training und einem etwas mäßigen Abschluss war unsere Saison fast beendet. In dieser Woche erfuhr ich dann auch endlich abschließend wer alles dabei sein würde. Immerhin in der Woche davor, es hätte schlimmer kommen können… Kam es auch!
Im Kader von Anfang an dabei waren Theo Timmermann, Paul Beisert, Bastian Ellerkmann, Christopher Czymai, Fabian Splett, Jacob Mudrich und Frieder Körlin. Sieben von 12 Spielern. Das nenne ich einen guten Start.
Wir fuhren also mit sieben Sportlern und drei Trainern: Thomas Bock (Tommy), Florian Grüschow (Flo) und mir nach Schöneiche in unsere Unterkunft. Wir kamen zu der Adresse auf meinem Zettel und der VfB Friedrichshafen war auch gerade angekommen. Ich war stark davon ausgegangen, dass absolut keine andere Mannschaft dort schlafen würde. Nach ein paar kurzen Infos war klar. Wir sind hier falsch. Die Adresse, die ich besorgt hatte, war nicht korrekt. Also eine Runde telefoniert, noch ein bisschen Bus gefahren, und dann waren wir richtig. Durch die TSGL Schöneiche wurde uns das A10 Hotel in Vogelsdorf empfohlen. Man schläft dort nicht nur verdammt günstig, man kann auch wirklich gut und ruhig schlafen und es gibt einfach richtig tolles Frühstück! Nachdem wir also unsere Zimmer bezogen hatten, gab es die erste kleine organisatorische Mannschaftsbesprechung. An sage und schreibe sieben Sportler. Schön. Es kann ja nur besser werden, war meine Devise. Deutsche Meisterschaft. Medaille. Nur diese Gedanken im Kopf konnte ich mich immer wieder von den äußeren Umständen ablenken. Die Jungs hatten 10 Tage zuvor alle, Entschuldigung, fast alle, einen Masterplan abgegeben. Also wann wir gegen welches Team spielen und wie es aus geht, also auch wo wir am Ende landen. Auch wenn die Wege etwas unterschiedlich waren, so kamen wir bei jedem Masterplan ins Halbfinale – also auf einen Medaillenrang. Ohne das sportliche Ziel noch einmal konkret zu formulieren, denn wir wussten ja alle, was wir wollten, ging es endlich los.
Um 17:30 Uhr starteten wir zur Wettkampfhalle. Ab jetzt wurde es aufregend. Wie sieht die Halle aus? Wer ist alles da? Wie werden die anderen Teams sein? Mit einem tollen Gefühl und sehr ausgeglichen visierte ich die Halle an. Ich war zumindest schon einmal dort, ein paar Jahre zuvor. In der absolut leeren Halle, nur der Hallenwart und Tom waren da und wir dachten, das wäre eine tolle Halle um ein großes Turnier auszurichten. Ich musste daran denken, als wir parkten. Die Mannschaft von Rottenburg lief gerade an uns vorbei, als wir unsere Sachen aus dem Bus holten. So marschierten wir in die Halle. Wir gingen geradewegs auf die Tribune. Die Trennwände waren noch oben, sodass wir alle drei Felder gut sehen konnten. Es wurde bereits auf allen Feldern trainiert. Die Fahnen der Bundesländer hingen an der Frontseite und eine riesige Leinwand zeigte bereits den Spielplan vom darauffolgenden Tag. Um 18 Uhr stieß dann auch Lukas Wieland zu uns. Nun waren wir schon acht.
Ich freute mich über viele Gesichter, die ich schon kannte, und damit auf eine vielversprechende DM. Nachdem wir uns, während des Tapens die anderen Trainingseinheiten ein wenig angesehen hatten, brachen wir in die zweite Halle auf. Während wir uns nach draußen begaben, kamen die VfB-Sportler in die Halle. Zwei unserer Sportler, die mit Namen nicht genannt werden wollen, meinten noch schnell: „Warte, warte, Friedrichshafen is da, ich muss noch gucken.“ Sehr schön. Ich hoffe es sprach nur Interesse und Respekt aus diesem Mund. Mit dieser lustigen Begebenheit warteten wir kurz vor der Haupthalle. Währenddessen zeigte unser Zuspieler die absolut richtige Einstellung mit einer Äußerung zu der völligen Unwichtigkeit eines sogenannten Favouritenteams. Dann gingen wir zur zweiten Halle. Auf dem Weg begegneten uns noch ein paar entnervte Basketballer, die sich damit zufrieden geben mussten, heute wohl nicht trainieren zu können. Die Halle war groß, es gab nur ein Hauptfeld. Weiß abgeklebt. Mmmh, naja. Es trainierte bereits die Mannschaft aus Rottenburg. Ein möglicher Gegner für das Viertelfinale. Wir zeigten uns jedoch wenig beeindruckt und daddelten schon ein bisschen mit den Bällen rum. Es war genug Platz vorhanden, so dass wir auch sehr früh mit unserer Erwärmung starten konnten. Immerhin mit acht Sportlern. Wir begannen mit unserer üblichen Ballgewöhnung und ich konnte schon sehen, dass jetzt jeder bei der Sache ist. Ohne eine Ansprache, um was es geht, sah ich bei jedem den Ehrgeiz und die Bereitschaft, jetzt loszulegen. Wir trainierten dann noch unsere Waffe. Das sah wirklich richtig gut aus! Dann gab es noch eine kleine Spielform. Dabei verletzte sich Paul an der rechten Hand. Eine quadratzentimeter große, offene Brandblase – sehr günstig. Tommy und ich überlegten bereits wie wir das am nächsten Tag am optimalsten verbinden könnten. Der Abschluss des Trainings fand also nur mit einem halben Paul statt. Dennoch waren wir gut drauf, hatten uns alle ganz gut an die Halle gewöhnt und dehnten uns genüsslich aus, während Tommy und ich mit dem Ausrichter Victor Eras noch das Feld mit rotem Klebeband nachbesserten. Vielen Dank, dass hätte der BTSC nicht machen müssen. Nachdem längeren Duschen brachen wir wieder nach Schöneiche auf. Dort ging es zum Griechen ins „Korfu“. Auch diesen Tipp haben wir über einen Vermittler von der TSGL Schöneiche. Dort haben wir Reis, Geflügel und SALAT gegessen, also einige haben etwas weniger davon gegessen. Mit einer ausgewogenen Sportlermischung von Kohlenhydraten und Eiweiß machten wir uns auf den Weg zurück zur Unterkunft. Etwa 22:15 Uhr kamen wir an. Zehn Minuten später gab es noch einmal einen Ablaufplan für den nächsten Tag und ein paar kleine Hinweise, die aber nicht verraten werden. Dann ging es zu Bett. Auch ich bin früh eingeschlafen. Sehr müde und ohne Aufregung, nur mit Vorfreude auf den nächsten Tag. Um 05:56 wachte ich dann auf, ich dachte schon, mein Wecker hat nicht geklingelt. Mit Entsetzen blickte ich auf mein Handy und konnte mich dann beruhigt wieder umdrehen. Noch eine Stunde. Auf jeden Fall war ich jetzt wach. Ich schaffte es sogar pünktlich zum Frühstück. Um 07:00 Uhr waren alle pünktlich da und zu ein bisschen Soulmusik aus dem Radio gab es warme Brötchen, Eier, Orangensaft und alles was man so auf das Brötchen rauf tun kann. Sehr lecker und in meinem Fall, schnell gesättigt, konnte jeder noch mal auf sein Zimmer und seine Sachen einpacken. Dann ging es 07:50 Uhr endlich los, die Radiomusik weckte unsere müden Gesichter langsam auf und ich konnte ein paar grinsende Jungs entdecken. 08:11 Uhr parkten wir vor der Wettkampfhalle. Tausend Sachen mitschleppend liefen wir zu erst die die Haupthalle. 09:15 Uhr sollte die Eröffnung stattfinden. Wir hatten also genug Zeit, um uns an alles zu gewöhnen und zu sehen, was so passiert. Wenige Minuten später, war dann auch Tim Berger bei uns. Nun waren wir schon neun. Johannes Tauchert, ist trotz Zusage, aber gar nicht erst erschienen. Während die Jungs schon ein bisschen mit den Bällen rumdaddelten, gingen Flo und ich langsam zum Trainermeeting. Nichts Besonderes. Alles lief gut. Im Anschluss fanden schon die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung statt. Dann war es endlich so weit, die Deutsche Meisterschaft wurde offiziell eröffnet. In zum Glück sehr knappen Worten wurden alle vorgestellt und begrüßt. Dann hieß es wie immer möglichst ohne Verletzungen faire Spiele auszutragen. Wir sammelten direkt unsere Sachen und liefen zu der anderen Halle, wir kannten ja alle Bedingungen schon durch unser Training am Vorabend. Parallel wollten wir das Spiel Husum gegen Münster aufnehmen, um unseren möglichen Überkreuzgegner zu analysieren. Leider fehlte uns noch das geplante Stativ, Peter Lehmann, der mit seiner Supertrommel extra für uns angereist war, erklärte sich bereit, das Spiel aufzuzeichnen – Vielen Dank Peter – es hat uns später sehr genützt! Wenige Minuten in der Halle stellte ich fest, dass uns die Trikots für die Nachzügler fehlen. Flo fuhr so schnell er konnte, damit wir schnellstmöglich vollständig spielen konnten. Dann traf Victor Kaliberda ein, der uns ja bereits in der Ukraine eine Woche begleitet hatte und wollte den Jungs noch ein paar Worte mit auf den Weg geben. Ich hatte mich schon in der Woche zuvor riesig über den Anruf von Victor gefreut und den Jungs einen Überraschungsgast angekündigt. Auf ihn ist niemand gekommen, aber alle Ukrainerjungs haben sich riesig gefreut! Danke, Victor, dass du da warst, es hat uns noch einmal sehr geholfen! Nach der Besprechung waren die Jungs noch einen Wink besser drauf. Ich hatte diesbezüglich ein gutes Gefühl, konnte mich aber damit nicht beschäftigen. Wir hatten immer noch ein Trikotproblem, so ein bisschen Stress kann man vor dem ersten Spiel schon mal gebrauchen. Also musste ich mich zuerst mit den Schiedsrichtern besprechen wie wir das am besten Lösen können und was überhaupt erlaubt ist. Wir mussten die Entscheidung treffen, ein Trikot einem anderen Spieler zu geben und damit diesen einen nicht einmal als Unterstützung auf der Spielerbank zu haben. Frieder hat große Stärke bewiesen, indem er sich einverstanden erklärt hat, auf seiner Deutschen Meisterschaft ein Spiel auf der Tribüne ansehen zu müssen. Somit hatten wir das soweit geregelt. Unterdessen konnte ich gar nicht recht verfolgen wer sich wie eingespielt hat und welche Spieler vor allem auf der Mittelblockposition am besten drauf waren. Wir vertrauten also auf unser Urteil der Erfahrung mit den Spielern. Ich hoffte nur, dass keiner der übrigen Spieler etwas von der Katastrophe am Rande mitbekam. So starteten wir ohne ein Trikot, ohne einen Spieler und ohne Peter und seine Trommel in die erste Partie. An sich kein gutes Omen. Wir kamen sehr gut in das erste Spiel gegen Giesen rein und konnten früh einen Vorsprung erspielen. Vor allem im Aufschlag gelangen uns immer wieder gute Punkte und Theos Serie blieb mir am meisten in Erinnerung. Mit solider Stimmung und unserer gewöhnlichen Leistung schlugen wir Giesen 2:0 mit gerade einmal 10 und 13 Gegenpunkten. Das nenne ich doch mal einen Start! Damit waren wir schon auf den Plätzen 1-12 und hatten einen Überkreuzvergleich sicher. Nachdem Spiel lief die Mannschaft zu Frieder und bedankte sich noch einmal für sein tapferes Los. Frieder wiegt ja zum Glück nicht so viel. Nun konnten wir mit einem guten Polster die Halle wechseln und uns auf das zweite Spiel gegen Friedrichshafen einstellen. Wir konnten uns noch das Ende von dem heißumkämpften Gruppenspiel Friedrichshafen gegen Mömlingen ansehen. Die beiden Gegner, die uns also noch bevor standen. Der VfB hatte drei Sätze benötigt, um zu siegen. Das hieß, sie sind zu schlagen, aber auch, dass Mömlingen ein sehr ernstzunehmender Gegner ist. Diese beiden Teams hatten zwei Jahre zuvor in diesem Jahrgang das Finale der U14 Meisterschaft bestritten. Nun mussten wir beide in der Vorrunde zum Duell bitten. Vor der Partie trafen wir uns das erste Mal in unserer Kabine, die uns allen nach diesem Wochenende noch lange in unseren Köpfen erhalten bleiben wird. Dort gab es dann die von Flo gesammelten Informationen über den VfB und die Einstimmung auf das Spiel. Unsere bewährte „Musikanlage“ verlieh uns den letzten Schliff. Jetzt ging es raus aufs Feld. Die Vorgänger räumten gerade noch ihre Sachen von der Bank, als wir sie bereits übernahmen. Nun hatten wir auch unsere Eltern viel dichter am Feld und konnten ihre Unterstützung schon vor dem Spiel deutlicher spüren, als in der so verlaufenen Halle von eben. Wir machten uns gut warm und auch beim Einschlagen hatte ich einen guten Eindruck. Es würde ein sehr enges Spiel auf hohem Niveau werfen, das war klar. Aber ich wusste wir können gewinnen. Alles war offen. Nun ging es auch schon zu den Aufschlägen, während Peter uns schon lautstark anfeuerte. Ich sah wie Theo sich den Ball anwarf, anlief und, dass Fabi vor ihm direkt in Anlaufrichtung stand. Wie in Zeitlupe konnte ich es sehen und wusste, was geschah, Theo traf den Ball, fiel auf Fabi und beide kippten nach vorn. Das hatte ich in dieser Saison schon 20 Mal gesehen. Blöd, aber kein Problem. Aber Theo blieb liegen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht lag Theo immer noch am Boden. Ach du Scheiße! Bänderriss? Umgeknickt? Knochensplitterung? THEO? THEOO? In meinem Kopf kreisten blitzschnell alle Vorbesprechungen unter uns Trainern, die je stattgefunden hatten. Wenn einer der drei Leistungsträger ausfällt, ist es eh gelaufen… „Theo, bist du umgeknickt? Wo lang?“ Dann hieß es Theo vom Feld tragen. Das Umfeld nahm ich überhaupt nicht wahr. Theo lag am Boden, Flo und Tommy saßen um den Fuß herum. Ich sagte nur, Schuh ausziehen. Die beiden Friedrichshafener Trainer standen schon bei uns, sie hatten einen Kühlverband dabei und sprachen über weitere Möglichkeiten.  Ich hielt Theo fest, versuchte ihn zu trösten, und war selbst in Gedanken versunken. Es war vorbei. Alles war aus. Unser Traum von einer Medaille geplatzt. Wir hatten nun überhaupt keine Chance mehr. Ich war völlig am Boden. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie die Jungs reagierten oder die Eltern oder sonst wer. Es wurde aufs Feld gepfiffen. O man, wie sollten wir spielen. Wir mussten ja noch spielen. Der Schiedsrichter wies uns an, Theo weiter nach hinten zu legen und eine reguläre Auswechslung vorzunehmen, unser Aufstellungszettel war ja bereits fünf Minuten zuvor auf dem Schreibertisch gelandet. Es gab ja gar keine Option unsere Aufstellung darauf einzustellen.
Erste Idee, Fabi muss Außen spielen. Ok, machen wir es. Während ich Theo schon nur noch aus dem Augenwinkel sah und nun auch Theos Mutter, die von der Tribüne gekommen war, begann bereits das Spiel…
Na denn. Friedrichshafen, einen DER Titelfavouriten, vor denen der Respekt schon am Tag zuvor viel zu groß war. Gegen dieses Team sollten wir jetzt ohne Theo spielen. Ich hatte keine Ahnung wie das gehen sollte. Aber der Wunsch zu Siegen, das Ziel eine Medaille zu holen, die Hoffnung Theo könne noch heute oder spätestens morgen wieder spielen, ließ mich an unserem Traum festhalten. Wir kämpfen jetzt einfach. Mit verdammt viel Stress im Blut, begann die Partie. Wir spielten den ersten Satz also mit einem beschissenen Gefühl und ohne Ruhe. Inmitten des Satzes ist Theo dann glaube ich raustransportiert worden. Wir spielten den ersten Satz so gut es ging mit und konnten erstaunliche 18 Zähler erkämpfen. Beim Seitenwechsel holte ich mir dann die Informationen über Theos Zustand ein, während unser Trainerteam die Jungs auf den zweiten Satz einstellte. Theo kann nicht spielen, er fährt ins Krankenhaus. Au backe. Also nicht nur, dass er nicht spielen konnte, er fehlte uns auch noch als Antreiber und Motivator. Mit einer neuen Aufstellung und einem „Für Theo“ starteten wir in den zweiten Satz. Da musste doch mehr drin sein, als nur 18 Punkte. Wir mussten einfach noch besser Aufschlagen. Ich kann mich an den Verlauf schwer erinnern. Wir hatten im Prinzip keine Annahme und das Zuspiel war eine Katastrophe. Trotzdem schafften wir es immer wieder dran zu bleiben und kämpften gegen den vermeintlichen Goliath. Obgleich wir uns hineinsteigerten und unsere Möglichkeiten ausspielten, mussten wir uns 0:2 geschlagen geben. In beiden Sätzen erreichten wir 18 Punkte. In dem Moment war es einfach nicht zum Aushalten, überhaupt verloren zu haben. Im Nachhinein war das ein echt starkes Spiel von uns. Mit viel Improvisation und Stress im Blut stellten wir uns dem Gegner und hielten über lange Phasen mit. Nach dem Spiel waren wir immer noch durcheinander und konnten nicht fassen, was geschehen war. Unterdessen war klar, wir mussten heute noch in einen Überkreuzvergleich. Wir müssten Mömlingen also schlagen, um einen passablen Gegner zu bekommen. Mit einer Ansage auf die wohl niemand ohne viel Erfahrung gekommen wäre, stimmten wir die Jungs ich denke optimal in dieser Situation auf das kommende Spiel ein. Besser hätte ich in meiner verwirrten Situation das nicht hinbekommen können. Danke dafür! Nun mussten wir uns erst mal alle wieder sammeln. Uns allen war klar, was der Ausfall von Theo bedeutete. Nur die Hoffnung auf einen möglichen Einsatz am nächsten Tag, trieb uns an. Jetzt musste jeder noch ein bisschen mehr leisten. Also jeder. Wir Trainer, unsere Mannschaft und innerhalb der Mannschaft mussten die beiden verbliebenen Führungsspieler noch mehr leisten, als sie sowieso schon immer mehr leisten müssen. Das würde für alle hart werden, aber es war unsere einzige Chance. Nachdem wir uns alle ein bisschen gefangen hatten, starteten wir in die letzte Vorrundenbegegnung. Mit Mömlingen würde es nicht viel leichter werden, als mit dem VfB, das war klar. Wir versuchten also unsere Aufstellungsmöglichkeiten auszutesten und unser System für die folgenden Spiele zu optimieren. Als wir gerade beim Einschlagen waren, kam plötzlich und langersehnt Philipp Dorn aufs Spielfeld gerannt. Schnell mit einem Trikot versehen, schlüpfte er aus seinem Jugendweiheanzug und zog mit seiner Familie in die Halle ein, um dort seine Weihe zu feiern! Nun waren wir wieder neun. Da aber alle Spieler durch die Pause auch genügend Zeit hatten sich mit dem Umstand und der Unmöglichkeit eines Weiterkommens auseinanderzusetzen, brach unser Spiel völlig ein. Eigenfehler über Eigenfehler. Uns fehlte völlig der Mut etwas zu Wagen und an den Sieg zu glauben. Nachdem auch Mömlingen mit einem starken Sprungaufschläger an der Reihe war, konnte man den Blick auf die Punktetafel kaum ertragen. Stand es wirklich so schlecht um uns, spielten wir so grausam. Ja wir spielten nicht gerade gut und Mömlingen nutzte jede Situation aus, um ihre Souveränität zu demonstrieren. Wir vergaben das Spiel aus Hilflosigkeit und mit geringem Kampfgeist. Frust und Trauer waren noch immer unsere Begleiter und der starke Gegner, machte es uns nicht gerade leichter ins Spiel und auch in das Turnier zurück zu finden. Mit 0:2 (-12;-16) verloren wir mehr als deutlich. Wir hatten jetzt viel Zeit bis zum Überkreuzspiel und auch der Gegner stand noch nicht fest. Husum oder Münster würde es werden. Mensch, das Spiel hatten wir doch auf Video. Peter, das hast du super gemacht. Tommy sah sich also das Spiel an und nachdem wir wussten gegen wen wir spielen, besprachen wir unsere Strategie gegen Münster. Ein riesiger Vorteil war es, endlich das Feld zu wechseln. Wir spielten nach unseren beiden Niederlagen auf Feld 2, jetzt auf dem Hauptfeld in der großen Halle. Das spielte uns schon einmal in die Hände. Veränderungen konnten wir gerade gut gebrauchen. Zudem war die Tribüne im Verhältnis zu den anderen sehr weitläufig und dennoch nah am Feld. Wir hatten nun nach unserem dominanten Auftaktsieg (VfB und Mömlingen erzielten schlechtere Satzergebnisse) die Chance auf das Viertelfinale am nächsten Morgen. Mit Münster begegneten wir einer Mannschaft, die wir auch in unserer neuen Besetzung schlagen könnten. Also haben wir alle Möglichkeiten. Wir müssen nur gewinnen. Nach einer weiteren Ansprache in der Kabine und nachdem ich die Worte von Theo am Telefon an die Mannschaft weitergegeben hatte, ging es los. Wir spielten nun erneut mit einem anderen Zuspieler und mussten uns erst wieder ins Spiel finden. Wir rannten schon sehr früh einem deutlichen Rückstand hinter her, an 9:15 kann ich mich noch erinnern. Dann begannen wir noch einmal während des Satzes ein paar Umstellungen. Brandenburg ist ja mit Angermünde dafür bekannt, dass ein außergewöhnlicher Spieler parallel als Annahme und Angriffsspieler auch aus jeder möglichen Situation zuspielt. Gesagt getan, das kann Basti also auch. Über einen immer druckvoller werdenden Aufschlag kämpfen wir uns wieder ins Spiel zurück. Jeder erzielte eine kleine Serie und wir konnten im Endkampf sogar noch an Münster vorbeiziehen und gewannen sehr knapp mit 25:23 den schon fast verlorenen Satz. Wie schön, dass wir in der Vorbereitung so oft das Aufholen von Rückständen trainiert haben. Es zahlte sich aus. Wir waren jetzt so in Kampfeslaune und völlig getragen von der Euphorie des Satzgewinns, dass wir an unsere grandiose Endleistung anschlossen und wieder mit Basti im Zuspiel und Superpaul in Verbindung mit dem Kampfgeist jedes einzelnen im Turnier waren. Jetzt waren wir wach, jetzt waren wir siegeshungrig. Die unfassbare Stimmung von der Tribüne, die Trommel und die Tröten, das Klatschen und Schreien mit schon heiseren Stimmen puschte uns nach oben. Wir wollten auch den zweiten Satz. Wir starteten passabel und steigerten uns mit jedem Ball. Basti sammelte Kilometer - Geld für die schlechten Annahmen und versorgte Paul mit ausreichend Pässen. Superpaul verwandelte jeden Pass in einen Punkt, wir waren nicht zu stoppen. Nun erhielt auch Chrissi seinen ersten Pass über die Mitte und machte sich um seinen allerersten Angriffspunkt verdient. Auch Lukas und Tim spielten sich langsam warm, sodass wir im Angriff ein bisschen breiter aufgestellt waren als zuvor. Auch im Block konnten wir immerhin 1, 2 mal punkten, das war mehr als zuvor im Turnier. Philipps Aufschlagpunkte holten uns die hohe Führung und wir waren nicht mehr zu stoppen. Endlich kam der Schlusspfiff und wir liefen zusammen. Sieg, Sieg, Sieg, wir sind im Viertelfinale. Wir haben es geschafft.  Jeder ist ein Stückchen über sich hinaus gewachsen und so seinen Beitrag zu diesem kaum erreichbaren Ziel Viertelfinale beigetragen. Dabei schafften es unsere beiden Leistungsträger eine unfassbare Konstanz zu entwickeln und ackerten bis zum absoluten Ende ihrer Kräfte. Sie spielten wie Helden. Als wir unseren Jubelkreis aufgelöst hatten, war er endlich da. Theo. Ich war so glücklich. Wir hatten einen großartigen Sieg davon getragen und wir hatten Theo wieder. Das war ein toller Abschluss für diesen ersten Turniertag. Wir bedankten uns natürlich noch mit einer kleinen Rutschpartie bei unserer Fangemeinde, die sich auch am Ende ihrer Kräfte befand und alles gegeben hatte, um uns mit aus tiefstem Herzen anzufeuern. Das war einfach großartig! Es war so ein unglaublicher Erfolg! Ich bin so stolz auf unsere Leistung. Wer hätte nach dieser merkwürdigen Saison, den Rückschlägen am selben Tag, damit gerechnet, dass wir eine sportliche Qualifikation für das Viertelfinale erreichen. Mit diesem Kader. Ich habe es kaum für möglich gehalten. Umso höher ist dieser Erfolg zu werten!
Geschafft, erleichtert und auch euphorisiert verweilten wir noch ein wenig in der Halle, bis wir uns nach dem Duschen langsam Richtung Busse begaben. Eine Entscheidung musste derweilen noch in der Halle getroffen werden, versuchen wir Theo für das Viertelfinale zu therapieren. Wollen wir uns die Chance erhalten im Viertelfinale gegen Schwerin mit unserer ersten Sechs anzutreten. Nach einer langen und schweren Entscheidungsfindung, dann endlich die Erlösung. Ja wir versuchen es. Das würde hart für Theo, aber wir versuchen es. Damit behielten wir die Hoffnung am nächsten Tag gegen den absoluten Titelfavouriten Schwerin im Viertelfinale unsere Chance auf eine Medaille zu wahren. Mit einem Therapieplan für den Abend und darauffolgenden Morgen in der Tasche fuhren wir immer noch beflügelt zu unserem Lieblingsgriechen. Es gab die doppelten Portionen. Das konnte sich sehen lassen. Und man hatten wir Hunger! Der Chef des „Korfu“ unterhielt uns noch mit kleinen Späßen und Philipp gewann eine kleine Wette. Es war abgesehen von Theos Gesicht ein fröhlicher Abgesang des Tages. Nach ein paar ordentlichen Portionen Fleisch gab es dann noch ein Eis – ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass ich das erlaubt habe… Gegen 21:00 Uhr waren wir da. Vollgefuttert und erschöpft, aber auch positiv eingestellt, stürmte jeder erst mal auf sein Zimmer und freute sich ein bisschen Freizeit zu haben. Philipp und Tim bezogen ihr Zimmer und ich suchte das Gespräch mit Theo und begann unsere Therapie. Mit einer lustigen, unterhaltsamen und vielleicht auch etwas schmerzhaften Duschprozedur unterhielten die Jungs im Duschraum die ganze Etage. Gibt es eigentlich auch ein Video davon? Aber es klang verdammt lustig! Immerhin konnten wir wieder darüber lachen. Nachdem Pauls Muskulatur ein wenig gelockert war, ging es an Theos Eis, Eis, Eistherapieplan. Wir versuchten nun auch aufzutreten und einen Schritt zu gehen. Das war hart, Theo und mir war klar, die Wahrscheinlichkeit liegt bei unter einem Prozent, dass er am nächsten Tag würde spielen können. Trotzdem hielten wir alles offen und wollten es so weit es geht versuchen. Es ging auch darum die Mannschaft zu motivieren und unsere Hoffnung auf einen Sieg und damit auf die Bronzemedaille am Leben zu halten.
Zum Abschluss des Tages spielten wir dann doch noch zwei Runden Werwölfe des Düsterwaldes. Netzhoppers war der Seher, Schwerin und Friedrichshafen die Werwölfe und die anderen Viertelfinalisten stellten die Bürger. Nun völlig erschöpft und sehr sehr müde, ging es auf die Zimmer. Wir hatten am nächsten Tag einen harten Brocken vor uns. Schlaf hatten wir dringend nötig. Zum Abschluss sprachen wir noch ein letztes Mal mit Paul und Basti über das kommende Spiel und unsere Möglichkeiten. Wir wollten das Spiel gewinnen, wir sahen unsere Chance und wollten sie ergreifen. Wir hatten immer noch große Hoffnung!
Tommy und ich wollten unseren Gegner nun noch analysieren, um für den nächsten Tag gut vorbereitet zu sein. Aber in dem Verletzungsstress ist der Videoplan wohl völlig untergegangen. Wir wussten also gar nichts! Tommy und ich waren schon ein wenig frustriert und doch glaubten wir fest daran, gewinnen zu können. Verdammt müde, schlief ich schnell ein und hatte wenig Zeit mir noch den Kopf zu zerbrechen.
Dann war es so weit. Aufstehen! Wieder wachte ich schon vor Sechs auf. Ich wollte wohl nicht verschlafen. Nach ein wenig Schlummern, begann ich meine Sachen zu packen und mich für das Frühstück zu rüsten. Ich war zwar recht müde, aber gut gelaunt und voller Zuversicht. Einige Spieler waren schon da. Erneut zog der Duft von frischen warmen Brötchen durch den Flur und ich bekam doch ein wenig Hunger. Wieder war es die Guten-Morgen-Musik aus dem Radio, die mich unter die Lebenden zog. Alle sahen ziemlich kaputt aus. Die Gesichter waren nicht so strahlend, wie am Morgen davor. Im Gegenteil. Wir wussten, es ist für uns beschissen gelaufen und wir können die DM nicht mehr gewinnen. Das war ein verdammt schlechtes Gefühl. Aber der Glaube an den Viertelfinalsieg war fest verankert.  Nachdem wir ausgiebig und in aller Ruhe gefrühstückt hatten, verabschiedeten wir uns vom „A 10 Hotel“ und fuhren mit lautem Radio Richtung Halle. An diesem Morgen war es wieder Aloe Blacc, der mir am meisten im Gedächtnis blieb. Wir fuhren etwa 15 Minuten, bis wir in die Straße einbogen und an unserem gewohnten Platz parkten. Langsam ging es Richtung Halle. Viertelfinale. Waoh! Wie hatten wir das nur geschafft? Schwerin als klarer Favourit auf der anderen Feldseite, alles würde davon abhängen, ob wir Theo spielfähig bekommen würden. Während Basti in schönem Himmelblau einen dekorativen Verband bekam, hieß es für Theo Fußgelenksarbeit. Naja alles begann erst mal mit Auftreten. Allein bei dem Satz stell dich jetzt auf deinen Fuß, sprach quälende Angst aus Theos Gesicht, prompt stellte er sich voll und ganz auf seinen gesunden Fuß. Prima Theo. Nein – auf den anderen! Jaa, so sieht Schmerz aus. Aber Aufgeben zählt nicht zu unseren Stärken. Während die Mannschaft sich auf dem Nachbarfeld ausbreitete und die bereits rumdaddelnden Schweriner von unserer Feldseite drängte, pendelte ich immer wieder zwischen beiden Feldern. Es gab diesen Morgen auch anständige Musik. So tanzte ich mich von Feld 2 auf Feld 3 und zurück. Zuversicht in den Gesichtern unserer Sportler war wenig zu erkennen. Also musste ich ackern. Ich glaubte an Theos Genesung. Ich sagte immer wieder er wird spielen. Theo wird spielen. Ich glaubte fest daran, dass es möglich war. Theo lief nun immer schneller, immer noch in Schonhaltung, aber schneller, wir kämpften beide, er weit mehr als ich. Den Schmerz konnte ich selbst nur erahnen, aber ich konnte ihn sehen. Aber die Hoffnung zu spielen, die Hoffnung auf einen Sieg gegen Schwerin, die Hoffnung auf eine Medaille waren so unermesslich, dass der Schmerz nicht die Hauptrolle spielen würde. Wir waren soweit. Alle Füße getaped, Pauls Megablase verbunden und Chrissis Hand bestärkt, es konnte losgehen. Noch einmal trafen wir uns in unserer Kabine. Noch einmal hieß es die Jungs zu motiveren! Fest daran zu glauben mit Kampfgeist, Einsatz und Ehrgeiz heute eine Chance auf den Sieg zu haben. Wir haben die Möglichkeit! Wenn wir gewinnen haben wir eine Medaille. Eine Saison lang haben wir uns auf diesen Tag vorbereitet. 12 Monate für diesen Tag trainiert. Jetzt oder nie. Diese Chance bekommen wir kein zweites Mal. In zwanzig Jahren werden wir alle noch an diesen Tag denken. So gingen wir zurück auf das Spielfeld. Theo spielte sich mit ein – was für ein Zeichen! Meine Aufmerksamkeit lag zu 50 % auf Theo und zur anderen Hälfte auf der Mannschaft. Selbst für ein paar Punkte zu spielen, würde uns so einen Schub geben, dass Alles möglich war. Doch in den Gesichtern von Paul und Basti sah es nicht sehr verheißungsvoll aus. Ich las ihre Gedanken. Ich ignorierte sie. Spätestens als Paul vom Trainerteam zu einem schweriner Spieler geschickt wurde, um die Aufstellung herauszubekommen, war klar – wir hatten nicht die geringste Ahnung. Wir waren nicht vorbereitet. Nun die Aufstellung, würde Theo spielen, nein jetzt noch nicht, für ein paar Bälle, ja. Demotiviert und in kleinem Chaos ging es aufs Feld. Wer spielt denn nun was. Wo stehe ich. Noch gar nicht ganz wach und völlig irritiert von unseren Umständen, wurde das Spiel angepfiffen. Egal. Wir starteten gleich mit 1:0, so konnte es weitergehen. Die Tribüne war voll. Netzhoppers und Schweriner Eltern lieferten sich ein lautstarkes Duell. Wir kämpften auf dem Feld. Unsere erste Annahme, vergeben. So ein Mist. Egal. Der nächste, den nächsten haben wir. Paul wird punkten. Nein. Wieder vergeben. So rannten wir von Anfang an einem Rückstand hinterher. Nun pfiff die Schiedsrichterin auch noch ein Zuspiel von Basti ab, damit war es schon gelaufen. Unsere Motivation war immer noch voll da. Der Glaube den Satz gewinnen zu können, war jedoch verloren. Wir spielten mit schwachem Aufschlag, angstvoll und doch kämpferisch. Aber alles, was wir Schwerin entgegenstellten wurde souverän aufgehalten. Lediglich Paul und Basti gelang es direkte Punkte zu machen, und was für welche. Ein jehes Ende war in Sicht. Mit unfassbaren 13 Punkten gaben wir den Satz an Schwerin ab. War das denn möglich. Waren wir so schlecht? Wir mussten einfach in unseren Aufschlag finden, wenn wir unsere Stärke ausspielen, haben wir die Chance den Satz zu gewinnen, dann haben wir die Möglichkeit in den Tiebreak zu gehen. So musste das Ziel lauten. Also jetzt noch einmal alle Kräfte mobilisieren und uns alles offen halten. Lasst uns mithalten, lasst uns zeigen, dass auch Schwerin Schwächen hat. Mit 0 zu 2 starteten wir in den Satz. Man man man. Aber Rückstände aufzuholen ist glasklar eine unserer bedeutendsten Stärken. Also los jetzt. Dann 1 zu 4. Das war kein guter Start und trotzdem kämpften wir. Zu recht! Bei 7 zu 8 waren wir wieder dran. Wir konnten den Satz gewinnen. Dann der Einbruch, von 7 zu 8 auf 7 zu 11. Wir vergaben drei Punkte in Folge. Egal, wir können das Aufholen. Ich wusste wir können das Aufholen. Lasst uns jetzt endlich zeigen, was unsere größte Waffe ist. Aufschlag! Wir brauchten unseren Aufschlag! Paul ließ den Dreierblock also im Regen stehen und punktete, Chrissi kam zum Aufschlag und erspielte promt ein As. Jaaaa! Genau so! So schaffen wir das! Weiter! Wieder war es Paul, der den starken Schweriner Block alt aussehen ließ. Yes! Von 7 zu 11 auf 10 zu 11. Auszeit Schwerin! War das geil. Ja, wir waren dran, wir mussten nur unser Aufschlagniveau halten. Gesagt getan. Basti holte uns das nächste As. 12:13 und weils so schön war, gleich noch mal. Wieder Basti, wieder As. 13:13. Wir waren dran. Gleichstand. Jetzt haben wir sie!!! 14:14 durch Pauls überragende Angriffsleistung blieben wir im Spiel. Doch unsere größte Schwäche ließ uns erneut einbrechen. Annahme. Ohne unseren bekannten und stark trainierten 2er Annahmeriegel mit Paul und Theo, war es so schwer. Schwerin schlug ebenfalls sehr stark auf. Das konnten wir nicht halten. 14 zu 17 der Zwischenstand. Jetzt brauchten wir wieder eine Serie. Wieder war es Paul der uns auf 15 zu 17 ran brachte. Dann Spielerwechsel zum Aufschlag. Verschlagen. Nein! 15 zu 18. Das war ein denkbar schlechtes Zeichen. 15 zu 21 der Zwischenstand. Was sollten wir tun. Wir mussten das irgendwie aufholen! Auszeit 16:21 dann ging es hin und her. Schließlich erspielte uns Paul mit einer Aufschlagserie ein 19 zu 23. Es waren immer noch vier Punkte. Aber es war möglich. Wir hatten das immer wieder trainiert! Schwerin spürte unseren Aufwind und Wili Holz nahm seine letzte Auszeit. 19:24 Nein. Jetzt mussten wir richtig ackern, kämpfen, um jeden einzelnen Punkt. Paul holte uns das 20:24. Jetzt waren wir am Aufschlag, das war unsere Chance. Schwerin nahm an, baute auf, griff an. Der Ball kam über die 2 die Linie runter. Unhaltbar. 20:25… Paul setzte sich aufs Feld, Basti zog das Trikot über sein Gesicht. Wir gratulierten schnell dem verdienten Sieger des Viertelfinales, dann ging ich langsam zur Tür, schon auf dem Weg schoss das Wasser in meine Augen. Aus der Tür raus, brach es endlich heraus. So habe ich nach einem Spiel noch nie geweint. Es war so schlimm. Es war so hart. Warum nur? Warum? Warum hatten wir nicht die Chance mit Theo zu spielen? Warum sollte es nicht so sein? Tiefer Schmerz löste sich aus meiner Brust und ich ließ den Tränen freien Lauf. Ich konnte es nicht fassen. Ich konnte es einfach nicht begreifen. Und entsetzlich stark spürte ich die Enttäuschung über unser Los… Viel Schluchzen, unzählige Tränen und unansprechbar, verweilte ich im Freien, um meiner Seele Luft zu machen… Langsam lief ich den endlosen Flur entlang Richtung Kabine. Alle Spieler saßen auf den Bänken mit leeren Gesichtern. Tränen liefen noch immer über die Wangen. Ich hatte mich beruhigt und nahm Basti, der der Tür am nächsten war, als ersten in den Arm. Aber ich konnte es nicht aufhalten. Wieder überströmte meine Emotion das Gesicht mit salzigem Wasser. Wir saßen einfach da und fühlten gemeinsam den Schmerz und die tiefe Trauer. Das machte es mir leichter, zu wissen, dass wir den Schmerz teilen. Ich versuchte erneut die Fassung zu finden, spülte mein Gesicht mit kaltem Wasser ab und zwang mich Worte aus meinem Mund hervorzubringen. Wir hatten nicht einmal die Chance unsere eigentliche Leistung zu zeigen. Es ist einfach nicht zu ertragen… Zwischen weiteren Tränenschüben sagte ich zu meinen Spielern, jeder sollte vielleicht etwas essen, etwas trinken, zu seinen Eltern gehen, sich ein anderes Spiel ansehen, sich einfach ein bisschen ablenken. Niemand stand auf! Wir litten gemeinsam. Fortwährend. Schließlich konnte Tommy meinen Standpunkt noch einmal aufnehmen und klar formulieren, wir haben es einfach nicht verdient 8. zu werden. Wir haben es einfach nicht verdient. Lasst uns noch einmal kämpfen, egal gegen wen. Wir haben es nicht verdient. Eine gefühlte Ewigkeit, die mir unglaublich gut tat, saßen wir noch beisammen. Stumm und unermesslich traurig. Schließlich stand ich auf und verließ den Raum. Nun hieß es sich abzulenken und einfach irgendetwas zu tun. Essen oder so. Hunger hatte ich, glaube ich, aber Essen war schwer. Nun gut, Leipzig war es ebenfalls nicht gelungen sich gegen den zweiten Favouriten Friedrichshafen durchzusetzen und wir konnten unser Replay vom Trainingslager spielen. Nachdem wir uns alle ein wenig beruhigt hatten, ging es dann auf unser Siegerfeld. Das Hauptfeld in der großen Halle, hier sollten wir nun unsere Ehre verteidigen und uns die bestmögliche Platzierung aus dem Pool 5-8 erspielen.
Ich weiß nicht mehr, woher wir die Kraft nahmen. Zumindest kannten wir Leipzig und es fiel uns leicht uns auf diesen Gegner einzustellen. Sie hatten uns gestern schon angefeuert und wir auch sie. Nun mussten wir uns ein Spiel lang wieder als Gegner betrachten. Und wie sollte es anders sein, wir fielen sofort in Rückstand. Fanden zunächst unseren Aufschlag nicht und unsere Annahme war entsetzlich, ich frage mich immer noch wie Basti, das Alles verwerten konnte. Also Rückstand und dann auch noch deutlich. Aber Aufgeben kam nicht in Frage, wir spielten uns hinein, fanden endlich wieder unsere Waffe und dann ging es los. Wir holten Punkt für Punkt auf und zogen zu Ende des Satzes gleich. Nun mussten wir unseren unbändigen Siegeswillen demonstrieren. Wir taten es. Denkbar knapp mit 25:23 holten wir uns den ersten Satz und ließen unseren Frust in diesem Ergebnis aufgehen. Dennoch waren zu viele Umstände in unseren Köpfen, es fiel uns sehr sehr schwer in den zweiten Satz zu finden. Wieder lagen wir von Anfang an zurück. Letztendlich beschlossen wir für Paul eine Pause daraus zu machen und gaben den Satz mit unglaublichen 9 Zählern an Leipzig ab. Das war egal. Im Tiebreak stand alles wieder auf Null. Jetzt mussten wir vom ersten Punkt an unsere Waffe rausholen und die Annahme auseinandernehmen. Gesagt getan. Endlich starteten wir mit einem Vorsprung in einen Satz. Wir schlugen auf wie die Götter. Das war ein Fest. Unser Frust war kompensiert und unsere Motivation unaufhaltsam auf Sieg eingestellt. Jeder einzelne aktivierte noch einmal alle Kräfte und Biss die Zähne zusammen. 15:11 Wir liefen zusammen und feierten gebührend unseren unglaublichen Erfolg. Es ist uns gelungen eine kaum für möglich gehaltene Leistung abzurufen. Jeder Spieler ist über sich hinaus gewachsen und hat um sein Leben gespielt. Wir wollten diesen verdienten Lohn. Wir wollten unsere Ehre und unsere Arbeit, die wir über eine Saison lang mühevoll investiert hatten, gebührend verteidigen. Es hat sich gelohnt. 6. Platz. Es folgte eine tolle, kleine Siegesfeier vor den Eltern, die uns nach wie vor lautstark unterstützt haben. Jetzt konnten wir um Platz 5 spielen. Wir hatten nun die Möglichkeit uns direkt hinter den Medaillenrängen einzuordnen und einen gebührenden Abschluss für eine anstrengende Saison zu erspielen. Wir hatten aber nur wenig Zeit. Direkt im Anschluss sollte es weitergehen. Um kurz etwas Luft zu holen, was bei der heißen Luft im Freien kaum möglich war, suchte ich meinen Weg nach draußen. Nach ein paar Minuten kam ich wieder in die Halle und das Einschlagen war schon in vollem Gange. Paul war jedoch noch nicht mit einem neuen Verband versorgt und mein Trainerteam fehlte gänzlich. Na super. Mein Frust stieg wieder etwas an und machte sich kurz vor dem Anpfiff dann lauthals Luft. Das musste einfach raus. Tut mir leid Jungs. Mit viel Stress hieß es nun schnellstens eine Aufstellung zu notieren und in unser allerletztes Spiel zu starten. Moers hatte uns das Turnier über verfolgt und unsere Stimmung und den Teamgeist gelobt, der von außen offenbar stark zu erkennen war. Gegen eine sympathische Mannschaft bestritten wir nun unser finales Spiel der Deutschen Meisterschaft. Jetzt war klar, welche Mannschaft nach dem anstrengenden Turnier mehr Kräfte mobilisieren konnte, würde den 5. Platz gewinnen. Jetzt zählte nicht mehr, wer welche Fähigkeiten hat, es galt nur noch die Erschöpfung zu überwinden. Wenn wir gewinnen, sind wir direkt hinter den Medaillen. Dafür lohnt es sich noch einmal alle noch übrigen Reserven anzuzapfen und bis zum letzten Punkte Alles zu geben. Schwer in das Spiel gestartet, das kannten wir ja nun schon, spielten wir gut mit und uns gelangen noch ein paar sehenswerte Spielzüge. Auch die Spieler aus Moers waren mit ihren Kräften völlig am Ende. Dennoch schenkten wir uns nichts. Immer eng dran, verloren wir durch sich häufende Eigenfehler am Satzende mit 20 Zählern. Noch einmal drei Sätze. Oje. Vor allem Basti und Paul sahen eher so aus, als würden sie gleich umfallen, als wenn sie noch 2 Sätze durchhalten würden. Aber das spielte keine Rolle, wir würden im Nachhinein bereuen, jetzt nicht noch einmal das letzte rausgeholt zu haben. So schafften wir uns wieder heran zu kämpfen und das Spiel lief auf Augenhöhe. Zwischen sehr langen Spielzügen und zunehmenden Eigenfehler schwankte der Satz hin und her. Am Ende fehlte uns dann völlig die Kraft und als das Spiel mit 0:2 (-20;-21) an Moers ging, war es viel mehr die Erleichterung sich unserer Erschöpfung hingeben zu können, als die Enttäuschung nicht den fünften Platz erreicht zu haben. Wir fielen förmlich zu Boden und waren einfach fertig. Nun noch ein letzten Mal aufraffen und den Eltern für ihre großartige Unterstützung über das ganze Turnier danken, dann endlich nur noch rumliegen und abschalten. Wir hatten Alles gegeben und erlagen nun verdient unseren Strapazen. Mehr ging nicht. Im Anschluss mussten noch die Bälle gesammelt werden und es gelang nach einiger Zeit alle zusammenzusuchen. Dann machte sich doch der Hunger bemerkbar und das Mittagessen rief nach uns. Ein wenig gestärkt und froh darüber, dass es endlich vorbei war, erholte sich jeder ein wenig. Einige bei ihren Eltern, andere an der frischen Luft und wieder andere beim Zuschauen in der Halle. Es fühlte sich an, als sei kaum Zeit vergangen und unsere schweren Beine trugen uns an das Hauptspielfeld, um uns das Finale anzusehen. Schwerin gewann den ersten Satz gut umkämpft, mit dem stärkeren Aufschlag, recht souverän. Im zweiten Lauf, flatterten dann die Nerven und die Bayern aus Fürstenfeldbruck konnten gleichziehen. Im letzten Satz des Turniers gelang es unserem Viertelfinalgegner sich verdient durchzusetzen und den Titel „Deutscher Meister“ mit nach Hause zu nehmen.
Bei der folgenden Siegerehrung wurde durch den Hallensprecher Stefan Kachlik, noch einmal Theos Verletzung aufgegriffen, durch die unsere Mannschaft nicht ihr Leistungsvermögen zeigen konnte und doch zeichnete sich Theo als Antreiber vom Feldrand aus, der seine Mannschaft würdevoll unterstützt. Wieder liefen Tränen über mein Gesicht. Es war so hart. So unverdient. So ungerecht. Das schlimmste war, dass wir einfach nicht die Chance dazu hatten, zu zeigen was wir können. Dass wir nie wissen werden, welchen Rang wir geholt hätten. Fest steht, wir hätten um die Medaillen gespielt. Es ist uns gelungen, nach dem Ausfall von Theo so einen Schub zu bekommen, dass wir mit den Spitzenteams mithalten konnten. Wir haben das fast Unmögliche geschafft und sind trotz aller Widrigkeiten und Schicksalsschläge, weit vorne gelandet. Wenn wir uns ansehen, wer vor uns ist, dann macht mich das sehr sehr stolz. Der Schweriner SC ist Deutscher Meister, wir haben es geschafft einen Satz lang mit dem kompaktesten Team des Turniers mitzuhalten, trotz des Ausfalls. Wir haben mit einer großartigen Mannschaftsleistung dem Turniersieger die Stirn geboten und nie aufgegeben. Den deutschen Vizemeister haben wir im Dezember mit unserem Stammsechser in Dresden 2:0 besiegt. Friedrichshafen und Mömlingen, die beide schon in unserer Vorgruppe waren, haben eine Medaille erhalten. Gegen diese drei Mannschaften zu verlieren ist keine Schande. Es ist ein riesiger Erfolg, dass wir mit dieser Mannschaft, in dieser Konstellation so ein Ergebnis erzielen konnten. Lediglich gegen die Jungs aus Moers wäre mehr drin gewesen, aber es hat uns einfach die Kraft gefehlt, mehr war einfach nicht mehr drin. Wenn wir bedenken, dass auch Giesen, den noch bestmöglichen Platz 13 errungen hat, ist eigentlich erst klar, in was für einer Gruppe wir uns befunden haben. In der stärksten Vorrundengruppe der Deutschen Meisterschaft. Drei von vier Teams zogen in das Viertelfinale ein. Und alle drei Teams landeten auf den ersten 6 Plätzen. Und das, obwohl wir geschwächt waren.
Wir haben eine großartige Deutsche Meisterschaft gespielt. Gegen alle Widerstände, kleine und große, haben wir uns durchgesetzt. Wir sind über uns hinausgewachsen und haben das Undenkbare erreicht. Wir sind mit nur zwei Leistungsträgern, durch den vollen Einsatz jedes Spielers und einer überragenden Mannschaftsleistung, die sechstbeste Mannschaft in Deutschland! Das ist ein wahnsinniger Erfolg. Der größte den die Netzhoppers in ihrer jungen Geschichte mit einem eigenen Team bisher erreicht haben. Ich bin verdammt stolz auf uns!

Für so eine Leistung ist nie nur ein Einzelner verantwortlich. Hinter diesem Erfolg steckt eine Menge Arbeit und viele Menschen haben dazu beigetragen. Angefangen von Theo Lotsch, der diesen Bereich erst ausgebaut hat und bei den Spielern immer noch im Kopf ist, über eine Saison bei Tom Schwenk, in der einige einen großen Leistungssprung gemacht haben, bis hin zu unserem aktuellen Trainerteam, das ist der Erfolg einer ganzen Reihe von engagierten und leidenschaftlichen Menschen. Allein die Eltern, die ihre Söhne in die Halle fahren, auf die Maßnahmen mitlassen uns zusätzlich noch am Feldrand unterstützen. Kleinigkeiten einkaufen, Tapeverbände besorgen, Trikots waschen, Kuchen backen, Fotos machen, Stative besorgen und die auch oft frustrierten Jungs nach dem Training wieder aufbauen. DANKE! DANKE für ihr Engagement! Danke für jede noch so kleine Unterstützung! Das ist auch Euer Sieg liebe Eltern und Großeltern!!!

Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an die Sportler unserer U18! Ein ganzes Jahr habt ihr uns ausgehalten, unterstützt, motiviert, trainiert, Leistung zur Verfügung gestellt. Einige haben uns selbst auf den Maßnahmen begleitet, sind bei den Meisterschaften extra in die Halle gekommen, um uns zu Unterstützen. Mein besonderer Dank geht hier an Firas, Kevin und Martin, die immer dabei waren und uns bis zum Ende bestmöglich geholfen haben. Vielen, vielen Dank!

Ohne die organisatorische Kette hinter den eigentlichen sportlichen Elementen, kann so ein Wettkampf und vor allem so eine Saison nicht gespielt werden. Hier sind zwei Namen verdammt hoch zu heben. Kati Splett, die unsere Geschicke aus der Geschäftsstelle leitet und selbst kurzfristig immer eine helfende Hand parat hat. Und Florian Grüschow, der nicht nur im Freitagstraining und in der besonderen Förderung unserer Landesauswahlspieler eine bedeutende Rolle hat, sondern auch im Hintergrund, nicht für jeden sichtbar alle Fäden zieht und uns zu diesem Erfolg geführt hat. Ich danke Euch beiden aus ganzem Herzen!!!

Bevor ich nun zu unseren eigentlichen Akteuren kommen, gibt es noch drei Namen, die unbedingt aufgezählt werden müssen: Peter Lehmann, der uns über ein halbes Jahr lang stets verfolgt hat, immer in der Halle ist und auch für unser finales Turnier seine Supertrommel ausgepackt hat und beide Tage bis nach Marzahn gefahren ist, um sich seine Hände wund zu trommeln. Vielen, vielen Dank Peter, für dein Engagement.
Zudem ist Tommy Bock als Co-Trainer unbedingt hervorzuheben. Du hast uns schon auf den Turnieren zur Seite gestanden, warst auf jeder Meisterschaft unser Taktikspezialist und konntest uns mit deinen Ideen immer noch ein bisschen besser machen. Für mich bist du mehr als nur eine Stütze! Ohne dich würde ich nicht funktionieren!!! Mir kommt jetzt schon wieder das Wasser in die Augen. Danke, einfach nur Danke, dafür, dass du diesen Weg mit uns und mit mir gegangen bist! Es war mir eine Ehre!!!
Bei unseren ganzen Wehwehchen und leider auch ernstzunehmenden Verletzungen war es Landestrainer Tom Schwenk, der uns mit seinen Tipps, Verbänden und der Erstversorgung überhaupt erst möglich gemacht hat, unser Leistungsniveau abzurufen. Ohne die Optimierung unseres Werkzeugs, nämlich unserem Körper und dem dazugehörigen Geist, kann ein sportlicher Erfolg nicht errungen werden. Im Namen aller Sportler möchte ich mich ganz herzlich für deine Unterstützung bedanken, die oft auch über die physische Versorgung hinausging!

Nun ist es mir ein ganz dringendes Bedürfnis Euch meinen Stolz aufzuzeigen. Denn die eigentlichen Akteure sind unsere Spieler. Mit einem Kader von 14 Sportlern sind wir gestartet, am Ende waren es zehn, die diesen Erfolg tragen!

Paul Beisert unser wohl großtes Talent, hat ein ganzes Wochenende in sieben endlosen Spielen Höchstleistung gebracht. Als wahrscheinlich bester Angreifer der Meisterschaft bist du jedem Gegner ein Dorn im Auge gewesen. Unter höllischen Schmerzen in Knie und an deiner rechten Schlaghand hast du 50 % unserer Mannschaftsleistung allein erspielt. Gegen Schwerin hast du im zweiten Satz allein 12 der 20 Punkte erspielt. Wahnsinn! Nur durch dich hatten wir überhaupt die Möglichkeit so weit zu kommen. Dein gnadenloser Ehrgeiz und deine bewundernswerte Leidenschaft für unser klares Ziel haben dich zu überragenden Leistungen geführt. Als stummen Spieler mit guter Leistung habe ich dich kennengelernt und als Führungsspieler und Kapitän mit lauten Ansagen, taktischen Umstellungen, Diskussionen mit den Schiedsrichtern und vor allem mit geballter Faust Emotionen ausstrahlend hast du die Saison beendet. Ich bin unfassbar stolz auf Dich!!! Du bist unser Kapitän, das hast du in jeder einzelnen Sekunde gezeigt und gelebt. Jetzt gilt es diese Leistung mit auf den Nationalmannschaftslehrgang zu nehmen und neue große Taten zu vollbringen. Wir sind alle bei dir!

Bastian Ellerkmann, der mit seiner Position von den meisten unterschätzt wird, hat ein phänomenales Turnier gespielt. Gerade gegen Schwerin und in den entscheidenen Spielen, die wir gewonnen haben, konnten wir deinen Wert erkennen. Ohne eine halbwegs stabile Annahme, mit der wohl schlechtesten Annahme aller Turnierteilnehmer, hast du aus jeder Katastrophe eine Vorlage erspielt. Ohne deine Laufarbeit und deine Präzision wäre das nicht möglich gewesen. Gerade als wir mit dir in der Annahme gespielt haben, ist jedem klar gworden, wie unersetzlich du bist. Mit sensationellen Aktionen und Pässen, wie ich sie von keinem anderen Zuspieler auf dieser Meisterschaft gesehen habe, hast du uns zu unserem Ruhm verholfen. Das war einfach großartig. Gegen Schwerin warst du der beste Spieler! Ganz groß, Basti! Ich bin so stolz, ich kann das kaum in Worte fassen!! Danke Basti für deine Leistung!

Theo Timmermann, für dich war es die schlimmster Meisterschaft, die du je hattest und je haben wirst. Wenn man von außen seiner eigenen Mannschaft zusehen muss, die einigen Gegnern zum Teil ausgeliefert ist und weiß man selbst könnte so sehr helfen und eine Niederlage abwenden. Man könnte mit genau dieser Mannschaft so viel mehr erreichen, dann ist das weit schlimmer, als auf dem Feld zu stehen und es in der Hand zu haben. Das Schicksal wollte es so, wir können solche Verletzungen nicht abwenden, sie gehören zum Sport dazu. Und doch Theo, haben wir auch erst durch deine Verletzung dieses Leistungsvermögen abrufen können, wir haben die DM für dich gespielt. Unser Viertelfinalsieg wäre nicht möglich gewesen ohne den unbedingten Willen für dich dieses Spiel mitzugewinnen. Du hast trotzdem bis zum Schluss gekämpft und uns angefeuert, warst mitten drin und hast uns gezeigt wie sehr wir dich brauchen, selbst wenn du nicht auf dem Feld stehst. Danke Theo, das ist auch dein Erfolg, ich bin sehr stolz darauf, wie sehr du dich durch den Schmerz gebissen hast!

Philipp Dorn, der als einziger mit unseren drei Führungsspielern die höchste Anzahl an Maßnahmen mitgemacht hat. Der von seiner Jugendweihe, die man ja bekanntlich auch nur einmal im Leben hat, direkt zur Meisterschaft gefahren ist, um mit uns auf dem Feld das Bestmögliche herauszuholen. Dass du immer dabei warst hat sich am Ende so dermaßen ausgezeichnet. Wer hätte am Anfang der Saison gedacht, dass du einmal im Stammsechser stehen würdest. Aber du hast immer dafür gekämpft. Immer dein Möglichstes getan. Uns mit deiner guten Laune und deiner lauten Stimme immer vorangetrieben. Du hast an diesem Wochenende das Spiel deines Lebens gemacht. So gut habe ich dich noch nie gesehen. Das war der Wahnsinn!

Christopher Czymai, zwei Jahre jünger als die anderen Stammspieler. Wahrscheinlich der jüngste Stammspieler der ganzen DM. Spät bist du auf unseren Zug aufgesprungen, obwohl du schon beim Team-Cup gezeigt hast, dass du es eigentlich willst. Nach einer schweren Phase hast du deine Entscheidung getroffen. Hart trainiert und dich oft überfordert gefühlt. Aber du warst nie überfordert. Ich wusste immer, was ich tat. Du hast es jetzt schwarz auf weiß. Diese Leistung, an diesem Wochenende, dein Einsatz, dein Kampf. Boah! Ich fand es beeindruckend mit wie wenigen Fehlern und mit welcher Souveränität du das Turnier gespielt hast. Ich bin sehr sehr stolz auf dich!

Lukas Wieland, als Gast und spät dazu gestoßener und nur auf Turnieren und in Trainingslagern voll dabei seienden, hattest du es sehr schwer. Aber du hast sofort ins Team gefunden. Passt als Mensch einfach ganz toll zu uns und hast durch deinen Kampfgeist immer gezeigt wie wichtig du für uns bist. Mit dem mit Abstand wenigsten Training, ist es dir gelungen als Stammspieler immer unersetzlich zu bleiben. Du hast einen gewaltigen Leistungssprung über die ganze Saison und vor allem noch einmal auf diesem Turnier gemacht. Bis zum letzten hast du für uns gekämpft und bist ein Teil von uns geworden. Vielen Dank, dass du bei uns warst und bist und wir das mit dir erleben dürften!

Tim Berger, obwohl selten beim Training und wenn dann mit sehr dürftiger Leistung, bist und bleibst du ein Turnierspieler. Dann drehst du auf und gibst alles. Oft konntest du fehlende Trainingsleistungen in diesem Wettkampf nicht ausmerzen und dennoch hast du gekämpft und alles gegeben. Mit jedem Spiel hast du dich gesteigert und am Ende einen gehörigen Beitrag zu unserem Erfolg geleistet. Danke, dass du Teil dieser Mannschaft warst.

Fabian Splett, wie Chrissi, zählst du zu den jüngsten Spielern des ganzen Turniers. Dir ist es gelungen einen der schwierigsten Jobs überhaupt zu meistern. Von draußen zusehen, wie es nicht läuft, reinkommen und sofort durch die eigene Leistung und das Auftreten die ganze Mannschaft mit zuziehen und wieder aus dem Loch zu holen. Das hast du brilliant gemeistert. Und auch wenn du nicht auf dem Feld standest, habe ich dich immer am lautesten Rufen hören, selbst in den aussichtslosesten Momenten hast du immer noch deine Stimme eingesetzt, um uns voran zu treiben und uns den Glauben an den Sieg wieder ins Gedächtnis zu rufen. Du kannst sehr sehr stolz auf dich sein. Ich bin es voll und ganz!

Jacob Mudrich, verdammt spät, bist du auf unseren DM Zug aufgesprungen. Erst im letzten Trainingslager. Und sofort ist es dir gelungen, einen riesigen Schub zu machen und auf die anderen aufzuschließen. Ich bin sehr froh, dass wir das zusammen geschafft haben und du dich jetzt als Teil dieses großen Ganzen verstehst. Danke für die letzten Wochen und auch deine Leistung bei der DM, bei der auch du Große bewiesen hast, indem du dich in den Dienst der Mannschaft gestellt hast. Vielen, vielen Dank!

Frieder Körlin, ohne auch nur einen einzigen Punkt zu spielen und mit der riesigen Geste dein Trikot auch noch einem anderen Spieler zu geben, hast du mich mit am Meisten beeindruckt. Deine Leistung hat sich über die Saison enorm gesteigert und am Ende hattest du einen Aufschlag, den man getrost als Waffe bezeichnen kann. Ganz groß. Sich so in den Dienst der Mannschaft zu stellen, trotzdem immer bei fast allen Maßnahmen dabei zu sein und deine Mannschaft durch deine Anwesenheit immer zu unterstützen, großartig. Das zeichnet einen wundervollen Menschen aus. Danke Frieder, dass ist auch deine Leistung!

Auch Paul Thielemann, der es leider nicht mehr geschafft hatte, uns in der Halle zu unterstützen, war in Gedanken bei uns. Immer hast du nachgefragt wie es aussieht und uns die Daumen gedrückt. Das zeigt wie sehr Mannschaft wir doch noch am Ende geworden sind. Danke!

Abschließend möchte ich noch einmal sagen, dass es ein schwerer Schlag war Theo zu verlieren und die DM ohne die Option auf den Titelgewinn zu spielen. Wir sind alle daran gewachsen und haben trotzdem unsere Leistung gesteigert und unser bestes gespielt. Genau das habe ich erwartet. Wenn ich weiß, wir haben Alles gegeben, dann ist es auch möglich zu verlieren. Jetzt mich ich nur noch stolz und glücklich Teil dieses großen ganzen zu sein!

Das ist ein Erfolg aller Netzhoppers!

Kangaroos, das ist ein riesen Erfolg! Ich danke Euch für diesen großen Erfolg am Ende eines sehr schweren Weges! DANKE FÜR ALLES!

und hier gibt's nochmal den Link zu den Bildern:

Kommentare 

 
#13 Paul Beisert 2011-06-15 17:39
So ein paar Worte auch noch von mir zur dm
Ich fand wir haben richtig hammer gespielt und haben auch richtig als Mannschaft zusammen gehalten. Trotz der Verletzung von theo haben wir alle unser bestes gegeben und nicht den Mut am Spiel verloren. Und der 6. Platz war dafür auch noch eine richtig hammer Leistung. Und darüber können wir megerstolz auf uns sein.
 
 
#12 Tommy 2011-06-06 18:57
Habs jetzt auch endlich mal geschafft... und es ist als wäre es erst gestern gewesen, wenn man den bericht liest.wie immer gut gemacht nicole =)
ich bin wirklich dankbar, dass ich ein teil dieses teams sein durfte und euch auf diesem weg begleiten konnte! und ich hab auch immer mein bestes getan um euch zu helfen, ober-indianer-ehrenwort =)
dieses gefühlschaos war echt heftig! ich hätte euch eine medaille so gegönnt! am freitag abend hab ich noch zu nicole gesagt "wir können hier gewinnen" und das hätten wir wirklich gekonnt! arbeitet weiter so hart an euch und vielleicht schafft ihr es noch einmal so weit.

ich glaub wir haben ungefähr 2,5 tonnen tape an dem wochenende verbraucht - danke an alle sponsoren! ;) und da hier bisher kaum jemand "danke" gesagt hat, mach ich das nochmal für alle, die sich angesprochen fühlen:
DANKE!!! =)
ach und basti, gott sei dank hast du dich gegen fußball entschieden ;)
 
 
#11 ... 2011-06-04 21:14
Der Bericht ist echt klasse und typisch Nicole!!!;)
Glückwunsch!
 
 
#10 Eva Ellerkmann 2011-06-01 08:37
Nicoles Bericht hat mich die gesamte vergangene Saison nacherleben lassen. Und an vielen Stellen hat es so "gekribbelt" als wenn es live wäre!! Und die DM war für mich wie 2 Tage "Krimi".
Danke Nicole :-) , danke Jungens :-) , danke den Eltern :roll: , danke dem Verein! :-)
Supergroßen Dank für den Bericht. Er wird archiviert!
Und ich freue mich (als Eltern)auf die nächste Saison.
 
 
#9 Silke 2011-05-31 06:26
Herzlichen Glückwunsch euch allen und gute Besserung für Theo. Nicole, der Bericht ist der Wahnsinn, hast du die Nacht durchgeschriebe n?? Dein Hang zur Perfektion kommt auch hier durch, wa? :lol:
Ich freu mich besonders, weil das Team jetzt eng zusammengerückt ist. Genau das hat neben dem Leistungszuwach s ja gefehlt. Gute Voraussetzungen für die neue Saison und nochmal:
fettes Bienchen euch allen!!! Wir sind mächtig stolz auf euch!
 
 
#8 Basti Ellerkmann 2011-05-30 13:21
dann nochmal vielen dank für die saison:)
und vielen dank noch an die eltern, die uns mitverfolgt haben, sogar in der ukraine teilweise( vielendank an viktor für die geile woche!) oder sonstwohin nach deutschland begleitet haben und uns unterstützt haben!
 
 
#7 Basti Ellerkmann 2011-05-30 13:19
also erstmal bedanke ich mich auf jeden fall für eine sehr geile saison...
vielen dank an die ganze mannschaft. und besonderer dank von mir an nicole und tom schwenk!!! wieso, wissen die, die es wissen sollen schon.;)

dann zur dm: ich fand die dm einfach hammer, ich denke wir können megestolz auf uns sein, dass wir nachdem ein leistungssträge r ausgefallen ist noch mit so einer geilen leistungdas viertelfinale erreicht haben!!! ich denke wir haben die ganze halle beeindruckt und insbesondere alle mannschaften gegen die wir so aufgetreten sind, dass netzhoppers einen leistungsträger so kompensieren kann!!! der 6. platz war eine sehr starke leistung von dem team in dem wir alle teil sind.:)
ich werde die saison nie vergessen.
für dich theo war das bestimmt die schlimmst meisterschaft die du je erleben wirst. von aussen zuzusehen wie die eigene mannschaft sich bemüht, und nicht helfen zu können ist sicher das beschiss... gefühl...
 
 
#6 Fabian Splett 2011-05-28 09:29
tja leute, lange Saison bedeutet auch langer Bericht :lol:
Meine Augen brennen, weil ich sooo lange auf den Bildschirm starren musste :o
es war eine Haaammersaison! !
wir haben uns ALLE weiterentwickel t!

auf hoffentlich noch ein paar schöne Jahre Nicole! :lol: :lol:

du hast deinen Job gut gemacht! 8)
 
 
#5 Theo Timmermann 2011-05-27 16:50
alles zusammen war zu lang...
 
 
#4 Theo Timmermann 2011-05-27 16:49
Ich denke mal, diese Saison werde ich nicht so schnell vergessen! Und ich will mich auch noch einmal bei Tommy und Herrn Schwenk bedanken, die sich ebenfalls aufgeopfert haben, um unsere Leistung zu optimieren. Dankesehr! :D Danke nochmal an alle für diese tolle Saison und alles was dazugehört! ;-) Hmm muss mal gucken, dass mein Kommentar nich länger als der Bericht von Nicole wird. ;-) Auf eine erfolgreiche nächste Saison mit hoffentlich ebenso vielen oder mehr Höhepunkten, als in dieser Saison. Auch noch einmal ein großes Dankeschön an den Cheftrainer des männlichen Bereiches Florian Grüschow, der uns wohl alle mit seinem, wenn auch nicht so häufigen Training, weiter gebracht hat. Ich bin sehr gespannt auf die nächste Saison. Ich hoffe, ich genes schnell wieder und kann bald wieder mittrainieren. ;-)
 
 
#3 Theo Timmermann 2011-05-27 16:49
Haha wenn man sich mal durchliest, wie die dich auf einmal alle so sehr mögen, dann muss man leicht lachen. Wie ich am Anfang doch immer komisch angeguckt wurde, wenn ich gesagt hab, dass du ne gute Trainerin bist. ;-) Hmm ich fand die Saison eigentlich ganz cool und ich denke wir hatten alle unseren Spaß und ich hoffe, dass wir dadurch alle einen Schritt zusammen gemacht haben und weiterhin als Team arbeiten werden. Naja das mit der Meisterschaft ist schade, aber es gab ja am gleichen Tag noch ne gute Nachricht ;-) und daher betrachte ich diese Meisterschaft jetzt erstmal als Vorbereitung. Ich bin sehr gespannt auf die nächste Saison, auch wenn wir uns nicht mehr ganz so oft sehen werden. Ich möchte dir auch nochmal für all deine Mühen, mich in besonderem Maße zu fördern, bedanken. :-)
 
 
#2 Christopher Czymai 2011-05-27 16:00
Ich finde ihn genauso klasse wie Phillip. :lol:
Ich finde von meinen 13 Trainern hab ich mich bei Nicole am meisten weiter entwickelt. :P

Und ich hoffe sie bleibt :cry:
 
 
#1 Philipp D. 2011-05-27 12:25
Ich und meine Mum haben ca. ne STunde zum lesen gebraucht :lol:
Und das ist kein Wunder . Der Text ist klasse ! Genauso wie die vergangende Saison ! :-) Theo nimm den Kopf hoch !!! So oft hab ich dir das schon gesagt .
@Nicole : Vielen vielen vielen vielen Dank für diese Saison . Du bist KLASSE ! :lol:
 

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