Zwischen Stolz und Wehmut
Geschrieben von: Paul Hofmann Dienstag, den 24. Mai 2011 um 19:51 Uhr
„Diese Platzierung ist der größte Erfolg einer reinen NETZHOPPERS-Mannschaft überhaupt.“ Soweit waren sich nach dem 6. Platz der U16-Jungs (Foto mit Sebastian Prüsener) bei ihrer Deutschen Meisterschaft in Berlin alle einig.
Obwohl man das Abschneiden getrost als Sensation bezeichnen konnte, schwang im Lager des brandenburgischen Landesmeisters ein bisschen Wehmut mit: Leistungsträger Theo Timmermann verletzte sich vor dem zweiten Spiel ebenso unnötig wie unglücklich, musste Ball gegen Krücken tauschen und sich fortan mit der emotionalen Unterstützung seiner Kameraden begnügen.
„Mit Theo haben wir früh im Turnier einen unserer beiden Hauptangreifer verloren. Dieser Umstand in Kombination mit den fehlenden Optionen von der Bank und dem starken Leistungsgefälle innerhalb des Teams haben uns eine bessere Platzierung gekostet. Wir sind mit dem 6. Platz hochzufrieden, wissen aber auch, dass wir mit Theo um die Medaillen gespielt hätten“, bedauerte Delegationsleiter Florian Grüschow nach einem aufreibenden Wochenende.
In Bestbesetzung hatte man zuvor keine Probleme mit dem TSV Giesen gehabt und mit einem souveränen 2:0 den gewünschten Einstand ins Turnier gefeiert. Der Schock über Timmermanns frühen Ausfall und eine gewisse Unsicherheit, welche Aufstellung für den weiteren Turnierverlauf die beste sei, prägten die verbleibenden Vorrundenspiele. So verließ die Truppe von Trainerin Nicole Markwart nach beiden Duellen mit 0:2 das Parkett als Verlierer.
„Die Jungs waren erfreulicherweise keineswegs entmutigt“, beschreibt Grüschow die Stimmung in der Kabine nach dem dritten Platz in der anspruchsvollen Gruppe. „Schließlich konnten wir gut einordnen, gegen wen und warum wir gerade den Kürzeren gezogen hatten: Der VfB Friedrichshafen sowie der TV Mömlingen, die schon vor zwei Jahren in der U14 den Titel unter sich ausgemacht haben, galten als Favoriten auf die Goldmedaille. Beide stießen später bis ins Halbfinale vor und verfügen einfach über die größere individuelle Klasse.“
Die Hoffnung auf das Halbfinale war währenddessen ungebrochen, da in der Zwischenrunde mit dem TSC Münster ein ebenbürtiger Kontrahent warten sollte. Beim folgenden 2:0 trug die abgeänderte Aufstellung endlich erste Früchte, die NETZHOPPERS boten eine geschlossene Mannschaftsleistung und konnten sich über zahlreiche erfolgsgekrönte Aktionen ihres überragenden Hauptangreifers Paul Beisert freuen. „Paul hat über das ganze Wochenende hinweg fantastisch agiert: Er deckte die Hälfte des Feldes in der Annahme ab, machte aus 90% seiner Angriffe einen Punkt und brachte uns immer wieder mit Aufschlagserien in Front“, wählte Delegationsleiter Grüschow überaus lobende Worte für den Athleten, der vor kurzem in die Jugendnationalmannschaft berufen wurde.
Damit stand man im Viertelfinale, in dem mit dem Schweriner SC kein Geringerer als der spätere deutsche Meister wartete. Dieser versetzte allen Hoffnungen auf einen Überraschungserfolg einen Dämpfer und zog ohne Satzverlust ins Halbfinale ein, während die NETZHOPPERS der größeren Qualität Rechnung trugen und sich nun in Platzierungsspielen um die Plätze 5 bis 8 versuchen durften. Dabei erwachte der Kampfgeist nach wechselhafter Leistung gegen die L.E. Volleys aus Leipzig glücklicherweise im rechten Moment und die Brandenburger konnten die Sachsen im Tiebreak bezwingen.
So kam es zum eigenen kleinen Finale um Platz 5 zu einem weiteren Duell zweier Bundesligaclubs: Es ging gegen den Moerser SC ans Netz. Nach einem anstrengenden Wochenende, das man fast durchgängig mit den gleichen sechs Spielern bestritten hatte, war die Luft schlicht und ergreifend raus. Nach einem 0:2 und dem daraus resultierenden 6. Platz waren sich nach anfänglicher Enttäuschung dennoch alle einig: Die NETZHOPPERS haben dem fehlenden Fortune getrotzt und eine exzellente Deutsche Meisterschaft bestritten. Schließlich unterlag man verletzungsgeschwächt ausschließlich Mannschaften der Top 5.
Das somit beste Ergebnis einer Mannschaft, die komplett aus NETZHOPPERS-Akteuren besteht, kann am kommenden Wochenende sogar noch getoppt werden: Dann misst sich die U20 in Hirschau mit der Creme de la Creme ihres Jahrganges.
Paul Hofmann
Kommunikation NETZHOPPERS
hier noch ein paar Bilder von der Meisterschaft:
































































Kommentare
Nächste Saison werde ich bestimmt öfter am Feldrand stehen und meinem kleinen Brüderchen + mannschaft bei gewinnen zu sehen
Glückwunsch zum verdienten 6. Platz.
ich freue mich schon sehr auf die nächste Saison!
Von mir nochmal ein FETTES Lob an Paul Beisert der ein überragendes Turnier und eine tolle Saison gespielt hat!
Und da ich gerade in Fahrt bin: Vielen Dank an den Verein!!
Ich bin stolz auf EUCH Jungs! Das war EURE deutsche Meisterschaft und IHR habt hoffentlich das Turnier EURES Lebens gehabt... Ich werde versuchen, das ganze schnell aus meinem Kopf zu kriegen und auf mein Turnier warten... Auf eine glücklichere nächste Saison!