U16m - Hattrick!
Geschrieben von: Nicole Markwart Sonntag, den 06. März 2011 um 21:11 Uhr
Am Sonntagmorgen war es nun endlich soweit, die langersehnte U16 Meisterschaft vor heimischem Publikum stand bevor. Um 08:40 Uhr fanden die ersten fleißigen Helfer ihren Weg in die OSZ Halle. Zu allererst wurde hochmotiviert am Erstellen des Buffets gearbeitet – die Arbeit hat sich in jedem Fall gelohnt! Nachdem auch der Aufbau der Netze begonnen hatte, konnten wir mit bereits bekannten Tönen in den Tag starten. Dann ging es in erst Mal in die Kabine, die erste Standpauke abholen, war ja wieder klar, das einiges schief läuft… Unsere Youngstars begannen mit der Erwärmung, während mit dem Duft des ersten frischen Kaffees in der Nase die Auslosung stattfand.
Gruppe A Lindow, Netzhoppers und Luckenwalde; Gruppe B Potsdam, Herzberg und Angermünde. Wir starteten also nach einer durchaus dürftigen Erwärmung in unsere erste Partie gegen die Sportler aus Lindow. Wie zu erwarten war, ein schwerer Start. Noch nicht richtig wach, nicht richtig erwärmt und doch auch ein bisschen aufgeregt, hatten die ersten Ballwechsel wenig mit attraktivem Volleyball zu tun. Dennoch fanden wir – wenn auch sehr langsam – ins Spiel. Die Lindower Jungs fielen vor allem durch ihren Biss in der Abwehr auf, und arbeiteten weit besser als wir daran jeden Ball noch zu holen. Am Ende waren wir aber doch überlegen und konnten mit 2:0 (15;14) unseren ersten Sieg einfahren. Nun hieß es eine Runde pfeifen oder sich ein Stück Kuchen oder noch viel schlimmer, eine der leckeren Waffeln an Nicoles Augen vorbei zu schummeln (Hatte eigentlich jemand Bifis dabei *grins*). Nach einer etwas intensiveren Erwärmung und mental deutlich besser eingestellt nahmen wir es mit den Jungs aus Luckenwalde auf, die in dieser Saison wohl den größten Leistungssprung gemacht haben. Wir konnten uns dennoch frühzeitig absetzen und holten uns den verdienten Gruppensieg mit 2:0 (16;11). Nun hieß es ab in die Kabine die nächsten Arbeitsaufträge des Trainerteams einholen und husch ins Halbfinale. Hier waren es die Jungs aus Potsdam, die vor allem durch ihren noch sehr jungen Hauptangreifer auffielen. Im ersten Satz fanden wir endlich zu unserem gewohnten Aufschlagniveau und konnten uns damit deutlich absetzen. Auch die Landeshauptstadt musste sich mit 0:2 (-9;-15) Zählern geschlagen geben. Damit war das Minimalziel erreicht und wir haben uns für die Nordostdeutsche Meisterschaft qualifiziert. Während unsere Partie zügig gespielt war, konnten wir uns noch lange unseren nächsten Gegner ansehen. Das zweite Halbfinale: Angermünde-Luckenwalde blieb bis zum Ende spannend und konnte erst im Tiebreak entschieden werden. Am Ende setzte sich aber doch der Leistungsstützpunkt Angermünde als Finalist durch. Es folgten die ersten Platzierungsspiele um 5 und 3. Wieder sollte es unheimlich spannend werden. Vor allem schenkten sich Potsdam und Luckenwalde nichts. Eine Medaille war äußerst begehrt. Auch hier konnte erst der Tiebreak eine Entscheidung bringen. Denkbar knapp mit gerade einmal 15:13 gelang es den Potsdamern das Team aus Luckenwalde zu schlagen und sich damit die Bronzemedaille zu sichern.
Nun begann der für uns spannendste Teil des Tages: FINALE! Während die VCAler bereits lange beim Einspielen, mussten wir uns erstmal vom Schiedsen des eben genannten Spiels in die Kabine begeben. Die letzte Ansprache des Tages und die taktische Spielweise wurden vom Trainerteam vorgegeben und nun konnte es losgehen. Mit 15 Minuten Erwärmung, das kannten wir ja den Tag über schon, ging es endlich ans Einschlagen, ausnahmsweise dürften die Landeskaderspieler auch mal in den 3-Meterraum schlagen (ist sonst ja bei mir verboten). Dann ging es mit Spotlights und Einlaufmusik… ähm nein… in der Bundesliga sind wir noch nicht… es war noch nicht ganz so spektakulär, aber für ein Finale durchaus angebracht: Das Einlaufen. Beide Finalisten begaben sich ein die Hallenecken und alle Spieler wurden nacheinander verlesen und stürmten aufs Feld zu ihren Mannschaftskollegen. Dabei steigt das Adrenalin schon langsam etwas an. Nun noch einmal zusammenkommen, die letzten zwei Sätzchen bei den Trainern abgeholt und ab aufs Feld. Anpfiff. Nun hieß es Alles oder Nichts. Nur der Titel war genug. Also mussten wir arbeiten und das weit mehr als in den vorangegangen Spielen, das war klar. Wir spielten natürlich auf dem Großfeld, ein Vorteil und ein Nachteil. Erstmal in den Aufschlag reinfinden, aber es ist uns gelungen und zudem ein Vorteil für unsere Sprungaufschläger, die durchaus jeweils eine kleine Serie verbuchen konnten. Das erste Mal einem echten Block gegenüberstehend musste unsere Angreifer doch etwas mehr arbeiten als sonst, aber das hatten wir ja zu genüge trainiert und nach ein paar Blockpunkten der Gegner, war für sie nichts mehr zu machen, wir schlugen oben an, vorbei, oben rüber. Es war schon schick. Vor allem das schnelle Tempo mit dem Basti unsere Angreifer versorgte bereitete dem Block einige Schwierigkeiten. Auch uns gelang es im Block ab und an zu Punkten, denn auch Angermünde war mit zwei Hauptangreifern an den Start gegangen. Am Ende waren wir doch klar überlegen und konnten auch im Finale mit 2:0 (16;14) einen deutlichen Sieg hinlegen. Nach dem Abpfiff stürmten alle zusammen und auch die Zuschauer wurden mit einer kleinen Hechteinlage mit Dank bedacht.
Als Saisonvorrundensieger und Favourit ist es uns gelungen auch am entscheidenden Tag unsere Leistung abzurufen. Auch wenn wir noch weit besser spielen können, das habe ich in Dresden und der Ukraine schon gesehen. So ist es doch ein riesiger Erfolg, hinter dem viel Arbeit steckt. Schon Theo hat den Jungs die Basics beigebracht und Tom dürfte im letzten Jahr daran pfeilen und nun war es an mir, diese Fähigkeiten auszubauen und der Mannschaft damit einen verdienten Meistertitel zu ermöglichen. Wir haben aber noch viel vor in dieser Saison in einem Monat, am 10.04. geht es in Halle in die nächste Runde, nur als dortiger Finalist können wir uns ein Ticket für die Deutsche Meisterschaft in Berlin erspielen. Das bedeutet einen Monat harte Arbeit, wir werden Alles dafür tun, um uns sportlich weiterzuentwickeln und vor allem endlich als Team zusammenzuwachsen. Wenn uns das gelingt haben wir Chancen uns für die DM zu qualifizieren.
Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei den vielen Helfern bedanken. Bei den Eltern, die ihre Jungs überhaupt erst zum Training lassen, fahren, hinschleifen – je nach Tagesstimmung. Die einen ganz großen Beitrag an diesem Sieg tragen, nämlich Ihre Kinder! Zudem haben Sie wieder einmal ein ganz großartiges Buffet zusammengestellt und ich denke alle Gäste damit zufriedengestellt. Auch hierzu gehört immer Vorarbeit und für alle fleißigen Mailschreiber, Telefonisten, Kuchenbäcker, Brötchenschmierer, Würstchenkocher und Waffelbäcker ein RIESEN Dankeschön. Auch die Betreuung des Verkaufs bedarf Zeit, vor allem wenn man lieber seinen Sohn in der Hall spielen sehen würde, auch für diese Aufopferung einen ganz lieben Dank!
Ein weiteres Super Dickes Dankeschön geht an unsere beiden Schiedsrichter Jonathan Sommerfeld und Martin Schulze, die den GANZEN Tag lang ein hohes Niveau gepfiffen haben. Vielen, vielen Dank! Das zeigt wieder einmal das die Netzhoppers eine ganz große Familie sind!
Nun zu meinem sportlichen Team, mit Thommy als Taktikcoach, Firas als Motivationscoach, Martin als Personaltrainer, und unserem Aufbau-Abbau-Klatsch-Schrei-Brüll-Unterstützern Marko, Kevin, Lukas und zum Finale auch Philipp N. Ich finde es großartig, dass Ihr Euch die Zeit nehmt und für Euer Team so da seid, dass Ihr die Jungs auf diese Weise unterstützt und wir mehr als nur 12 Medaillen symbolisch zu vergeben haben! Jeder trägt seinen Verdienst an dieser Leistung und diesem Erfolg.
Zuletzt sollte ich die eigentlichen Akteure nicht vergessen. Angefangen bei Paul Beisert, dem Kapitän, der auch wenn es nicht aussieht, bei mir weit mehr leisten muss als jeder andere und dem es langsam gelingt sein Team zu führen. Bei unserem Zuspieler Bastian Ellerkmann, der mit einigen sehr sehenswerten Aktionen ein hohes Niveau abgeliefert hat, aber auch hier steckt viel Arbeit und Training hinter. Bei Theo Timmermann, dem Motivator auf dem Feld, der in jedem Spiel mit Spitzenleistungen glänzt, auch wenn die sich nicht immer durch ein ganzes Spiel halten können. Bei Philipp Dorn, der in seinem Leben wahrscheinlich noch nie ein wirkliches Lob von mir gehört hat und ganz schön ackern muss, um sich diesen Stammplatz zu erhalten. Paul Thielemann, der lange verletzt war und schon bei der BM U18 gekämpft hat wie ein Löwe um in der U16 einen Stammplatz zu ergattern. Ich sehe wer kämpft und wer nicht und Du bist ein Kämpfer, mehr davon. Tim Berger, der es trotz schwacher Trainingsleistungen geschafft hat sich über das Turnier der Mannschaft zu empfehlen und ohne den ein solcher Sieg nicht möglich gewesen wäre. Fabian Splett, der als jüngster im Bunde, nicht gerade hinten an steht und immer versucht seine Leistung zu bringen, ich weiß nicht, ob du schon weißt wie viel du dieser Mannschaft damit hilfst – ich weiß es! Jacob Mudrich, der sich heute leider verletzt hat, und trotzdem bis zum Schluss für sein Team auf der Bank mitgefiebert hat und versucht hat es so zu unterstützen (Gute Besserung an der Stelle!). Frieder Körlin, im Prinzip als Küken unseres großen Haufens, doch von Anfang an furchtlos und motiviert bei den großen mitzuhalten, das kann auf Grund der körperlichen Verhältnisse noch nicht immer ganz Gelingen, aber wir haben gestern gesehen, dass Du auf dem Feld eine Hilfe für Deine Mannschaft bist. Johannes Tauchert, der auch wenn nicht mit der stärksten Leistung doch meistens versucht die Mannschaft zu unterstützen und auch mit den wenigen Spielanteilen bis zum Schluss sein Team angefeuert hat.
DANKE Jungs für diesen tollen Tag und für diesen verdienten Meistertitel, JEDER von Euch hat seinen Beitrag dazu geleistet und verdient die Medaille.
Im April werden wir zusammen mit Lukas Wieland (noch ohne Freigabe), Christopher Czymai (krank) und Florian Stobbe (verletzt) die Nordostdeutsche Meisterschaft bestreiten und sehen wo uns der Weg noch hinführt. Angermünde, SCC, BTSC, Halle und Dessau heißen nun unsere nächsten Gegner!
Für die Netzhoppers ist es der dritte Titel in Folge. Bereits die U18 und U20 konnten beide den Landesmeistertitel für unseren Verein erspielen. Das zeigt eine ganz tolle Jugendarbeit, die vor allem unseren Vorreitern zu verdanken ist. Mit viel Arbeit werden wir auch in Zukunft so eine großartige Erfolgsstory wie 2011 schaffen!
hier sind findet Ihr die Bilder des Tages:
































































Kommentare
hat mir echt spaß gemacht.NOM genauso
danke auch an nicole, die uns das möglich gemacht hat
Hoffentlich ist Chrisi bald wieder fit!
Schade das ich nicht dabei sein konnte.
Ich hoffe,dass ich nächstes mal dabei sein kann.
Es ist ein verdammt schööönes Gefühl zu spielen und mit dazu zu gehören!
Wir waren ein starkes Team und ich glaube, dass wir Brandenburg gut bei den NOM und vielleicht DM gut vertreten werden!
Danke Jungs für diesen tollen TAg!
Glückwunsch, Jungs, das war echt verdient!