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Home Saison Nachwuchs U16 männlich U16 männlich – Striezel Cup 2010
Wir bedanken uns bei den Unterstützern des Vereins und des Bundesligateams.
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U16 männlich – Striezel Cup 2010

Freitag 17.12.
Schnee, Schnee, Schnee, alles weiß vor Augen und schweinekalt dazu. Unter solchen Umständen traf man sich um 17:00 Uhr vor der Weinerthalle. Während noch fleißig Bälle einsortiert und Navieingaben überprüft wurden, warteten wir auf unser zweites Auto – das ganz überraschend wegen weißem Panikpulver zu spät kam. 17:30 Uhr halb erfroren ging es endlich los. Kaum auf der Autobahn angekommen dürften wir auch gleich mit 30 km/h unseren Weg nach Dresden im Eiltempo aufnehmen.

Mit vielen Diskussionen über Radiosender und Tims Gesangskünsten war für genug Unterhaltung im Bus gesorgt. Während im Pkw Theo und Basti für gute Stimmung sorgten. Etwa kurz vor Duben, konnten wir dann endlich ein paar km/h zulegen und steuerten nun zielgerichtet nach Sachsen. Dort machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp, bei dem Johannes sich seinen ersten Fopa leistete (welchen wird an dieser Stelle aber nicht verraten). Gegen 21:45 Uhr endlich in der besagten Straße angekommen, waren wir natürlich, wie sollte es anders sein, in der falschen Cossebauderstraße (man denke sich den Dialekt dazu). Also nach ein wenig hin- und hertelefonieren kamen wir endlich in der Unterkunft an. Nach ein wenig Chaosorganisation (wir hatten die Unterkunft erst 13:00 Uhr von Angermünde übernommen) konnten die Jungs auf die Zimmer und wir starten nicht mehr zur Halle, da wir etwa 2,5 Stunden gebraucht hätten, bis die Jungs in den Betten gewesen wären. Also auf zu Nicoles Lieblingsschuppen mit dem großen M, aber verratet es keinem… Wenigstens mit vollem Magen konnte man dann ruhig und kurz schlafen.
Samstag 18.12.
06:15 Aufstehen, davon hat doch jeder schon mal geträumt, vor allem am Samstag. Großartig. Also Sachen Packen und Frühstücken – ohne Nutella, manchmal bin ich echt arm dran – und dann 07:25 Uhr auf zur Wettkampfhalle. Übrigens dauerte die Fahrt eine Stunde und wer sich jetzt fragt wieso… es lag übrigens in Sachsen ein wenig SCHNEE. Also 08:20 Uhr an der Halle. Sachen rein tragen und nach kurzem Rumstehen und Bekanntmachen mit Lukas aus Wriezen ging es dann ab in die Kabine. Währenddessen konnte ich ganz entspannt dem Trainermeeting, das zum Glück verschoben wurde, beiwohnen. Da mit Schwerin und Angermünde zwei deutsche Teams abgesagt hatten, gab es einen neuen Spielplan. Heute also 4 Vorrundenspiele und morgen 3 Platzierungsspiele. 12 Teams aus Polen, Österreich und Deutschland waren dabei. Natürlich alles Hochkarräter.
Um 09:15 Uhr war endlich Anpfiff, alle Teams waren mäßig erwärmt und wohl auch der ein oder andere Spieler etwas aufgeregt, so ging es für alle an den Ball. Zuerst stießen wir auf den Meister aus Polen, MOS Wola Warschau. Ohne auch nur annähernd unseren Aufschlag zu finden und mit mäßig attraktivem Volleyball konnten wir uns immerhin 19 und 20 Zähler sichern, bei der Grütze, die wir da zusammengespielt haben. Damit konnte ich irgendwie leben. Mit neuer Aufstellung starteten wir in unser zweites Spiel. Der Vizemeister Polens MMKS Kędzierzyn-Koźle machte uns das Leben mehr als schwer. Nicht nur, dass sie sehr souverän spielten, nein, wir konnten gar nichts mehr. Ääähm wie war das noch mal, der Ball ist rund und sollte bestenfalls über das Netz gebracht werden, oder so ähnlich. Es war zum heulen. Den Service hätten wir nach dem Anpfiff auch gleich rüberrollen können. Peinliche 12 und 16 Punkte konnten wir hauptsächlich durch schwache Momente des Gegners erringen. Nach einer fetten Ansprache in der Kabine ging es auf in Spiel Nummer drei. Nun waren die Österreicher dran. Zuerst die Hotvolleys aus Wien. Ganz überraschend, wussten wir nun immer noch nicht wie das mit dem Volleyballspielen ging und schenkten den ersten Satz mit traurigen 13 Zählern dem Nachbarland. Offenbar genug Punkte beim Gegner abgeliefert, war auf einmal wieder die Motivation da. Man traf zwar immer noch nicht den Aufschlag, aber wir spielten ordentlich mit und ließen den ein oder anderen Ball auf dem letzten Meter einknallen. Aha, stimmt, so sieht Volleyball aus. Der Gegner, gezwungen seine Auszeiten und sein Wechselkontingent auszuschöpfen, hatte einiges mit uns zu tun. Bis 18:18 waren wir gleich auf. Dann ließ sich wieder unsere erstaunlich gute Moral blicken und wir mussten mit Zwanzig Zählern das Feld räumen. Aber, wir haben endlich gespielt und ins Turnier gefunden (so war meine Hoffnung). Das letzte Spiel des Tages stand nun an. Noch einmal gegen Österreich, nun gegen die amtierenden Spitzenreiter aus Bisamberg. Bis dato auch auf dem Turnier ungeschlagen und ohne Satzverlust. Wir brauchten einen Sieg um uns ins Viertelfinale zu spielen, das war klar. Also auf in den Kampf. Kampf, ja das wär schön gewesen. Wieder mit nur 13 Zählern in der Tasche hieß es Seitenwechsel. Nun hatten aber alle endgültig genug davon. Wir wollten gewinnen. Und siehe da, wir konnten wieder aufschlagen, und annehmen, und abwehren, und vor allen Dingen angreifen wie es im Buche steht. An dieser Stelle sei vor allem Paul Beisert erwähnt, der den Bisamberger Trainer ein paar Schweißperlen mehr auf die Stirn gespielt hat. Es war eng, die ganze Zeit Punkt an Punkt auf Augenhöhe, und am Ende waren wir es, die mit ganz großartigem Volleyball, sicher einer der attraktivsten Sätze, die am Samstag überhaupt gespielt wurden, ganze 25 Punkte auf dem Konto hatten. Das war der erste Satzgewinn des Turniers und das auch noch gegen die ungeschlagenen Bisamberger. Juhuuuuuu. Nun ab in den Tiebreak. Nach der intensiven Ansage, es geht nur bis 15 und wir können uns keinen schweren Start erlauben, ging es los. Unfassbar 0:1, 0:2, 0:3, 0:4, ich wusste nicht ob die jungen Netzhoppers mich ärgern wollten, oder den Gegner erst mal in Siegessicherheit wiegen wollten oder einfach wieder kurz vergessen hatten wie das geht, mit dem Spielen. Egal, 0:4 ist ja im Tiebreak kein Problem, so was drehen wir locker… Also Punkt für Punkt ran an die Geschichte und gekämpft als gäb es kein Morgen mehr, waren wir wieder dran. Am Ende hieß es bei 14:13 Matchball für Königs Wusterhausen. Bisamberg schlägt ins Aus, die Schiedsrichterin pfeift für uns, die Wechselspieler laufen aufs Feld und 10 Netzhoppers freuen sich ohne Ende um den schwer erkämpften Sieg!!! Doch dann, nein, das gibt’s doch nicht. Der Gegner diskutiert mit dem zweiten Schieri und kaum eine Sekunde später pfeift der erste Nullball. Nach kurzer Diskussion mit dem 1., der bereits mit hochrotem Kopf und wohlwissend falsch gehandelt zu haben, den Service für KW erneut freigab. Ganz überraschend schlug Philipp den Ball ins Aus. 14:14, der Gegner hatte Service, machte den Punkt 14:15 und noch ehe uns richtig klar war, was eigentlich grade passierte, stand es 14:16. Unfassbar.
Als Tabelleletzter von allen 12 Teilnehmern konnten wir am Sonntag nur um die Plätze 9-12 mitspielen. Es war unerträglich. Zu wissen man hat fair gewonnen und dann doch zu verlieren. Sehr schwierig für ein so junges Team damit umzugehen. Eva besorgte für unsere Köpfe erst mal eine Runde Hanuta und Duplo, damit wieder ein Lächeln in den Gesichtern zu sehen war. Wir haben einfach 2 Sätze lang ein unglaubliches hohes Niveau gespielt und gezeigt, dass wir auf dieses Turnier gehören! Schade, dass es nicht gereicht hat.
Am Abend spielten einige Netzhoppers mit den Österreichern aus Graz noch Mafia in der Wehrwolfvariante und einige andere gingen noch mal an den Ball. Lukas dürfte währenddessen noch eine kleine Trainingseinheit absolvieren. Anschließend spielten wir noch eine Runder Poker, die ich leider nicht gewonnen habe… Bei viel Licht wurde dann ein wenig im Hallenflur geschlafen.
Sonntag 19.12.
Wieder mal früh aufstehen war angesagt. Viel zu früh! Um 07:30 Uhr hatte ich den Wecker gestellt und um 07:50 Uhr ging es zum Frühstück. Dann noch Klamotten zurück in die Umkleide schaffen und ab in die Halle zur Erwärmung. 09:10 Uhr ging es dann schon wieder los. Fürth, als erstes deutsches Team unserer Gegner, sollte nun geschlagen werden. Während die armen Fürther ihren besten Spieler in der Unterkunft vergessen hatten, konnten wir nur davon profitieren. Dennoch fiel uns das Spielen an diesem Morgen schwer. Vor allem da das letzte Spiel des Vorabends noch nicht vollständig verdaut war. Mit 19 Gegenpunkten entschieden wir den ersten Satz des Tages für uns. Anschließend waren die Jungs der Meinung man müsste sich dem Gesamtniveau des Spiels anpassen und wir lagen unfassbare 17:24 Punkte hinten an. Da ich wenig Lust hatte zu verlieren, überließ ich die Auszeiten der Mannschaft und vertraute auf den 2:0 Sieg. Die Jungs haben sich gefangen und wir konnten unsere Souveränität zeigen, indem wir 26:24 den Sieg einführen. Danke noch mal an die Spitzenaufschlagleistung von Basti, in solchen Spielsituationen unterscheidet sich ein guter Spieler von einem Spitzenspieler!!! Den ersten Sieg des Turniers und des Tages in der Tasche konnten wir mit einem guten Gefühl in die nächsten Partien starten. Nach 2 Spielen Pause waren es nun die Leipziger Jungs, ohne ihren Jugendnationalspieler, die man schlagen musste. Wieder spielten wir einen souveränen 1. Satz, was sicherlich mit der wenig motivierten Leistung der Leipziger zusammenhing mit 18 Gegenpunkten. Anschließend ließen wir uns wieder gehen und mussten am Ende wieder zeigen, dass wir auf dem Endspurt die beste Leistung zeigen und konnten mit 29:27 wieder einen 2:0 Sieg nach Hause bringen. Zwei Spiele, zwei Siege, das schien für uns ein guter Tag zu werden! Also ran an die Bouletten und das Minimalziel 9. Platz erreichen. Nur noch Fürstenfeldbruck stand dem entgegen. Aber mit einer anständigen Abschlussleistung musste auch dieses deutsche Team aus Bayern sich mit zwei mal 22 Punkten den Netzhoppers geschlagen geben und wir fuhren tatsächlich den 9. Platz ein.

Hier noch mal unsere Ergebnisse und die Abschlusstabelle:

MOS Wola Warszawa 0:2 (-19,-20)
1 MMKS Kędzierzyn-Koźle 0:2 (-12,-16)
2 hotVolleys Wien 0:2 (-13,-21)
2 SU Bisamberg 1:2 (-13,23,-15)
1 TV Fürth 1860 2:0 (19,24)
1 L.E. Volleys 2;0 (18,27)
2 TuS Fürstenfeldbruck 2:0 (22,22)

Tabelle

1.    AUT SU Bisamberg
2.    POL MOS Wola Warschau
3.    AUT UVC Graz
4.    POL MMKS Kędzierzyn-Koźle
5.    GER TSV 1860 Mühldorf
6.    AUT hotVolleys Wien
7.    AUT VC Amstetten
8.    GER VC Dresden
9.    GER NETZHOPPERS KW
10.     GER TUS Fürstenfeldbruck
11.     GER L.E. Volleys (Leipzig)
12.     GER TV Fürth 1860

Abschließend möchte ich die tolle Gesamtleistung der Mannschaft loben. Auch wenn es uns schwer fiel in das Turnier hinein zu finden, so konnten wir uns doch im Laufe der Spiele steigern und zwischendurch mit Spitzenleistungen glänzen. Nicht um sonst hat der ein oder andere Trainer unser attraktives Spiel gelobt und uns zugesprochen ein Wörtchen um die Deutsche Meisterschaft mitzureden. Zudem wurden Einladungen aus Graz, Dresden und Leipzig noch einmal deutlich ausgesprochen und wir werden allen Möglichkeiten, die wir finden, zusagen. Außergewöhnlich war die Leistung von unserem Jugendnationalspieler Paul Beisert, dem es gelungen ist sich unter dem weiten Feld der internationalen Besetzung, als bester deutscher Spieler zu etablieren und auf der Rangliste des Turniers auf Platz 4 steht. Auch Bastian Ellerkmann kann sich mit einem 7. Platz, den er mit einigen anderen Sportlern teilt, sehen lassen.
Es war ein gelungenes Turnier, dass uns erst den richtigen Start in die Saison beschert hat. Es hat mir riesen Spaß gemacht, wie sind als Team wieder enger zusammengewachsen und ich verspreche mir noch sehr, sehr, sehr viel von dieser Saison! Danke Jungs, ich freu mich jetzt schon riesig auf unserer gemeinsames Jahr 2011!!! BUJAAAAA

Hier unserer Netzhoppersspieler:
Paul Beisert (C), Theo Timmermann, Bastian Ellerkmann, Lukas Wieland, Fabian Splett, Christopher Czymai, Tim Berger, Florian Stobbe, Philipp Dorn und Johannes Tauchert

Ein Dankeschön geht noch nach Dresden für die nachgereichten Fotos!

 

Kommentare 

 
#8 Philipp D 2011-01-06 18:21
@Nicole : Ich weiß nicht wie er hieß der denBall ins aus schlug ; Daher kann ich dir auch nicht sagen ob du was falsches geschrieben hast ; )
 
 
#7 Nicole 2010-12-22 23:13
Es sei mir verziehen!
Also bis auf die besonders zu erwähnenden Bestplayervotin gs des Turniers wollte ich davon absehen etwas zu jedem zu schreiben, da ich glaube, dass wir das erste Mal eine richtige Mannschaftsleis tung vollbracht haben, die ohne die Leistung jedes einzelnen Spielers nicht möglich gewesen wäre! Ich habt abgesehen von dem schwierigen Start ein tolles Turnier gespielt und ich glaube jeder hat seine Möglichkeiten ausgespielt, darauf bin ich sehr stolz. Auf jeden! Auf die Mannschaft, vom Wechselspieler, der nach dem Turnier keine Stimme mehr hat bis zum Führungsspieler , bin ich sehr stolz! Wir sind EIN Team!!!
In diesem Sinne Frohe Weihnachten!
@Philipp: Berichtige mich, wenn ich was Falsches geschrieben habe...
 
 
#6 Nicole 2010-12-22 23:12
Liebe Jungs, es tut mir wahnsinnig leid, dass bei der Aufzählung der nicht enden wollenden Ereignisse, die uns dieses Wochenende zum Glück beschert hat, der Platz nicht mehr ausreichte eine individuelle namentliche Anmerkung zur spielerischen Leistung zu schreiben.
 
 
#5 Philipp Dorn 2010-12-22 20:39
Nicole wir baten dich zwar über einen Bericht , aber nicht um ein Buch ;D

Ich schein ja seeehr schlecht gewesen zu sein , dass du mich nicht einmal erwähnt hast :)
Die Zeile "Ganz überraschend schlug Philipp den Ball ins Aus." verwirrt etwas , denn ich schlug nicht ins aus ;)
 
 
#4 Jacob 2010-12-22 15:24
Ja, das sehe ich auch so. Ziele muss man haben, und unser Ziel ist nun mal eine gute Platzierung bei der DM.
 
 
#3 Kati 2010-12-22 10:49
Hey Peter, warum so negativ?!
Die Jungs sind mit einer super Stimmung nach Hause gekommen!
Und Ziele kann/ muss man sich setzen, oder :-* ?!
 
 
#2 Theo Timmermann 2010-12-21 22:10
Äh, Peter
erzähl mal bitte nix, wovon du keine Ahnung hast, bitte. Wir haben gespielt, und zwar GUT! Und das Niveau ist das Niveau, was eine DM anführt.
 
 
#1 Peter Lehmann 2010-12-21 21:07
Hallo Nicole, toller und sehr ausführlicher Bericht. Und das mit dem Fopa von Johannes bekommen wir auch noch raus.
Aber der Spruch mit der deutschen Meisterschaft - ich weiß nicht. Halt mal lieber den Ball flach. Bis dahin kann noch viel passieren. Wir haben das in der letzten Saison schon durch. Frag mal Paul nach dem Halbfinale der NOM U16 gegen Angermünde in Berlin.
 

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