„Füüüüür FABI!!!“
Geschrieben von: Silke und Peter Fügener Samstag, den 21. Januar 2012 um 19:56 Uhr
Der „Senftopf“ war gerammelt voll: zwei NHK-Mannschaften (Landesklasse III & IV) sowie eine NHK-Frauschaft (Brandenburgliga) samt Gegnern tummelten sich zu früher Stunde rings um die Netze.
Während von unseren „Stamm-Eltern“ das Büffet aufgebaut wurde und Kaffeeduft die Flure durchzog, mobilisierten wir uns in der Halle für das Spiel gegen Rehbrücke, ein gut durchmixtes Team verschiedener Altersklassen. Lübben stellte das Schiedsgericht und pfiff an.
Die abgebrühten Rehbrücker schafften es durch viele herübergebömmelte Bälle, die an das Niveau von Strandvolleyball erinnerten, auf ein stattliches Punktekonto. Diesem Wildwechsel konnten wir trotz sehr guter technisch-taktischer Ausbildung nichts oder nur wenig entgegensetzen und vergaben die beiden ersten Sätze hänguru-mäßig 17:25 und 20:25. Dann klingelte der Wecker in unseren Köpfen und wir begannen, Volleyball zu spielen, zumal die Rehbrücker bei Anpfiff von Satz 3 schon recht kurzatmig am Netz standen. Das Spreewälder Schiedsgericht hatte indessen wohl noch Reste der vorabendlichen Gurkenmaske auf den Augenlidern: es wurden geheimnisvolle Dinge gepfiffen bzw. nicht gepfiffen, was auf beiden Feldern und den Bänken zu hochgezogenen Augenbrauen führte. Leichtsinn und Unkonzentriertheiten (Prieros auf dem Nachbarfeld lärmte dermaßen, dass ein kollektiver Hallen-Tinnitus entstand) führten dazu, dass wir einen fast sicheren 5-Punkte-Vorsprung unverzeihlich versemmelten und uns schließlich mit knappen 27:29 geschlagen geben mussten.
Das Spiel gegen Lübben begannen wir hochmotiviert mit der ruhigen Gewissheit, die Gurkenhälse schon zweimal geschlagen zu haben. Doch dann wurden wir jäh aus unserer Gelassenheit gerissen: beim alarmierenden Punktestand von 16:20 verletzte sich auch noch unser Zuspieler Fabian. Blöderweise hatten wir uns vor Spielbeginn darauf geeinigt, mit Maxim als Libero zu spielen, was dazu führte, dass Fabi nicht ausgewechselt werden konnte. Unser Jüngster wurde getaped und mit Eisspray behandelt und sogar El Presidente besah sich das Malheur aus nächster Nähe. Mit zusammengebissenen Zähnen humpelte Fabian wieder aufs Feld, und wir führten das Spiel mit dem Schlachtruf: „Füüüür Fabi!!!“ weiter. Jetzt waren wir gezwungen, recht kreativ zu spielen, um ihn zu entlasten; hochkomplizierte Wechsel mit dem Libero und allerhand waghalsige Aufstellungstransfers wurden vorgenommen, um nicht aufgeben zu müssen. Mit neu erwachtem Kampfgeist und Feuereifer und unterstützt vom Fanclub wendeten wir das Blatt und gewannen den Satz 25:23. Der Jubel war riesig und entlastend. Die Lübbener wollten nicht als saure Gurken das Spielfeld verlassen und legten ebenfalls einen Zahn zu. So gestaltete sich der zweite Satz als Kopf-an-Kopf-Rennen, welches die grünen Früchte in Weiß ganz knapp mit 25:27 für sich entscheiden konnten.
Im dritten Satz wechselte die Führung ständig: Wir verloren massiv Punkte wegen schlechter Aufschläge, konnten uns im letzten Drittel des Satzes jedoch klar absetzen und gewannen mit 25:20. Offenbar machte sich Resignation in den Reihen der Rankengewächse breit, denn wir hatten im 4. Satz teilweise einen Vorsprung von 8 Punkten auf dem Konto. Die Spreewälder kämpften sich zwar wieder heran, wurden dann aber endgültig mit 25:21 vom Feld gepflückt und versandfertig verpackt.
Jetzt blieb uns nur noch, das Schiedsgericht im letzten Spiel zu stellen (Sieg für Rehbrücke) und die Reste des Büffets zu vertilgen (Sieg für die Netzhoppers).
Festzuhalten wäre, dass wir mit sage und schreibe 25 verschlagenen Aufgaben in beiden Spielen vermutlich einen Hallenrekord aufstellten. Bemerkenswert andererseits ist, dass wir trotz Verletzungspech eines wichtigen Spielers (gute Besserung, Fabi!) mit viel Witz, Schwungkraft und Teamgeist ein Spiel gewinnen konnten.
NHK IV spielte mit: Grote, Lehmann, Splett, Grützmacher, Fügener, Tornow, Dorn
hier findet Ihr noch ein paar tolle Bilder:
































































Kommentare
Volle Halle, gute Stimmung, viele Spiele uuund viele-voll-gut-gelaunte Zuschauer!
Auch wenn es spielerisch und technisch (unter anderem die Sache mit den leidigen Aufschlägen)
@ Silke und Peter, Da wir in dieser Saison nicht mehr gegen Lübben spielen hoffe ich ihr bekommt keine Gurkenentzugser scheinungen.
Wie die ganze Saison über wieder mal ein sehr amüsanter Spielbericht.
@ Fabi,
Btw: Waren wir wirklich so laut?
Danke für die Besserungswünsc he.
Ich hab jetz schon Muskelkater vom ganzen "aus dem Feld humpeln" ^^
PS: danke für das Tragen Phillip
Rappel dich für das nächste Spiel in aller Ruhe auf denn du hast genug Zeit :)
aber du musst nicht immer die gurkenkarte spielen und jedes mal irgendetwas mit gurke oder schreiben wenn es um lübben geht