Sieg und Niederlage in Gurkenhausen
Geschrieben von: Peter Fügener Montag, den 21. November 2011 um 10:32 Uhr
19.11.2011 - Treffpunkt wie üblich am Kreisverkehr, 9:00 Uhr.
Auffällig an solchen Tagen ist die Kulisse, in der man den Bahnhofsplatz und umliegende Gebiete vorfindet. Der partywütige Mob, der weniger Stunden vorher noch das Areal bevölkerte, hatte allerhand Spuren hinterlassen. So konnte man sich, auch ohne Sherlock Holmes zu heißen, ein genaues Bild von den Entstehungsumständen der vielen Zigarettenstummel, Bierdeckel, zerbrochenen Flaschen und großen, übel riechenden Flecken machen, die Bahnhof und Umgebung säumen.
Viel Zeit zum Betrachten dieser trübseligen Beweismittel blieb jedoch nicht, da ziemlich schnell die sechs Spieler des NHH-IV-Teams eintrudelten und somit dem Aufbruch gen Lübben nichts im Wege stand.
Nach einiger Fahrzeit durch große Wälder, kleine Dörfer, breite Felder und noch größere Wälder signalisierte uns ein Schild mit der Aufschrift „Gurkenpaule“ eindeutig, dass wir dem Ziel nahe waren.
Die Halle im Herzen des Spreewaldes hielt einige Überraschungen bereit. So schlossen wir uns fast in unserer fensterlosen Umkleidekabine ein, da die Tür zu beiden Seiten einen Knauf hatte. In der Halle riss die Überraschungsserie nicht ab. Unser Spielfeld war zwar nach hinten sehr lang gestreckt, maß in der Höhe jedoch schätzungsweise nur die Hälfte der Spielfeldbreite. Auch der Boden war bemerkenswert, da er aus Parkett bestand und einige fingerkuppengroße Löcher zwischen den Brettern besaß. Wer weiß schon, wo hier überall Gurken angebaut werden…
Nichtsdestotrotz begannen wir pünktlich um 11 Uhr mit unserem ersten Spiel des Tages: der Gegner war der Gastgeber TSG 65 Lübben, Schiedsgericht stellte das dritte Team dieses Spieltages, der SV 05 Rehbrücke II.
Um es ganz offen zu sagen, hatten wir uns dieses Spiel viel schwieriger vorgestellt. Es wurde durch lange Aufschlagsserien und diverse gute spielerische Aktionen unsererseits geprägt. Mit großem Erstaunen konnten wir nach weniger als 20 Minuten den ersten Satzsieg des Tages verzeichnen.
Der zweite Satz verlief eher suboptimal. Wir ließen uns recht früh von den Lübbenern abschütteln und schafften es trotz eigentlicher spielerischer Überlegenheit nicht, beständig souverän zu bleiben.
Im dritten Satz verlief alles wieder wie am Schnürchen; genau wie in Satz Nummer Eins prägten starke Aufschläge und viele Block- und Angriffspunkte den Spielstand.
Der vierte Satz wurde dann noch zum Krimi, ständig mussten wir um unsere hart erarbeitete 2-Punkte-Führung kämpfen und waren sichtlich erleichtert, als eine Schiedsrichterentscheidung die Zuspieltechnik der Lübbener abpfiff und uns den benötigten dritten Satzsieg einbrachte.
So endete das Spiel glücklich, aber auch verdient mit 3:1 (25:10, 21:25, 25:12, 25:23) für uns (Yeah!).
Der kommende Vergleich fand zwischen Lübben und Rehbrücke statt. Er gab uns Gelegenheit, den nächsten Gegner genauer zu beobachten und Pläne für dessen Niederlage zu schmieden.
Die Lübbener „Gurkenhälse“ verloren 3:0, dann waren wir wieder dran. Mit langsamen Übungen, vorsichtigen Sprüngen und unter herzhaftem Gähnen mobilisierten wir unsere Kräfte und machten uns warm, heiß auf das letzte Spiel.
Nach dem Anpfiff wurde jedoch schnell klar, dass dieses Spiel nicht allzu glorreich verlaufen würde. Wir fielen regelmäßig in große Löcher (damit sind nicht die des Hallenbodens gemeint, sondern Leistungslöcher) und gaben unsere Führungen durch gegnerische Aufschlagsserien und Antriebslosigkeit auf.
Die Paralyse erstreckte sich über das gesamte Spiel, mit Ausnahme des dritten Satzes, bei dem wir uns an den eigenen Haaren aus unserem Tief herausziehen und das Ruder knapp herumreißen konnten.
Maßgeblich an unserer Niederlage beteiligt war die geringe Höhe der Halle. Jeder dritte Ball ließ ein hässliches metallisches „Plopp!“ ertönen, und der Ball wurde aufgrund von Deckenberührung abgepfiffen. Auch durch das Fehlen eines Liberos und durch die nun fast schon obligatorische Zweitspielmüdigkeit endete dieses Spiel mit 1:3 (15:25, 13:25, 25:22, 16:25) für Rehbrücke.
Insgesamt wurden in beiden Partien etwa 15 Aufschläge versemmelt, was uns subtil weitere Trainingsinhalte aufzeigte. In diesem Sinne: Flo, hilf!!! Und Herr, schmeiß Wachheit vom Himmel! Dann klappts auch mit dem Nachbarn…
































































Kommentare
Gruß, der Sneaker
abbrechen is gut
Hoffe aber, dass es Dir wieder besser geht?!
Hey Pedder: Dein Bericht bringt gleich wieder gute Laune! Alleine die Beschreibung des Bahnhofsvorplat zes - sehr treffend!
Ich wäre so oder so keine Hilfe gewesen, da es mir am Samstag auf einmal ganz schlecht ging und ich in Angermünde abrechen musste.
Peter, der Bericht ist echt hamma!
Peter das Genie an der Feder
du hast dich wirklich selbst übertroffen
und Kevin nimms nicht zu persönlich