Grün-Gehen, Rot-Stehen, Gelb+Rot – RAUS!
Geschrieben von: Verena Splett Montag, den 23. Januar 2012 um 19:00 Uhr
Als die Brandenburgliga -mannschaft, nach einem ausgewogenem Frühstück, in die Halle kam, waren bereits drei aufgebaute Netze zu sehen. Die vielen schon anwesenden Spieler aus dem männlichen Bereich und die bereitgestellten Bänken ließen auf eine rappelvolle Halle schließen. Der 21. Januar 2012 wird als „Volleyball-Tag“ in die Geschichte eingehen. Gleich drei Mannschaften aus Königs Wusterhausen hatten ihren Spieltag in der OSZ-Halle zu bestreiten. Nach den letzten Korrekturen an der Netzhöhe war es an der Zeit das erste Spiel anzupfeifen. Punkt 11 Uhr ertönte von jedem Feld der Pfiff zum Spielbeginn.
Das erste Spiel bestritten wir gegen unsere Gäste aus Eisenhüttenstadt. Mit guter Laune und toller Zusammenarbeit spielten wir den ersten Satz souverän runter. Es hätte gar nicht besser laufen können. Beständige Führung war das Ziel im ganzen Spiel. Mit einem Strahlen auf dem Gesicht, wechselten wir nach einem Endstand von 25:14 die Seiten und nahmen Aufstellung für den zweiten Satz.
Dieser fing von der spielerischen Leistung ähnlich wie der Erste an, nur gab es immer öfter Uneinigkeit mit den Entscheidungen der Schiedsrichter. Leider wurden unserer Zuspielerin viele Bälle abgepfiffen und wir mussten uns auf gebaggerte Pässe umstellen. Einige missglückte Angriffe ließen uns zurückfallen und das Punktekonto von Hütte füllte sich rasant. Viele Male suchte unsere Kapitänin Laura Bley den Kontakt zum Schiedsrichter, um die Gründe der Punktvergabe zu erfahren, da dies oft nicht eindeutig war. Vergebens. Eine gelbe Karte war dann ein kurzen Schlag in die Magengrube. Sie wurde hervorgerufen durch mehrmaliges Ansprechen des ersten Schiedsrichters. Eine Auszeit von unserer Seite sollte alle noch ein Mal sortieren und zur Ruhe bringen. Der nächste Ballwechsel dauerte eine gefühlte Ewigkeit und zum krönenden Abschluss trug Laura mit ihrem Angriff zur Bodenverstümmelung bei. Der hatte gesessen und Freude überkam die überhitzen Gemüter. Als uns aber dieser Punkt nicht gewährt wurde, brach irgendwo ein Damm zusammen und alle Gefühle schlugen aufeinander ein. Der Grund war ein Übertretungsfehler der Mittellinie unserer Angreiferin gewesen. Eine Beleidigung des zweiten Schiedsrichters war dann der Auslöser für ein rotes Blättchen. Anschließender Körperkontakt zwischen Kapitänin und Schiedsrichter Nummer 2, auf unfreundlicher Art und Weise, zeigten uns einen weniger schönen Gelb-Rot Kontrast. Somit hatten wir also die halbe Farbpalette in einem Satz durch. Dieses ganze Schauspiel war bei einem Punktestand von 12:19 zu beobachten. Miese Stimmung machte sich im ganzen Team breit und mehr als 14:25 war dort nicht mehr zu holen. Nach Verblüffung, Traurigkeit und Verwirrung zeigte sich im dritten Satz der Frust. Gefrustet von Allem, bissen wir die Zähne zusammen und wollten den nächsten Satz gewinnen. Das wäre uns auch fast gelungen, aber wieder ein mal fehlte ein Quäntchen Glück zum Sieg und der Satz endete mit 23:25.
Nun war auch hier die Puste raus und erneute Enttäuschung machte sich bemerkbar. Am Ende reichte es noch für ein 16:25 und nach knapp 90 min hatte der Spuk ein Ende. Gedemütigt suchte die Mannschaft sofort die Kabine auf.
Ludwigsfelde hieß nun der zweite Gegner. Erst ein mal musste in Erfahrung gebracht werden, was denn „Gelb-Rote Karte“ eigentlich zu bedeuten hatte, denn weder die anwesenden Schiedsrichter, noch die Vorstände des Schiedsrichterverbands konnten uns telefonisch mitteilen, welche Auswirkungen das jetzt auf unser nächstes Spiel haben würde. Als uns dann ein Schiedsrichter-Ausbilder doch endlich weiter helfen konnte, stand fest, dass wir auch im zweiten Spiel auf unsere Kapitänin verzichten müssten. Somit stürzten wir uns mit sieben Spielerinnen ins Getümmel. „Gar nicht mal so schlecht“. Mit diesem Kommentar durften wir unsere Spielweise im ersten Satz betiteln. Die Annahme stellte unsere Zuspielerinnen zufrieden und auch die Blockaktionen erleichterten so einigen Abwehrspielern die Arbeit. Trotz allem reichte es nur für ein 20:25. Mit einem anschließendem Tief schmückten wir den zweiten Satz. Mit 16:25 durften wir das Feld verlassen. Nun hatte uns der Kampfgeist noch ein Mal gepackt und wir führten beständig den dritten Satz an. Zeitweise sogar mit 4 Punkten Vorsprung. Trotz Traubenzucker reichte die Kraft nicht mehr zum Sieg und wir verloren Satz, 22:25, und Spiel.
An diesem Tag waren viele "alte" Gesichter zu begrüßen. Vielen Dank fürs Zuschauen :) Und auch das Buffet war einsame Spitze! Nur leider waren wir die Einzigen, die keinen guten Beitrag zu diesem Spieltag gebracht haben.
Zum Abschluss möchte ich noch offiziell bekannt geben, dass uns am Anfang des neuen Jahres zwei Spielerinnen (Stefanie Pöls, Stephanie Westphal) aus persönlichen Gründen verlassen haben. Sie werden uns den Rest der Saison leider nicht mehr zur Verfügung stehen. Viel Erfolg auf Eurem weiteren Weg!
Es spielten: Laura Bley ( C ), Marija Racina, Anne Klatt, Lulu Ruben, Lisa Kirschke, Kathleen Hanisch, Linda Lohde und Verena Splett.
Trainer: Jürgen Treppner
hier findet Ihr noch ein paar Bilder:
































































Kommentare
Ich leide ja bei jeder Zeile mit...
Hoffe ihr habt in Zukunft talentiertere Schiris und mehr Erfolg ;)
Ich hoffe sehr, dass ihr nach den Rückschlägen, hervorgerufen durch die beiden Abgänge mitten in der Saison und die Spielsperre von Laura zurück in die Erfolgsspur findet. Dann hätten sich auch die unvermittelten Wechsel von 2 Leistungsträger n aus der Landesliga (die Mädels haben ja selbst nur ein Spiel gewinnen können)gelohnt. Ich drücke euch fest die Daumen und die Reaktion im ersten Satz des 2. Spieles fand ich gut!
Ein großes Dankeschön Laura. Toll dasc5794 du auch nach eurem (besonders