„Santa can you hear me?“
Geschrieben von: Verena Splett Montag, den 28. November 2011 um 06:53 Uhr
Mit ENERGY BERLIN auf 91,7 und Britney Spears machte sich die Brandenburgliga der NETZHOPPERS, gestern auf den Weg nach Herzberg, wo man sie schon sehnlichst erwartete, um das Schiedsgericht mit einem Schreiber und „Umblätterer“ (?) aufzustocken.Wieder einmal machte es uns Herzberg nicht gerade leicht, an die Halle ran zukommen. Eine kleine Umleitung über Kaxdorf brachte uns dann doch endlich ans Ziel. Eine kleine Besonderheit dieses Spieltages war die angesetzte Spielzeit. Um 13 Uhr wurde also das erste Spiel des Tages angepfiffen. Der erste Gegner unserer Gastgeber war die Mannschaft aus Brandenburgs Landeshauptstadt, Potsdam. Mit einem klaren 3:0 Sieg für Herzberg, hatte Potsdam das Nachsehen und musste somit das Feld räumen.
Um 14:45Uhr startete also die zweite Runde. Diesmal standen nun wir auf dem Feld. Etwas unbeholfen, wie leider alle Zuschauer in dieser Halle mit ansehen konnten. Der erste Satz war eine Katastrophe. Annahmefehler und Unkonzentriertheit brachten uns gleich in den Rückstand. Zum Schluss reichte es für uns nicht mehr als 18 Punkte. (18:25)
Im Zweiten Satz sah es auch nicht besser aus. Die Aufschläge waren wirkungslos und die Annahme mal wieder nicht erwähnenswert. Schlussendlicher Punktestand: 16:25.
Ein bisschen gegensteuern konnten wir allerdings im dritten Satz. Nach und nach hatten auch wir ins Spiel gefunden. Nur leider zu spät und der Satz war auch hier nicht mehr zu retten. Mit 20:25 gaben wir also, widerstandslos, das Spiel an Herzberg ab.
Schon bei unserem Heimspiel damals, hatten wir uns mit Potsdam ein Spiel auf Augenhöhe geliefert. Am Ende gewannen wir mit 3:2 aber das ist Geschichte. Nun kam es drauf an, wer sich am besten die Stärken und Schwächen der gegnerischen Mannschaft gemerkt hatte. Ein weiterer Pluspunkt wäre dann noch gewesen, die Schwächen auszunutzen und die Stärken zu schwächen. Beides wurde im dritten und letzten Spiel von beiden Mannschaften in Angriff genommen.
Gleich im ersten Satz legte Potsdam einen souveränen Start hin. Mit 2:13 ließen sie uns ziemlich dumm dastehen. Die Annahme flog wieder einmal quer durch die Halle und auch die Angriffe brachten nie ihre gewollte Wirkung. Eine kurze Ansage des Trainers brachte uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Punkte kommen nicht von alleine und für einen Sieg muss man kämpfen. Nach so einer Ansage tat sich was. Wir konnten 9 Punkte in Folge machen und waren somit den Potsdamern wieder etwas näher. Dann endlich der langersehnte Ausgleich 21:21. Mit langen Ballwechseln und starken Abwehraktionen auf beiden Seiten konnten wir uns einen Satzball erkämpfen. Dieser konnte leider nicht verwandelt werden und nach zwei weiteren Ballwechseln mussten wir den ersten Satz mit 26:28 nach Potsdam geben.
Ähnlich wie im ersten Satz legte Potsdam einen Frühstart hin und holte sich schnell die ersten 10 Punkte, wo wir hingegen mit unseren zwei Pünktchen dumm aus der Wäsche guckten. Diesmal kamen wir nicht mehr an die Potsdamer ran und mussten zusehen, wie sie sich den letzten Punkt holten. (15:25)
Erst jetzt schien jeder zu begreifen, dass ein Sieg gegen Potsdam schwieriger wird als gedacht. Natürlich hatten wir ein Gegensteuern erwartet, aber auf so einen Gegenwind waren wir nicht vorbereitet. Nach kurzem Schütteln ging es auf in den dritten Satz. Es hätte der letzte sein können, wenn da nicht die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft und das Anfeuern der mitgereisten Fans gewesen wäre. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass die Herzberger Fans erneut ihre Trommeln in die Hand genommen haben, um diesmal nicht die eigene Mannschaft, sondern die NETZHOPPERS zu unterstützen. Das war eine Riesenstütze und verhalf uns sowohl zu unserer spielerischen Leistung, als auch zu den zwischenzeitlichen Punkteständen von 12:3 und 17:9. Über einen schlussendlichen Punktestand von 13:25 lässt sich wundern, schließlich war es in den Sätzen davor genau anders herum.
Fünf Punkte Führung (5:0) war nun der Start in den vierten Satz. Diese Führung konnten wir den ganzen Satz über beibehalten. Ein Punkt nach dem anderen konnte auf unserer Seite gezählt werden. 25:11 war der Endstand.
Genau wie bei unserer ersten Begegnung kam auch hier wieder der Tiebreak zum Einsatz. Viel gute Laune und Entschlossenheit zum Satzgewinn, zeichneten den fünften Satz. Diesmal wollte keiner so richtig dem anderen die Chance lassen, vorbei zu ziehen. Maximal 2 Punkte waren in der ersten Hälfte des Satzes der größte Abstand. Mehr ließen beide Mannschaften nicht zu. Beim Seitenwechsel stand es 6:8 für Potsdam. Das beeindruckte uns aber wenig und wir holten uns schnell wieder den Ausgleich. Ein ständiger Führungswechsel trug sich am Ende zu. Viele gute Aktionen waren das letzte, an das wir uns erinnern konnten, als wir uns auf den Weg in die Kabine machten, mit einem verlorenen Tiebreak von 17:19 und somit auch mit einem verloren Spiel.
Im Gegensatz zu der letzten Heimreise mit Gesangseinlagen, fiel diesmal kein einziges Wort in unserem NHK-Express. Viele müde und enttäuschte Gesichter spiegelten sich in den beschlagenen Fenstern wider. In der nächsten Trainingseinheit werden dann also die beiden Niederlagen ausgewertet und ein paar Änderungen vorgenommen. Unser nächstes Spiel wird am 10. Dezember 2011 stattfinden. Wie immer sind alle recht herzlich eingeladen und wir haben ja gemerkt, wie es hilft, wenn eine kleine Truppe von Zuschauern genauso mitfiebert, wie wir selbst.
Ich wünsche mir, dass wir unsere kleine Pechsträhne bald beenden können.
„Santa, that's my only wish this year!“
Es waren dabei: Laura Bley ( C ), Steffi Westphal, Linda Lohde, Anne Klatt, Lulu Ruben, Lisa Kirschke, Kathleen Hanisch und Verena Splett
Trainer: Jürgen Treppner
































































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