BBL Damen: KLASSENERHALT!
Geschrieben von: Josi Schulz Sonntag, den 13. März 2011 um 15:54 Uhr
Am gestrigen Samstag spielten die Netzhoppers an ihrem letzten Spieltag in Brandenburg. Dabei verlor man zunächst 0:3 gegen die Sportfreunde Brandenburg 94, siegte dann aber 3:2 gegen SC Potsdam III. Damit beendet man die Saison auf dem 6. Platz der Tabelle und wird auch in der kommenden Saison in Brandenburgs höchster Liga vertreten sein. Auf Grund von einigen Ausfällen reisten wir nur zu neunt an. Dementsprechend schwierig war es die Lücken zu stopfen. Gleich mehrere Spielerinnen mussten auf anderen Positionen eingesetzt werden. Nichtsdestotrotz begannen wir sehr stark gegen die Gastgeber. Selbst ein 5 Punkte Rückstand konnte aufgeholt werden, so dass wir sogar kurz in Führung gingen. Im entscheidenden Moment behielt aber Brandenburg den kühlen Kopf und siegte so mit 25:21. Der zweite Satz machte dann deutlich, warum die Gegner auf Platz 3 der Tabelle sind und dass die vielen Umstellungen uns doch verunsicherten. Somit ging der zweite Satz mit 25:16 wieder an die Gastgeber. Immer im Hinterkopf, dass womöglich am Ende das Satzverhältnis über die Endplatzierung entscheiden würde, wollten wir zumindest noch Sätze holen. Leider gelang dies nicht und der dritte Satz ging sogar noch deutlicher an Brandenburg: 25:15.Die Niederlage war wohl halb so schlimm, schließlich spielte der direkte Konkurrent aus Wildau (der vor dem Spieltag noch 2 Punkte hinter uns lag) an diesem Tag gegen Erkner und Herzberg (den erst- bzw. zweitplatzierten der Liga). Somit schien es unwahrscheinlich, dass das Team noch 2 Siege einfahren würde und so an uns vorbeiziehen würde.
Trotzdem wollte man nichts dem Zufall überlassen und „sicherheitshalber“ gegen Potsdam gewinnen. Denn bei lediglich einem Sieg der Wildauer hätte das Satzverhältnis entscheiden müssen, was nicht unbedingt positiv für uns hätte ausfallen müssen. Am Anfang schien es sehr gut für uns auszusehen. Wir dominierten die Potsdamer und zwangen sie zu vielen Fehlern. Folglich gewannen wir mit 25:15. Vor allem die erneut veränderten Positionen erwiesen sich als vorteilhaft: Diagonalspieler entpuppten sich als gute Mittelblocker und Zuspieler als Angreifer. Im zweiten Satz folgte dann eine kurzzeitige Tiefphase, die jedoch in eine 8 Punkte Führung der Gegner führte. Doch Netzhoppers zeigten Kampfgeist und holten den Vorsprung wieder auf. Leider reichte es dennoch nicht für den Satzgewinn: mit 23:25 unterlag man denkbar knapp. Im Bewusstsein, dass nur diese kurze Phase der Unkonzentriertheit zum Satzverlust führte, ging man in Satz drei. Dieser Satz war geprägt von Höhen und Tiefen: erst lag man zurück, dann führten wir wieder mit 3 Punkten. Beim 24:23 hatten wir dann den ersten Satzball. Sehr zum Ärgernis aller wurde dieser nicht genutzt. Dann machte sich unsere typische Nervosität breit, so dass auch die folgenden 2 Punkte an Potsdam gingen: 24:26 der Endstand. Plötzlich ließen alle die Köpfe hängen, doch noch war nichts verloren. Für die fehlenden Punkte hätte man schließlich auch den Schiri beschuldigen können, der anscheinend nicht bis 3 zählen konnte und somit drei Ballwechsel nicht abpfiff, die dann an die Potsdamer gingen. Leicht gereizt von den Fehlentscheidungen und den ständigen Beschwerden des Gegners, wir würden Sichtblock ausüben, ging man in den vierten Satz. Durch die lautstarke Unterstützung der Auswechselspieler und absoluten Siegeswillen, wiederholte sich quasi der erste Satz: mit 25:15 gingen wir als Sieger vom Feld. Der Tiebreak sollte also über unser Schicksal entscheiden, schließlich wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Wildau gegen Erkner siegen würde. Mit guter Stimmung gelang uns auch ein super Start: eine 4 Punkte Führung. Dann wackelte kurzzeitig die Annahme und die Potsdamer kamen bis auf einen Punkt heran. Doch diesmal wurden wir nicht nervös und brachten unser Spiel sauber über die Bühne: 15:11 endete der Tiebreak. Die Freude war riesig über den Sieg und den damit sehr sicheren Klassenerhalt.
Am Abend schluckte man dann nur nochmal kurz, als bekannt wurde, dass Wildau doch gewonnen hatte. Der Sieg gegen Potsdam war also entscheidender als uns zu diesem Zeitpunkt bewusst war. Alles in allem haben wir bewiesen, dass wir auch ohne einige Stammspieler eine sehr gute Leistung zeigen können und uns in engen Situationen nicht herunterziehen, sondern nur noch mehr Gas geben.
Unsere Saison fand also einen würdigen Abschluss und macht jetzt schon Lust auf mehr. Hoffen wir, dass auch der Landespokal, der noch aussteht, ein Erfolg wird.
Es spielten: Katharina Förster, Linda Lohde, Verena Splett, Lisa Kirschke, Maaike Wieser, Marija Racina, Franziska Gründler, Anne Klatt, Josefine Schulz
Trainer: Inka Sycova
































































Kommentare
wasn da los gewesen?
aber gut, dass wir Potsdam noch geknackt haben ;)
Ich denk nächstes Jahr an euch und drück die Daumen so fest es geht, damit ihr dann eine noch bessere Platzierung erwischt!