Merde Matze!
Geschrieben von: Paul Hofmann Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 22:20 Uhr
Mit 19 Punkten therapierte MVP Matthias Böhme Dürens NETZHOPPERS-Phobie. Seine Rückkehr an alte Wirkungsstätte endete in einem ganz engen Match, an dessen Ende evivo nach dem 1:3 (23; 27; 26:24; 24) die Punkte ins Rheinland entführt.
Dem wegweisenden Charakter der Partie wurden die NETZHOPPERS von Anfang an gerecht und packten verunsichert wirkende Dürener an ihrer prophezeiten Achillessehne: Der Annahme. Bis zur ersten technischen Auszeit (8:7) vermochte es der präzise punktende Matthias Böhme noch, seine Mannen im Spiel zu halten. 410 Schaulustige in der Bestenseer Landkost-Arena sahen überlegene Gastgeber, die es allerdings auch nach 4-Punkt-Führung versäumten, den Sack zuzumachen. Der Block der Rheinländer packte vermehrt zu und zahlreiche Ungenauigkeiten auf Seiten der Culic-Sieben bescherten Düren den Satzgewinn (23:25).
Nach translantischem Krause-Feldzuspiel verwertete Diagonalspieler Fuchs zum 12:9 und zwang evivo-Trainer Hinz erstmals im zweiten Durchgang zum Handeln. Doch die 30 Sekunden Bedenkzeit nötigten Krause höchstens ein Lächeln ab, dem er zwei weitere Aufschlaggranaten folgen ließ. Doch wiederholt gelang es Düren, sich der Fesseln zu entledigen und mit 27:29 den nächsten Satz auf der Habenseite zu verbuchen. Warum auch der zweite Satz kippen konnte wie eine Wippe, von der Beth Ditto abgesprungen ist, erklärte NETZHOPPERS-MVP Manuel Rieke anschließend mit der Sinuskurve in der Leistung seiner Mannschaft: „Wir arbeiten uns gut in Front, fressen dann aber regelmäßig mehrere Punkte in Folge. Das hat es Düren immer wieder ermöglicht, zurück ins Spiel zu finden.“
Das hatte sichtlich Wirkung gezeigt. Evivo-Zuspieler Krüger konnte sich mittlerweile auf seine Annahme verlassen und ließ den heimischen Block im Trüben fischen: Als logische Folge bilanzierte die Anzeige zur ersten technischen Auszeit einen satten 2:8-Rückstand der Culic-Truppe.
Wie man Rückstände reduziert, hatten sich die NETZHOPPERS allerdings im Spielverlauf aus nächster Nähe anschauen dürfen und zögerten nicht, gewonnene Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Gegen eine krachende Aufschlagserie von Sebastian Fuchs half evivo, das sein Wechselkontigent nahezu komplett erschöpfte, auch die breite Burst zweier gewonnener Sätze nicht weiter. So war es ironischerweise Ex-NETZHOPPER Böhme, der KW-Bestensee mit seinem Angriff Richtung Auswechselbank den Satzgewinn ermöglichte (26:24).
Größere Schritte in Richtung Tiebreak gelangen den Hausherren in Satz 4 erst mit der Hereinnahme von Kevin Foyer (12:12), der sich in Block und Angriff sogleich wichtige Punkte gut schrieb. Doch warum sollte sich das Kräftemessen angesichts des bisherigen Verlaufes diesmal mit einer klaren Entscheidung zufrieden geben? Nach mehreren kritischen Entscheidungen und Satzball für die Brandenburger war es dann letztlich Düren, das den letzten Krimi des Abends für sich entschied (24:26).
Culic erkannte eine „gute kämpferische Leistung“ der Gäste, die den „Sieg mehr gewollt“ hatten, während Kapitän Rieke ungeachtet der denkbar knappen Niederlage sogar schon positive Erkenntnisse für das folgende Spiel in Rottenburg formulierte: „Man sieht, dass wir uns aus den Tiefen im Spiel immer wieder selbst herausziehen können. Mit dieser Stärke im Hinterkopf fahren wir trotz allem mit jeder Menge Selbstvertrauen nach Tübingen.“
Paul Hofmann
Kommunikation NETZHOPPERS
Schnappschüsse lassen sich in altbekannter Manier bei Dagmar Jaschen und Wolfgang Purann finden.
































































