Auswärts aufwärts?
Geschrieben von: Paul Hofmann Dienstag, den 17. Januar 2012 um 16:37 Uhr
Während die NETZHOPPERS in Bühl den Kürzeren zogen, recycelte der Moerser SC die BR Volleys vor heimischer Kulisse in fünf Sätzen. Damit setzten die heimstarken „Adler“ ein Ausrufezeichen im Ringen um den vierten Tabellenplatz und bekräftigten den Verdacht der Randberliner, dass am Samstag (19:30 Uhr) in Mülheim an der Ruhr die nächste komplizierte Auswärtsaufgabe auf die NETZHOPPERS wartet.
Im heimischen Rheinland weiß die Equipe von Trainer Chang Cheng Liu einfach ein paar Prozent draufzulegen. So gingen dem verdienten Erfolg über die Hauptstädter einige Glanzlichter voraus: Siege über Bühl und Düren, eine knappe Tiebreakniederlage gegen Abonnementmeister Friedrichshafen, sogar die scheinbar unschlagbaren Hachinger, die zuvor nur vier Sätze abgegeben hatten, zwang man in einen vierten Durchgang.
Die tolle Heimbilanz wird weiter aufgewertet, da der MSC vor Heimspielen gezwungenermaßen zum Groundhopping greift und mal im Moerser Adolfinum, mal in der RWE Sporthalle in Mülheim an der Ruhr aufschlägt. Wenig verwunderlich, dass die Mannschaft des Bundesligaurgesteins mit breiter Brust und erhobenem Haupt zu Werke geht: Nach durchwachsenem Saisonstart mit großen Verletzungsproblemen krempelte Liu`s Truppe das Feld von hinten auf, steht heuer mit zwei Spielen weniger als die Konkurrenz auf dem fünften Rang des Klassements und schielt eher in die oberen Gefilde denn nach unten.
Für NETZHOPPERS-Coach Culic keine überraschende Entwicklung: „Moers hat den Anspruch, am Ende unter den ersten Fünf der Liga zu stehen und das zeigt sich auch an der Qualität des Kaders“. Die Mittelblockerfelsen Broshog und Klingner setzen sicherlich keine Maßstäbe bezüglich ihrer Agilität, überzeugen dafür aber in puncto Kraft. Zuspieler van Gendt sowie die Außenangreifer Keir und Smedins sind ergänzend zu nennen, wenn Culic von einer Liaison aus „Erfahrung und spielerischer Klasse“ spricht.
Im Hinspiel siegte Moers angeführt von einem omnipräsenten Marvin Prolingheuer, nun spielt sich der Niederländer Michael Olieman auf der Diagonalen ins Rampenlicht. Der MSC-Kader ist also auch in der Tiefe gut besetzt, die NETZHOPPERS sind gewarnt.
Ungeachtet der klaren Auswärtsniederlage in Bühl überzeugt die auf den sechsten Platz zurückgefallene Culic-Truppe dieser Tage mit einer angenehmen Melange aus Entspannung und Fokus. Die Erfolge der Hinrunde haben ihre Spuren hinterlassen. Die junge NETZHOPPERS-Garde weiß auch nach Rückschlägen, was sie kann und das sie sich nicht verstecken muss. Die richtige Attitüde für ein Gastspiel in Moers, mit dessen erfolgreicher Gestaltung man im Klassement wieder einen Platz klettern könnte. Geht es auswärts aufwärts?
Paul Hofmann
Kommunikation NETZHOPPERS
































































