Erwartungen erfüllt, Hoffnungen nicht
Geschrieben von: Klaus Nüsser Samstag, den 07. Januar 2012 um 22:59 Uhr
Über den Erwartungen verlief die Heimpartie der Netzhoppers gegen den amtierenden deutschen Meister VfB Friedrichshafen für Kevin Foyer, obwohl er mit dem Gastgeber gegen den Favoriten in 81 Minuten glatt 0:3 verlor. Schon die Satzergebnisse zeigen aber, dass sich die Einheimischen zur Freude er 806 Zuschauer energisch gegen die Niederlage stemmten. Mit 25:23, 25:21 und 25:19 behielt das Team vom Bodensee die Oberhand und bekam die Auseinandersetzung erst ab Mitte des zweiten Durchgangs halbwegs in den Griff.
Bis dahin wirkte auch der im Oktober 21 Jahre alt gewordene Kevin Foyer bei den Netzhoppers mit. "Das hatte ich nicht erwartet. Bisher erhielt ich in den Heimspielen noch nie so viel Einsatzzeit und stand nicht in der Anfangsformation." Er war aber gegen den VfB Friedrichshafen besonders motiviert. Zu Saisonbeginn kam er von den Volley YoungStars dieses Vereins. "Daher kannte ich einige Spieler, denn ab und zu durfte ich da mittrainieren. Gegen die erfahrenen und starken Volleyballer des deutschen Spitzenteams hätte ich aber noch lange auf eine Spielchance in der obersten Klasse warten müssen", so Kavin Foyer. "Da passte das Angebot aus KW, wo ich auch Unterstützung bei der schulischen Ausbildung erhielt. Es gefällt mir hier in der jungen Truppe, in der es Spaß macht."
Netzhoppers Trainer Mirko Culic meinte: "Kevin hat im ersten Satz super gespielt. Er ist talentiert. Wenn er fleißig und richtig trainiert, kann er eine sehr gute Entwicklung nehmen. Im zweiten Spielabschnitt unterliefen ihm ein paar Fehler, was nicht verwundert, denn bisher spielte er ja in der zweiten Liga. Solche Spiele wie heute gegen den VfB sind aber sehr wichtig, um Erfahrungen zu sammeln."
Das galt für die gesamte Netzhoppers-Truppe. "Wir haben besser gespielt als zuletzt gegen Haching und erfüllten damit die Erwartungen. Wir lernten dazu, was wichtig ist in Hinblick auf die Begegnungen gegen gleichstarke Kontrahenten", erklärte Trainer der Netzhoppers. "Jedem von uns unterliefen ein oder zwei Fehler zuviel. Der routiniertere Gast nutzte dies eiskalt aus." So lagen die Netzhoppers im ersten Satz u. a. 10:7, 15:14 und 20:19 vorn, um dann nach 28 Minuten 23:25 zu unterliegen.
VfB-Trainer Stelian Moculescu meinte dann auch: "Anfangs hatten wir ein paar Probleme, setzten uns aber verdient, und in den Sätzen zwei und drei auch relativ ungefährdet, durch. Die Netzhoppers zeigten eine ordentliche Leistung. Ein Kompliment an Mirko, der mit der jungen Truppe eine gute Arbeit macht."
Der KWer Trainer hätte aber statt der anerkennenden Worte lieber ein besseres Resultat erreicht. "Die Erwartungen an einen Auftritt, der die einheimischen Fans erfreut, wurden erfüllt. Aber es war mehr drin, wenn wir etwas konstanter gespielt hätten. Aber das muss und wird die junge Mannschaft noch lernen." Die geheimenen Hoffnungen blieben also unerfüllt. Dem Fazit von Kevin Foyer stimmten aber alle Spieler und Netzhopper-Anhänger zu: "Es wurde guter Volleyball mit tollen Ballwechseln geboten - auch von uns. Schließlich gewannen die erfahrenen Spieler des deutschen Meisters, weil sie sicherer agierten und in kniffligen Situationen noch erfolgreiche Lösungen fanden."
Die Fotos zum Spiel finden Sie hier und auf den Websiten von Dagmar Jaschen und Wolfgang Purann.
































































