Tabelle 1. Bundesliga Herren

#MannschaftSpielePunkteSätze
1Generali Haching2036:455:14
2VfB Friedrichshafen2032:855:20
3BERLIN RECYCLING Volleys2026:1449:24
4Moerser SC2026:1447:35
5TV Bühl2026:1441:33
6NETZHOPPERS KW-Bestensee2022:1837:37
7evivo Düren2014:2631:44
8CV Mitteldeutschland2014:2628:48
9VC Gotha2012:2833:48
10EnBW TV Rottenburg2012:2828:47
11RWE Volleys Bottrop200:406:60
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Home Saison Bundesliga Mirko Culic im Gespräch mit dem Presseservice der DVL
Wir bedanken uns bei den Unterstützern des Vereins und des Bundesligateams.
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Mirko Culic im Gespräch mit dem Presseservice der DVL

Am Samstag steht mit der Partie zwischen dem Tabellenvierten NETZHOPPERS KW-Bestensee und dem Zweiten VfB Friedrichshafen ein echtes Spitzenspiel an. Mirko Culic, Trainer der NETZHOPPERS, verrät im Interview, wie er den Serienmeister ärgern will und wie der Höhenflug der Randberliner zu erklären ist.

 

Herr Culic, nach dem Start gegen Generali Haching wartet mit dem VfB Friedrichshafen der nächste Hammergegner auf Ihr Team. Wie gehen Sie und Ihre Mannschaft mit diesem harten Rückrundenauftakt um?

Mirko Culic: Haching und Friedrichshafen sind die perfekten Gegner, um uns zu steigern. Nach der Weihnachtspause hat man im Training gemerkt, dass eine Leistungssteigerung notwendig ist, um wieder an das Niveau der Hinrunde anzuknüpfen. Wir werden in diesen Partien spüren, wo unsere Grenzen sind. Und wir trainieren besser und intensiver, weil wir wissen, dass wir viel Druck ausüben müssen. Es ist nie einfacher, die  Mannschaft zu motivieren, als vor diesen Spielen. Das ist die perfekte Vorbereitung für den Rest der Saison.

Die NETZHOPPERS haben eine tolle Hinrunde gespielt, aber gegen die drei Topteams der Liga haben Sie bislang keinen einzigen Satz geholt. Woran liegt das und wie wollen Sie das ändern?

Culic: Das ist zwar zu ändern, aber frühestens in zwei Jahren. Wir können derzeit noch nicht auf dem Niveau dieser Top-Mannschaften mitspielen. Aber wir sind auf dem Weg, eine Top-Mannschaft zu werden. Doch dafür müssen unsere Leistungsträger zwei, drei Jahre zusammenbleiben, hart trainieren und viele gute Freundschaftsspiele auf hohem Niveau absolvieren. Derzeit können wir höchstens überraschen. Von zehn Spielen gegen Haching, Friedrichshafen und Berlin werden wir aktuell neun verlieren.

Gibt es für das Spiel gegen Friedrichshafen ein ganz konkretes Ziel, zum Beispiel endlich einen Satzgewinn gegen das Toptrio?

Culic: Wenn ich ehrlich bin, habe ich darüber noch nicht genau nachgedacht. Aber wenn Sie mich fragen ... Ich will meine Mannschaft nicht unter Druck setzen, dass sie unbedingt einen Satz gewinnen muss. Wenn das einträte, wäre es zwar super. Aber unser Anspruch muss sein – auch gegenüber unseren Zuschauern -, dass wir die Sätze so lang wie möglich spannend halten. Wir wollen zeigen, dass wir unter Druck auch gut Volleyball spielen können. Wir wollen mindestens zwei Sätze über 20 Punkte bekommen. Und wenn wir einen davon gewinnen, umso besser.

2009 standen die NETZHOPPERS in den Play-off-Halbfinals. Woran liegt es, dass Sie als aktueller Vierter dieses Level wieder erreicht haben?

Culic: Wir haben zum Beispiel den Trainingsumfang gesteigert. Jeder konnte sich dadurch individuell verbessern. Für das Team insgesamt haben wir eine passende Chemie gefunden. Die Mischung stimmt, auch was die Risikobereitschaft im Team angeht. Es gibt ein paar junge Spieler, die gern riskant spielen und wir haben Spieler, die sehr zuverlässig sind, wenn es darauf ankommt.

Und die Neuzugänge haben eingeschlagen.

Culic: Es ist sicher überraschend für viele, wie konstant und souverän Philipp Jankowski und Till Theißen spielen, die  vom VC Olympia Berlin gewechselt sind. Paul Sprung, der im letzten Jahr gekommen ist und damals noch nicht so viel gespielt hat, ist aktuell bester Blockspieler in der Liga. Und seit zwei, drei Wochen ist unser Kapitän Manuel Rieke von seiner Rückenverletzung genesen. Ihn wieder fit zu bekommen, ist nun eines unserer Ziele, denn er kann uns vorwärts bringen und wird gleichzeitig Philipp Jankowski, der bislang erster Zuspieler war, weiter fordern.

Glauben Sie, dass Sie den überraschenden vierten Platz halten können, um mit einer guten Ausgangsposition in die Play-offs zu gehen?

Culic: Es ist mir egal, ob wir in der Normalrunde Vierter, Fünfter oder Sechster werden. Mit dieser jungen Mannschaft und weniger Geld als noch vor ein, zwei Jahren wäre alles ein enormer Erfolg für uns. Um an die Saison 2008/09 anzuknüpfen, müssen wir in den Play-offs stark sein.

 

Kommentare 

 
#3 Silke 2012-01-10 06:19
Ich find das Interview auch recht gut. Wenn ein Trainer keine Visionen hat, kann er einpacken. Und wer ohne Anspruch trainiert, wird auch keine neuen Sponsoren gewinnen. Geht ja auch darum, über den heutigen Tellerrand zu gucken, nicht?
Und ich glaub schon, dass er realistisch einschätzen kann, WAS sich in seinem "Stall" für ein Potential befindet. Aber du hast Recht, wir brauchen auch "money, money, money". Deshalb sind sone Interviews ja so wichtig...
 
 
#2 Blodsinn 2012-01-09 20:07
Netter Kerl, guter Trainer, Blödsinns Interview. Wenn er von KW und Spitzen-Team redet, dass in ein paar Jahren auf Niveau von SCC, Haching und Hafen ist, ist das einfach Blödsinn.

Ist ja nicht so als hätte KW keine finaziellen Probleme...
 
 
#1 sagichnich 2012-01-09 10:48
Ich bin soooooo froh, dass gerade DU "unser" Trainer bist, Mirko. Du passt einfach hierher.
Gutes Händchen, gezielter Beobachter, geschickter Taktiker, angenehmer Mensch (!!) mit der erforderlichen Dosis Humor, Biss und Gelassenheit & natürlich: erfahrener Sportsmann. Bleib uns bloß noch lange erhalten, hörste??!
Tolles Interview!!!! Hab ich schon in der Zeitung gelesen...
 

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