NETZHOPPERS setzen Blinker links
Geschrieben von: Paul Hofmann Samstag, den 17. Dezember 2011 um 20:37 Uhr
Einen Satz der vorweihnachtlichen Milde genehmigten sich die NETZHOPPERS, dann spielten omnipräsente Hausherren so gut wie Marlon Brando in »Der Pate«, während der CVM den Berti Vogts im “Tatort” mimte. Mit dem 3:1 (21:25; 18, 22, 16) festigten die Brandenburger ihren vierten Tabellenrang und blicken entspannten Feiertagen entgegen.
623 Beobachter mussten sich in der „Brandenburger Hölle“ vorerst gedulden: Das elektronische Spielprotokoll hatte sich nach fünf gespielten Punkten dem vorweihnachtlichen Müßiggang verschrieben und ließ sich erst nach mehreren Minuten erweichen, Teil des NETZHOPPERS-Rückrundenauftaktes zu werden.
Über die mitteldeutsche Blockstärke war man von vornherein im Bilde gewesen. Da die Gäste um Kapitän Stolfa im Laufe des ersten Satzes allerdings auch die längeren Ballwechsel für sich entschieden, liefen die Dahmeländer schnell einem Rückstand hinterher. Selbst die immer stärker werdenden Fuchs und Krause konnten diesen nicht egalisieren, sodass die Landkost-Arena die Satzführung (21:25) für den CVM sah. „Mitteldeutschland hat nach deren tollem ersten Satz berechtigte Hoffnungen gehabt, die Punkte heute zu entführen“, gab NETZHOPPERS-Trainer Culic zu. „Doch wir sind ruhig geblieben, haben im Aufschlag mehr investiert und so letztlich richtig ins Spiel gefunden.“
Tatsächlich muss jemand in der Satzpause die „Snooze“-Taste der Gäste betätigt haben, die sich in der Feldabwehr vermehrt wie die volleyballerische Pantomime des Zustands der Bundeswehr präsentierten. So konnte Arvid Kinder recht ungehindert fünf Aufschläge in Folge durchbringen. Den resultierenden Vorsprung verwaltete Culics Rasselbande mit stoischer Abgebrühtheit und kam beim 25:18 durch einen Servicewinner von Krause zum verdienten Satzausgleich.
Für erste Jubelstürme im dritten Durchgang sorgte Zuspieler Jankowski per Einerblock, der auf 6:6 stellte. Der „fliegende Holländer“ Jairo Hooi setzte den NETZHOPPERS mit seiner einwandfreien Quote schwer zu, die Brandenburger hielten sich aber schadlos im Sideout. Das entscheidende Quäntchen Glück und ungeachtet des engen Spielstandes beherztes Aufschlagspiel durch den späteren MVP Krause wurden mit der Satzführung honoriert (25:22) und bewogen Trainer Culic im Nachhinein dazu, „Mut, Ruhe und Entschlossenheit“ seiner Jungs in dieser Situation als spielentscheidend hervorzuheben.
Die Anfangsphase des vierten Satzes orientierte sich streng am Pro7-Slogan „We love to entertain you“ und bot einen gelben Karton für CVM-Kapitän Siebeck, fliegende Stühle im Gästelager, Abwehraktionen Ratajczaks von der Behändigkeit einer rumänischen Sportgymnastin sowie einen auf dem Schreibertisch stehenden Arvid Kinder. Aus diesem Kuriositäten-Sammelsurium ergab sich eine 13:10-Führung der NETZHOPPERS, infolge derer es den Anhaltinern nicht mehr gelang, sich aus dem brandenburgischen Würgegriff zu befreien. Die NETZHOPPERS filetierten ihren Gast (25:16) und gehen mit dem Sieg im letzten Heimspiel 2011 in eine wohlverdiente Weihnachtspause.
Paul Hofmann
Kommunikation NETZHOPPERS
Bilder finden Sie in unserer Galerie, im Blog von Dagmar Jaschen und auf der Homepage von Wolfang Purann.
































































