Mission „Hinrunde bestätigen“
Geschrieben von: Paul Hofmann Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 14:28 Uhr
„Wir wussten nicht, wo wir wirklich stehen. Aus dieser Situation galt es, das Beste zu machen und das ist uns heut hervorragend gelungen“, diktierte ein merklich gelöster Mirko Culic Anfang Oktober nach dem Auftakterfolg über den CV Mitteldeutschland in die Notizblöcke. Der überraschende 3:1-Sieg in fremder Halle kann getrost als Startschuss für die berückende Hinrunde der NETZHOPPERS gesehen werden.
Während Culic es dereinst noch für „viel zu früh“ befand, schon Schlussfolgerungen für den weiteren Saisonverlauf zu ziehen, ist die „Sahnehinrunde“ seiner Mannen mittlerweile goldige Gewissheit. Den drei einkalkulierten Niederlagen gegen die Topteams der Liga und einem weniger inspirierten Heimauftritt gegen Moers stehen ganze sechs Siege gegenüber.
Einen vierten Tabellenrang zur Halbzeit hätte Culic selbst angesichts seiner neuformierten und verjüngten Equipe vermutlich ins Reich der Fabeln verwiesen. Zumal mit Kapitän Manuel Rieke einer der wenigen erfahrenen Akteure verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand.
Dieser sieht seine NETZHOPPERS für das Spiel am Samstag (19Uhr) in einer aussichtsreichen Position: „Wenn man auf die Tabelle schaut und in Betracht zieht, dass wir zuhause spielen, gehen wir schon als Favorit in die Partie.“
Eine realistische Einschätzung, die vor der Saison noch mit einigem Erstaunen aufgenommen worden wäre. Die „Piraten“ warben schließlich nicht unbegründet mit dem vollmundigen Slogan „Europa im Blick“. Der neue Trainer Mathias Münz fand das bewährte Korsett um Zuspieler Kühner sowie die Angreifer Siebeck und Helbig vor und konnte den Kader mit Mittelblocker Hooi und Außenangreifer Bakumovski gezielt hochwertig verstärken. Zudem kamen die talentierten Brückner, Bergmann und Völker, um unter Münz, dem ein glückliches Händchen im Umgang mit Jugendspielern nachgesagt wird, den Sprung in Deutschlands Eliteliga zu schaffen.
Unterm Strich stehen nun jedoch lediglich drei Siege, ein vorletzter Platz im Klassement und der Vorwurf, die wahre Leistungsfähigkeit zu selten aufs Parkett gebracht zu haben. „Es gibt solche Phasen, in denen es trotz aller Qualität nicht läuft. Man neigt zum Verkrampfen und ist schneller verunsichert“, beweist Rieke ein Gefühl für die aktuelle Lage des nächsten Kontrahenten.
Einen Freifahrtschein möchte er seiner Mannschaft natürlich dennoch nicht ausstellen: „Mitteldeutschland gehört eigentlich weiter nach oben in der Tabelle. Sie verfügen über einen guten Block und können mit Kühner und Siebeck im Aufschlag sehr druckvoll agieren.“
Den Erwartungen, sich bis zu den Playoffs in dieser Tabellenregion behaupten zu müssen, steht der Kapitän gespalten gegenüber: „Selbstverständlich ist Platz 4 oder 5 drin. Man darf aber bei allem Erfolg nicht vergessen, wie jung die Mannschaft ist und das uns Moers und Bühl im Nacken sitzen. Wir wollen die gute Hinrunde bestätigen und können etwas lockerer von Spiel zu Spiel schauen.“ Schließlich wissen die NETZHOPPERS mittlerweile, wo sie stehen.
Paul Hofmann
Kommunikation NETZHOPPERS
































































