"Wieder eine Überraschung"
Geschrieben von: Paul Hofmann Mittwoch, den 07. Dezember 2011 um 13:45 Uhr
„Culics Rasselbande“ spielt eine begeisternde Hinrunde und beweist sich mit dem vierten Rang des Gesamtklassements als bestes Team jenseits der „Großen Drei“. Zum Abschluss der ersten Saisonhälfte gastieren die Brandenburger am Samstag (20 Uhr) beim bisher sieglosen Schlusslicht RWE Volleys Bottrop.
Sieben Spiele, sieben Niederlagen, dabei lediglich vier Sätze auf der Habenseite - der Revierklub diente in der Volleyball-Bundesliga bisher nur als Punktelieferant und hat abgeschlagen die „Rote Laterne“ inne. Darum ging es bei Bottrop zuletzt auch personell drunter und drüber: Ende November legte Trainer Johan Verstappen sein Amt nieder, die Neuzugänge Jasper Boyschau und Falko Steinke lösten ihre Verträge auf.
So erscheint die vergangene Saison wie ein Negativ der aktuellen: Die Dieter-Renz-Halle galt lange Zeit als Festung, die Reviervolleyballer wurden ähnlich wie nun die NETZHOPPERS als die Überraschung der Saison tituliert. „Obwohl sie ja bisher auch dieses Jahr wieder eine Überraschung sind“, wie Gäste-Trainer Culic mit einem Augenzwinkern anmerkt.
Als Diagonalspieler wird der Brasilianer Fernando Costa zurückkehren, den neuen Mann auf der Trainerbank stellte Manager Donat kürzlich vor: Dr. Igor Prielozny kommt vom slowakischen Verband und soll im Revier nach turbulenten Wochen wieder für ein wenig Ruhe sorgen: "Wir müssen auf uns schauen und uns stabilisieren. Dann kommt der Erfolg zurück. Wir haben eine gute Mannschaft." Mittlerweile sorgt zudem ein Psychologe für die psychische Stabilität der Truppe um Nationalspieler Lukas Kampa.
Die Feuertaufe ging für den neuen Coach bereits in die Binsen. In Rottenburg unterlag man glatt in drei Sätzen, zeigte jedoch eine starke kämpferische Leistung und zog in den letzten beiden Durchgängen erst um die 30-Punkte-Marke den Kürzeren.
„Prielozny wird dort als ehemaliger Bundestrainer natürlich etwas bewegen können“, rechnet NETZHOPPERS-Trainer Culic dennoch mit durch den Trainerwechsel beflügelten RWE Volleys. „mit seiner Ruhe, Kompetenz und Erfahrung wird er langfristig nicht nur Bottrop, sondern ganz Volleyball-Deutschland gut tun.“
Der Heimpremiere Prieloznys blickt Culic mit gemischten Gefühlen entgegen. Selbstverständlich könne seine Sieben mit der „breiten Brust“ eines Tabellenvierten auftreten. Dennoch warte ein hartes Stück Arbeit auf die Brandenburger: „Bottrop hat ein solides Team beisammen, das mit Kampa und jetzt wieder Costa über zwei Ausnahmekönner verfügt. Außerdem lässt sich schwer ausrechnen, wie sie am Samstag gegen uns spielen werden.“
Die aktuelle Spielzeit habe zudem unlängst bewiesen, dass es keine schlechten Teams gebe. „Deswegen müssen wir aus den Abwehr- und Sicherungsfehlern des Spieles gegen Berlin lernen und unseren besten Volleyball zeigen, um die Punkte mitnehmen zu können.“
Paul Hofmann
Kommunikation NETZHOPPERS
































































