"Kompliment dafür!"
Geschrieben von: Paul Hofmann Mittwoch, den 23. November 2011 um 19:32 Uhr
Wenn schon unter der Woche, dann wenigstens entspannt: Die NETZHOPPERS vertrieben sich den Mittwochabend mit sportlicher Ertüchtigung in ungezwungener Atmosphäre. Willkommener Nebeneffekt: Ein an Rechtschaffenheit kaum zu überbietendes 3:0 (18; 15; 12).
Die Hausherren lokalisierten zum Entzücken von Trainer Culic rasch den Schwachpunkt der Gäste-Annahme in TVR-Außen Mehlberg und gestatteten sich selbst keine Ungenauigkeiten im Spielaufbau. So sorgte eine Aufschlagrakete von Sebastian Krause beim 14:10 für die erste beträchtliche Führung gegen Rottenburger, die ohne ihre rekonvaleszenten Stammspieler Cipowitz und Michel begannen.
Der zweite Abschnitt des Auftaktsatzes ließ sich vom Spannungsbogen her in etwa mit einer Wiederholung von „Diese Drombuschs“ vergleichen und so war es dem späteren MVP Sebastian Krause nach translantischem Pass von Regisseur Jankowski vergönnt, bei 24:17 den ersten Satzball zu erschmettern. Den zweiten verwertete sogleich Diagonalspieler Fuchs.
Passend dazu gelang es den Tübingern, schon vor dem ersten Pfiff im zweiten Durchgang den ersten Fehler zu fabrizieren: Coach Müller-Angstenberger hatte eine falsche Startaufstellung zu Papier gebracht. Dieses Malheur sollte vor 480 Zuschauern in der „Feinkost-Arena“ stellvertretend für das Auftreteten stehen:
Die Blockandroiden Theißen und Sprung sorgten dafür, dass scheinbar ganzkörperverstauchte Rottenburger schon früh beider Auszeiten beraubt waren (11:7). „Culics Rasselbande“ spielte ihr Pensum souverän runter, folglich glich das Ganze einer Demontage des TVR, die beim 25:15 ihr aus Dahmeländersicht entspanntes Ende fand.
NETZHOPPERS-Zuspieler Jankowski setzte seinem eh schon hervorragenden Abend die Krone auf als er zu Beginn des dritten Satzes die verbliebenen Rottenburger Hoffnungen, zurück ins Geschehen zu finden, zunichtemachte. Erst erinnerte er in der Feldabwehr stark an den Greg Louganis der Olympischen Spiele anno 1988, dann setzte er Mittelblocker Sprung mehrmals gekonnt in Szene.
Da sich dieser nicht ausschließlich aufs Angriffsspiel besinnen wollte, sondern zudem auch im Block seine Extremitäten gewinnbringend einzusetzen wusste, stand dem TVR, der gedanklich wohl noch beim Schuheschnüren weilte, beim Stand von 1:11 die bloße Ungläubigkeit aufs Gesicht geschrieben.
Desillusionierte Gäste um Kapitän und MVP Chowanski boten in Folge etwas, das Wasserball in einem Kurort zuweilen sehr viel ähnlicher schien als Bundesliga-Volleyball. Wiederum war es Außenangreifer Krause vorbehalten, mit seinen naturgewaltähnlichen Aufschlägen den Schlusspunkt unter einen der überzeugendsten Heimsiege der NETZHOPPERS-Bundesligahistorie zu setzen (25:12).
„Rottenburg kam nie zur Entfaltung. Dafür haben wir zu über die gesamten drei Sätze zu druckvoll aufgeschlagen“, resümierte ein lächelnder Mirko Culic nach 77 Minuten Spielzeit. Seine Betonung lag vor allem auf „gesamt“. Schließlich sei es bei einer so jungen Truppe nicht selbstverständlich, dass man über die komplette Dauer eines Spiels den Druck hoch halten könne. Sein „Kompliment dafür!“ an die Mannschaft schloss einen rundum zufriedenstellenden Abend gebührend ab.
Paul Hofmann
Kommunikation NETZHOPPERS
Hier die Fotos von Wolfgang Purann.
Weitere Impressionen sind im Blog von Dagmar Jaschen einzusehen.

































































Kommentare
Danke für das tolle Spiel.
Auch wenn ich das Ergebnis schon kenne, schaue ich nur auf die Webseite um Paul´s köstlichen Bericht zu lesen. Also Paul, weiter so.
@Paul Hofmann: Finde der nächste Bericht könnte ein paar weniger Verklausulierun gen, Wortspiele, Metaphern und Vergleiche vertragen...
Ihr habt sie ratzfatz in die "erdige Tiefe eines Ka-Rottenburgs" versenkt, die müssen da noch bissel wachsen...
Tststs, Paul, du Stichling vom Dienst, was für ein stachliger Bericht!
@Troubadoure: ihr wart in Höchstform! Wattn Krach!!!