Ein gebrauchter Abend
Geschrieben von: Paul Hofmann Sonntag, den 23. Oktober 2011 um 16:05 Uhr
Bestensee freute sich auf ein Volleyball-Spektakel und wurde enttäuscht wie eine betrogene Ehefrau: Im Bundesligaduell mit dem Moerser SC unterlag die Culic-Sieben mit 1:3 (18; 20; 25:22; 23), während dem Gast vom Niederrhein nach zwei Niederlagen der Befreiungsschlag gelang.
Statt yogurettenhafter Leichtigkeit nach dem Bühl-Triumph fand die Landkost-Arena einen beschwerlichen Start der Hausherren vor. Diese deckten den jungen MSC-Kontrahenten namens Metelskiy zwar wie von Trainer Culic gefordert sofort mit Aufschlägen ein, leisteten sich jedoch einige vermeidbare Fehler, sodass der MSC rasch mit 5 Punkten in Front lag.
Schwarz kam für Jankowski im Zuspiel, Steffen löste Fuchs in der Diagonalen ab und Paul Sprung hielt in der Feldabwehr seinen Schopf ins Schussfeld - das Spiel der NETZHOPPERS glich jedoch überwiegend einem Wüstenopossum auf dem Highway: Ziemlich zerfahren. Als logische Quintessenz verließ man das Parkett mit einem 18:25.
Vor 1420 Augen fanden die Brandenburger auch im zweiten Satz nicht so recht zu ihrem Spiel. Vor allem der Annahmeriegel zollte dem enormen Aufschlagdruck der Moerser Tribut und verhalf seinen Regisseuren Schwarz und Jankowski ungewollt zu etlichen Metern Laufstrecke. Die Gäste um Kapitän van Gendt nutzte die fehlende Präzision auf der anderen Netzseite mit einem bärenstarken Diagonalangreifer Prolingheuer (später als MVP ausgezeichnet) gnadenlos aus und spätestens beim 10:16 blickte Trainer Culic drein als trüge er die Verantwortung für den Tod einer jungen Robbe.
Die „Brandenburger Hölle“ holte seine Jungs zurück ins Geschehen. Was lange nach dem spektakulärsten Comeback seit Take That aussah, fand nach einem Aufschlagpunkt durch den MSC’ler Janis Smedins jedoch beim Stande von 20:25 sein ernüchterndes Ende.
Sämtliche Versuche, sich zurück in dieses Bundesligaspiel zu kämpfen, schienen anfangs auch im dritten Durchgang ähnlich zum Scheitern verurteilt wie die Suche nach dem dritten Akkord auf einer Modern-Talking Best-Of-CD. Das Gegenteil bewiesen Till Theißen mit beherzten Flatteraufschlägen und Sebastian Fuchs, der auch mit dem oberen Zuspiel zu punkten vermochte. Per Angriffsschlag war es sodann Kapitän und NETZHOPPERS-MVP Arvid Kinder vorbehalten, nach Sätzen zu verkürzen (25:22) und die berechtigten Hoffnungen auf ein Comeback zu schüren.
Satz Nummer 4 kennzeichnete ein Novum: Erstmals in dieser Partie gingen beide Mannschaften im Gleichschritt gen Satzende. Beim 24:23 aus Sicht des MSC markierte Gomanns dann per Einerblock relativ humorlos den Schlusspunkt und ließ die Landkost-Arena weiter im Unklaren, warum der Saisonstart der Niederrheiner so in die Hose ging.
„Moers war heut wesentlich zielstrebiger und konstanter als wir“, analysierte Mirko Culic nach 102 Spielminuten durchaus realistisch und mokierte vor allem die diversen einfachen Fehler seiner NETZHOPPERS: „Hier scheitern wir am Einerblock, da verschlagen wir drei Aufschläge in Folge. So nimmt man sich selbst aus dem Spiel und kann gegen einen solchen Gegner nicht mehr als einen Satz holen.“
Paul Hofmann
Kommunikation NETZHOPPERS
Impressionen des Spiels finden Sie auf den Internetpräsenzen von Dagmar Jaschen sowie Wolfgang Purann.

































































Kommentare
Und überhaupt, nun werde mal nicht frech, nee? Halbe Portion... - solche wie dich ess ich zum Frühstück!
DICH da oben hat man nicht gehört. Die Brandenburger Hölle ist somit irgendwie etwas einseitig.
Also bessere dich!!
Ansonsten: wir schaffen die playoffs schon noch, bin mir ganz sicher.
Aber egal Kopf hoch und weiter lernen. Es macht trotzdem Spass Euch zuzusehen auch wenn Ihr verliert...
Wir wollen Euch nur kämpfen sehen nicht in der Sprache, das können andere besser, sonders auf dem Spielfeld.
Hoffe, der Schock war heilsam und bringt uns weiter, also: Kopp nicht hängenlassen, Hausaufgaben machen, keinen unnötigen Respekt vor Gegnern aufbauen!
@6: haste auch unserer Meinung nach gestern dicke verdient, die Medaille!
Leider kein schoenes Ergebnis, aber ein bissel hausgemacht...manche Schiedsrichtere ntscheidung ließ mich auch "staunen" und ich fand es enttäuschend, wie stellenweise entschieden wurde.Aber vielleicht habe ich auch nicht so die Ahnung
Also... Kopf hoch und auf ein NEUES